Beten für Frieden auf Erden und allen ein Wohlgefallen ist gut, denn es bringt die jahrtausend alte Menschheitssehnsucht zum Ausdruck, aber die Neoliberalen, obwohl sie sich selbst auf christliche Werte berufen, belächeln die Betenden hämisch lächelnd, denn Beter werden ihrer Macht nicht gefährlich.
Spenden für Hungernde und Notleidende sind wie ein seelisches Trostpflaster für Reiche, die sich wohl des weltweiten Unrechts bewusst sind. Ein Tropfen auf den heißen Stein, aber beseitigen nicht die Ursache des himmelschreienden weltweiten Unrechts, lenken nur aber von wirklichen, dringend notwendigen Lösungen ab.
Unterschriftensammeln ist gut gemeint, doch nach kurzer Zeit schon ist der Zorn wieder verpufft und vergessen und die Unterschriften wandern in den Papierkorb oder bestenfalls ins Archiv, wo sie selig dahinschlummern, ohne dass sich etwas ändert.
Demonstrieren für Frieden und Recht ist besser, denn es zeigt uns, wie stark wir bereits sind und es fördert das Solidaritätsgefühl. Aber die Regierenden sitzen alles frech aus, sich überheblich darauf berufend, dass SIE ja vom Volk gewählt sind und Sie nur ihrem GEWISSEN verantwortlich seien, dass sie nicht haben.
Eingaben beantworten sie, wenn überhaupt, mit gedrechselten Floskeln und billigen Ausreden, mit denen sie ihre treuherzigen Eingeber abspeisen, darauf hoffend, dass diese sich wieder beruhigen und enttäuscht aufgeben, weil man ja doch nichts ändern kann.
Doch EINES gibt es, vor dem sie höllische Angst haben und worum ihr ständiges Denken und Sinnen kreist: nämlich dass man sie abwählt und sie ihre Macht und fetten Diäten und Privilegien verlieren und das Volk, der eigentliche Souverän, zur Macht kommt, wie in Venezuela und anderswo schon geschehen.
G.Rahm