Wird der Krieg in Afghanistan zu gewinnen sein?

Letzten Freitag, am 27. Mai 2011, kam es wieder erneut zu einem feigen Selbstmordanschlag in Afghanistan, bei dem 2 Bundeswehrsoldaten getötet und weitere Soldaten verletzt wurden.
Und wieder gibt es Angehörige, die es nicht verstehen, dass ausgerechnet ihr Sohn, Mann, Bruder oder Vater für diesen Krieg sterben musste. Wird dieser Krieg in Afghanistan zu gewinnen sein? Wieviel Angehörige müssen noch um ihre Angehörigen bangen? Die Soldatinnen und Soldaten müssen viel miterleben bei diesen Auslandseinsätzen und brauchen viele Jahre, bis sie die Auslandseinsätze verarbeitet haben. Persönlichkeitsstörungen, Scheidungen und sogar soziale Abstürze sind die Folgen dieser Kriegseinsätze in Afghanistan und anderswo. Im Bundestag wird leider noch immer sehr leichtfertig über die Einsätze der Soldatinnen und Soldaten abgestimmt, zum Teil von Bundestagsabgeordneten, die nie eine Uniform getragen haben.
Das Land Afghanistan sollte nach und nach mehr in die Verantwortung der Einheimischen übergeben werden und auch der Aufbau der Infrastruktur muss durch Einheimische vorangetrieben werden. Die Bundeswehr ist nicht dazu da, soziale und humanitäre Aufgaben dort wahrzunehmen.
Fakt ist, dass wir Deutschen in Afghanistan nichts verloren haben, keine Wirtschaftsinteressen zu vertreten sind und die Freiheit der Bevölkerung Deutschlands nicht am Hindukusch verteidigt wird.
Also warum ziehen wir unsere Bundeswehrsoldaten nicht sofort dort ab?

Der Krieg mit dem Ziel der Allianz, in Afghanistan eine Demokratie nach westlichem Standard zu errichten, den Drogenanbau zu stoppen sowie eine funktionierende Infrastruktur zu errichten, sind gescheitert.

Auch der Terror und wird sich so nicht bekämpfen lassen, selbst nach dem Tod bin Osama bin Laden.
Wir haben uns durch das Einmischen in die Geschehnisse den Terror nach Deutschland geholt.

Setzen wir dem Ganzen ein Ende und stürzen nicht viele weitere Familien in ein Unglück.

M. Stannebein
(29. Mai 2011)