Liechtenstein - Schluß mit lustig


Die Meldung über den Steuerbetrug von Zumwinkel schlug wie eine Bombe ein. Und dass  Herr Steinbrück von einem verurteilten Kriminellen für 5 Millionen Euro die Daten aus Liechtenstein erworben hat, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Skrupellosigkeit der Bundesregierung. Aber als Frau Merkel den Regierungschef aus Liechtenstein, Otmar Hasler, mit verächtlichem Blick abgekanzelt hat, kam dann doch ein ungutes Gefühl über soviel Heuchelei hoch. Steuerbetrug ist wahrhaftig nicht bloß ein moralisches Vergehen, sondern ein handfestes Verbrechen an Millionen ehrlicher Bürger, denn was die Steuerbetrüger einstecken, wird den Bürgern zusätzlich aus der Tasche gezogen.
Die Gründe des Steuerbetruges liegen aber hier im Lande. Steuerbetrug in der BRD ist ein oft angesprochenes, ein seit vielen Jahren bekanntes Verbrechen, gegen das die Regierung bisher nichts Ernsthaftes unternommen hat. Wie sehr es gang und gäbe ist, macht eine Meldung deutlich, wonach der sächsische Ministerpräsident Milbradt für die dubiosen Geldgeschäfte der LB Sachsen das irische Dublin bevorzugte, weil – weil sich dort eben auch Steuervorteile nutzen ließen.

Wie man die Sache auch beleuchten möge, eines muss man bei der ganzen Liechtensteiner Affäre im Auge haben: das Fürstentum ist weder in der EU, noch in der NATO. Und es kann doch wohl nicht sein, dass die Herren in Brüssel und die Europäische Zentralbank nicht einen ungehinderten Zugriff auf einen solchen Geldtempel haben.      

 J. Hertrampf