Wieder mal muss ein ehemaliger DDR-Schriftsteller herhalten. „Moral ist Angst, dass was passiert“, so schrieb einst Bertold Brecht. So gesehen, leben unsere Politiker in ständiger Angst. Der Bundespräsident braucht nun keine mehr zu haben – es ist raus. Sein dubioser Kredit ist aufgeflogen. Und immer nur häppchenweise zugeben, was alle schon wissen. Anderes hat auch niemand erwartet. Endlich wissen wir was Wulff meinte, als er sagte: „Der Islam gehört zu Deutschland“. Damit meinte er wohl die in islamischen Ländern übliche Bakschisch-Kultur. Gib mir Geld, ich gebe Dir Einfluss oder wenigstens Kontakte. Ackermann, Riester, Rürup, Maschmeier und Co. haben das Land mit ihren Bundestagsmarionetten fest im Griff. An moralische Integrität kann man in diesem Land wahrlich nicht mehr glauben. Was da alles schon im Bundestag saß. Vom Bombenbauer bis zum Stasispitzel war alles schon drin. Da braucht sich Wulff keine Sorgen zu machen, auch wenn sich einige jetzt intensiver mit Wulff`s Frau und deren Vorleben befassen. Die politische Kompetenz wird in unserem Land von Lehrern, Pfarrern, Rechtsanwälten und sog. Beratern bestimmt. Diese Politiker lassen die Gesetze extern von „Spezialisten“ ausarbeiten. Man fragt also die Frösche, wie man einen Sumpf trocken legt. Rürup, Maschmeier und die anderen werden schon die richtigen, gewinnoptimierten Lösungen präsentieren – wie immer.
Deutschland ist bis jetzt am besten in der Krise unterwegs und hat, verglichen mit anderen EU Staaten, die geringste Nettolohnsteigerung zu verzeichnen. Es profitieren andere, nicht die Bürger des Landes. Die werden höchstens zum Zahlen gebraucht. Damit der Bürger still hält, wird er von den Medien sediert. Er bekommt gesagt, was gut und böse ist, auch was er zu denken hat. Wenn die Lage kritisch wird, haben wir ja noch unsere Terrorzelle. Mit Meinungsfreiheit hat der gegenwärtige Zustand der Gesellschaft nichts zu tun. Sind da etwa Symptome eines untergehenden Staates zu sehen? In der DDR wurde die Denkrichtung genau wie heute vorgegeben. Zum Vergleich: In den 60er und 70er Jahren wurden FDJ Aktivisten (so würde man das heute nennen) zum Zerstören der Westantennen unter die Dächer geschickt. Heute wird auf subtilere Art gegen anders lautende politische Meinungen mobil gemacht. Beispiele: Auftritte von Thilo Sarrazin; was da im Vorfeld los ist, war schon öfters Gesprächsgegenstand. Wenn ein Redner, eine Partei, nicht nach meinem Duktus ist, so habe ich noch lange nicht das Recht dem anderen zu attackieren und vielleicht noch den Rechtsstaat heraus zu fordern. Das gilt meiner Meinung nach auch für Demonstrationen gegen offiziell zugelassene Parteien. Was dieser Wahnsinn den Steuerzahler kostet ist märchenhaft. Man stelle sich vor, man organisiert eine Gegenveranstaltung gegen die SPD. Vielleicht unter dem griffigen Motto „Unsre Stadt hat Lügen satt“ oder „Lieber Ideenvielfalt als rot rote Einfalt“. Das Entsetzen in den Medien möchte ich sehen. Keine Angst, liebe SPD, das wird nicht passieren. Das Volk hat die Schuld an Deregulierung der Arbeits- und Finanzmarktregeln schon längst vergessen und glaubt nun, dass ihr das alles gar nicht so gemeint habt und jetzt die richtigen Krisenlöser seid. Der Feind steht auch schon fest – alles was rechts von euch ist. Und schon geht’s los. Gemeinsam mit der FDJlerin Merkel und anderen moralischen Institutionen wie Lügen Wulff, Joschka Molotov Fischer und anderen geht’s gegen rechts. Das ist schick, das macht heut jeder. Statt sich argumentativ den Gedanken der anderen zu stellen, legt Vater Staat Millionenprogramme für den Kampf gegen rechts auf. Nur mit teuren Programmen denkt der Mensch politisch korrekt? Ohne Geld denkt er rechts? Ich habe die Botschaft noch nicht verstanden. Ich verstehe auch nicht, dass man in „Gewalt von rechts“ und „Gewalt von links“ unterteilt. Gibt es „gute“ und „schlechte“ Verbrechen?
Das Gewaltmonopol hat einzig und allein der Staat. Ich verlange, dass die Einäugigkeit in der Verbrechensbekämpfung nicht weiter thematisiert, sondern abgeschafft wird. Es gibt viel, was ich nicht verstehe. Dafür habe ich verstanden, wie der Kampf gegen rechts auch im Verborgenen geführt wird, eine Art Printmedienkrieg. In großen Einkaufscentern werden die Betreiber von Zeitungsläden aufgefordert, den Drehständer mit den Zeitschriften „Deutsche Nationalzeitung“, „Junge Freiheit“ und ähnliche nach hinten zu drehen. Das versicherte mir ein Verkäufer. Ich hab`s ausprobiert und eine „Junge Freiheit“ gekauft. Prompt kam der Zeitungsmensch und drehte den Ständer zurück. Das wird jetzt mein neuer Sport – Ständerdrehen.
So ist das eben mit einer Politik, die den Interessen eines Geldsystems dient und sich nicht dem Wohl des Volkes verpflichtet sieht. Die Eigenwahrnehmung der Damen und Herren Politiker ist gewiss ganz anders. Sarkozy als Franzose sollte mal über einen anderen französischen Politiker nachdenken.
„Wenn eine Regierung hinsichtlich des Geldes von den Banken abhängt, dann kontrollieren diese und nicht die Führer der Regierung die Situation, da die Hand, die gibt, immer über der Hand steht, die nimmt. Geld hat kein Mutterland; Finanziers verfügen weder über Patriotismus noch Anstand; ihr einziges Ziel ist der Gewinn.“ Napoleon Bonaparte
In diesem Sinne Frohe Weihnachten uns allen. Pflegen sie unsere alten Traditionen und Bräuche. Das ist ein Rückzugsgebiet, was uns keiner nehmen kann.
Roland