Europa?
Vaclav Klaus – der wahre Europäer!

 

In dem erst kürzlich erschienenen  Buch „Europa?“ von Vaclav Klaus legt der Autor schonungslos und mit brillianter Klarheit die Defizite des heutigen Europas offen.
Er belegt faktenreich und mit den Augen eines Volkswirtes in dem gut strukturierten Werk,
wie sehr die Säge in Europa klemmt.
Sein Haupttenor und das zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, Europa befindet sich gegenwärtig auf einem gewaltigen Irrweg.
Mit dem Integrationprozeß und dem Transfer von Kompetenzen nach Brüssel bekommen wir statt mehr Demokratie weniger und ein Paradies für die Exekutive (Bürokraten). „Die Hauptfigur der EU ist nicht der Bürger, sondern der Beamte“.
Statt mehr Freiheit und Beteiligung der europäischen Bürger werden ungewählte Repäsentanten wie die von den Regierungen eingesetzten Kommissare oder der Ratspräsident van Rompuy sowie die für die Außenpolitik eingesetzte Lady Ashton dem Bürger als europäische Errungenschaften untergejubelt. Das ist Demokratie in homöopathischer Dosierung.
Europa war immer ein Kontinent der Vielfalt – jetzt bald nur noch Uniformiertheit durch Harmonisierung und Standardierung – wollen wir das?
Vaclav Klaus prangert schonunglos die mangelnde Einbeziehung der Bürger bei der Abstimmung des Lissabon-Vertrages an.
Er sieht jedoch nicht nur in Europa die Freiheit und Demokratie bedroht, nein, auch unsere Prosperität. Europa verfängt sich immer mehr in Ideologie.
Der hohe Anspruch Europa im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts zur stärksten Wirtschaftsregion zu entwickeln – dieser Anspruch ist geplatzt wie eine Seifenblase im Wind.
Klaus spricht es offen aus „dass das heutige wirtschaftliche System der EU ein System des unterdrückten Marktes und der kontinuierlichen Stärkung der zentralen Lenkung der Wirtschaft ist.“ Mit einer nie gekannten Regulierungswut und Einschränkungen von Freiheiten will Europa gegen aufstrebende Volkswirtschaften ankämpfen. Sein Tenor – das muss scheitern!
Klaus ist ein gebranntes Kind durch sein Erfahrung im sozialistischen System der ehemaligen
CSSR. Er wird nicht müde das immer wieder zu betonen.
Klar und präzise nimmt er Stellung zum Euro und der Eurozone. ....“Wenn jedoch die Währungszone nicht die optimale Währungszone ist, dann kann es eben nicht anders sein, als daß die Kosten für deren Schaffung und Erhaltung die Erträge übersteigen, die deren Funktionieren mit sich bringt“. Der deutsche Steuerzahlger muss das gerade schmerzlich erleben (Rettungsschirm).
Im letzten Drittel  des Buches scheut sich Vaclaw Klaus nicht, auch solche Themen wie
Multikulturalismus, Ökologismus, Europäismus kritisch zu hinterfragen  – also alles Begriffe, die die heutigen politischen Korrekten wie ein Monstranz vor sich her tragen und die dem Bürger ohne wenn und aber als Segnungen verkauft werden – hier fühlt Klaus mit dem Bürger, weil die so Beschenkten das in großer Mehrheit anders empfinden.

Mein Fazit – wer ein Europa der Bürger will, braucht mehr Politiker vom Schlage Vaclav Klaus – ein wahrer Europäer!

Marianne Spring, Cottbus
Februar 2011