Gohrisch, 23.06.2011
Sehr geehrter Herr Dr.Hertrampf,
es freut mich, dass Sie nach Zeiten des Stillstandes und Abwartens die Initiative ergriffen haben, wieder Bewegung in die gemeinsamen politischen Bestrebungen zu bringen.
Es ist begrüßenswert, dass der Wille besteht an die Öffentlichkeit zu treten und den Entschluss - mit einer Stimme bei zukünftigen Wahlen zu sprechen - zu beschleunigen. Es kann nicht so weitergehen wie bisher. Vor ca. dreieinhalb Jahren wurde voller Enthusiasmus die Bürgerbewegung „Arbeit Familie Vaterland“ gegründet. Wo steht sie heute? Unbekannt in der Öffentlichkeit, Mitgliederschwund und Tatenlosigkeit.
Viele neue Parteien haben in Organisation, Struktur, Programmen u.a. die Altparteien kopiert und sind kläglich gescheitert oder tümpeln im 0,…% Bereich herum. Ich bin kein Politiker und kenne auch keine Patentlösung aber Gedanken sollte man sich schon machen, um aus diesem Dilemma herauszukommen.
Meiner Meinung nach muss es zu einer Vereinigung neuen Typus kommen die nicht in den ausgetretenen Pfaden bestehender Parteien tapst. Sie muss attraktiv, modern und klar in ihren Aussagen sein, um alle Bevölkerungsschichten - vom Jugendlichen bis zum Rentner, vom Arbeiter bis zum Wissenschaftler - erreichen zu können. Dabei spielt Offenheit und Ehrlichkeit eine entscheidende Rolle. Kurz gesagt: Von dieser neuen Partei muss eine Faszination ausgehen, von der die Menschen sagen hier ist jemand der unsere Interessen vertritt und der man vertrauen kann. Aufklärung statt Volksverdummung muss die Devise sein!
Eine neue Partei nach altem Muster wird scheitern.
Was nützen z.B. ellenlange Parteiprogramme, die sich erstens bei allen Parteien nur in Nuancen unterscheiden und zweitens niemand liest weil keiner dran glaubt. Ich meine mit wenigen aber ganz konkreten Punkten, die für Jedermann verständlich sein müssen, könnte die ganze Palette gesamtgesellschaftlicher Interessen wie Gesundheitspolitik, Sozialpolitik, Wirtschaftspolitik u.a. abgedeckt werden. Ihr vorgestelltes Kurzprogramm läuft in diese Richtung.
Gestatten Sie mir, einige weitere Denkanstöße zu geben:
- Deutschland muss wieder von Deutschland aus regiert werden
(deutsche Interessen stehen wieder im Vordergrund)
- Das von der Bevölkerung geschaffene Volksvermögen verbleibt im Lande
(die dadurch freiwerdenden finanziellen Mittel kommen im Inland dem Gesundheitswesen,
dem Sozialwesen, den Rentenkassen, Lehre und Forschung sowie der Wirtschaft zu gute)
- An die Schalthebel der Macht gehören Fachleute - das Parteibuch darf , wenn überhaupt -
nur eine untergeordnete Rolle spielen
(Verzicht auf Kommissionen, Aktionsprogramme jeglicher Art und selbsternannte
Experten)
- Die Bundeswehr dient ausschließlich der Landesverteidigung
- Die Medien werden zur objektiven und wahrheitsgemäßen Berichterstattung verpflichtet
- Alle politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen haben in erster Linie dem Wohle des
eigenen Volkes zu dienen.
- Schluss mit dem Ökowahn, der unweigerlich zu einer Öko-Diktatur führen wird.
Die Politik muss wieder vom reinen Menschenverstand geleitet werden, frei von rechten, linken und grünen Ideologien. Das Wohl der Menschen in unserem Land sollte dabei an erster Stelle stehen.
Wie sieht es denn heute in Deutschland aus? Zweifelsfrei ist die grüne Ideologie auf den Vormarsch und bestimmt die Politik im Lande.
Henryk M.Broder in der Weltwoche vom 31.032011: „Und so gibt es in der bunten Berliner Republik keine Parteien mehr, sondern nur noch Grüne verschiedener Schattierungen: grüne Grüne, schwarze Grüne, rote Grüne, sogar gelbe Grüne in der FDP, die bei den Landtagswahlen am heftigsten abgestürzt ist“
Der Frust in der Bevölkerung ist groß und das Wählerpotential für eine konservative Partei ist ebenfalls vorhanden. Umfragen bestätigen das.
Man braucht nur die Lesermeinungen in den großen Zeitungen/Zeitschriften wie „Die Welt“, Focus oder Spiegel (die nicht gerade ihr Leserpotential im sogenannten rechten Spektrum haben) lesen, um den Unmut zu den gegenwärtigen Zuständen erkennen zu können.
(Ich habe eine ganze Sammlung davon)
Leider schlägt sich das in den Wahlergebnissen nicht nieder, da wirkliche Alternativen fehlen. Die Leute bleiben eher zu Hause, weil sie sich sagen, es ändert sich doch sowieso nichts.
Das zu ändern ist die Aufgabe einer neuen Vereinigung.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei.
Mit freundlichen Grüßen
D. Liebe (BFD)
Im Anhang eine Vision von Peter Helmes zum Wahlausgang 2013