Man lies tund hört sehr oft in den letzten Jahren und in diesen Tagen erneut von dem in Deutschland vorhandenen Fachkräftemangel. In Zeiten von ungefähr 3 Mill. Arbeitslosen eigentlich eine nicht zu ertragende Feststellung und Diskussion.
Der Fachkräftemangel wird seit Jahren in Deutschland diskutiert und die einfachen und naheliegenden Lösungen werden von der Politik nicht erkannt. Wie würden wir uns fühlen, wenn wir dauernd Vorschläge in den Medien wahrnehmen, dass der Fachkräftemangel nur mit Fachkräften aus dem Ausland zu bewältigen sei? Greifen wir die naheliegende Lösung auf und bilden unsere arbeitsuchenden Bürgerinnen und Bürger fachgerecht und nach Bedarf aus, die auch wieder ein Teil der arbeitenden Gesellschaft sein möchten? Hier reichen keine einfachen Computer- oder Bewerberkurse aus, hier muss ein zukunftsfähiges Konzept her.
Die Finanzierung wäre z.B. aus Steuermehreinnahmen des Bundes sowie durch Verwendung der Steuermittel möglich, die heute sinnlos für das Aufrechterhalten der gescheiterten europäischen Währung ausgegeben werden. Ziel unserer Gesellschaft und unserer Politik sollte es doch sein, dass möglichst viele Menschen in diesem Land in Arbeit stehen, glücklich sind und wieder ein aktiver Teil der Gesellschaft sind. Schließlich sollte es um einen nachhaltigen Einsatz von Fachkräften in der Wirtschaft gehen. Oder sind es die deutschen Arbeitslosen nicht wert, für diese Fachkräftepositionen ausgebildet zu werden?
Mike Stannebein
Fritzlar, 22. Mai 201