Das weltweite Aufbegehren gegen Ausbeutung und kulturellen Raubbau gewinnt an Qualität. Nach Tunesien folgt nun auch in Ägypten, einem noch viel wichtigeren Außenposten sogenannter westlicher Werte, massenhafter ziviler Ungehorsam.
Anders als in Tunesien geht der Machtapparat, in dieser, nach westlichem Bekunden, so vorbildlichen Demokratie, hier aber weitaus vehementer gegen diese Entwicklung vor. Mubarak verschwendet, ob der vergangen Lobeshymnen seiner internationalen, vor allem westlichen Komplizen, offenkundig keinen Gedanken daran, das Feld einer anderen Marionette zu räumen – was wiederum die internationalen Strippenzieher, gerade in Israel gar nicht begeistert.
Da er in den letzten Tagen aber bereits weit mehr als tausend Oppositionelle hat wegsperren lassen, bleibt abzuwarten, ob der Volkssouverän bei Atem bleibt.
Wir jedenfalls zeigen uns auch mit Ihnen solidarisch und wünschen gutes Gelingen.
Norman Knuth
Redakteur der Plattform Leipzig
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