Der Wahltriumph, von 4% bei der letzten Reichstagswahl auf 19%, hat den Eurokraten einen Schock versetzt, denn wenn die „Wahren Finnen“ mit in der Regierung sitzen, dann sieht es um den Euro und die ganze EU schlecht aus. Eine finnische Regierung, die sich quer stellt, kann die EU blockieren und den Auflösungsrozeß beschleunigen.
Endlich hat eine Partei, die offen den Euro und die EU ablehnt, einen politsischen Sieg errungen und sitzt in der höchsten Volksvertretung. Das ist das Signal an Europa: der Widerstand gegen die EU wird vom Wähler belohnt. Viel schlimmer als die unmittelbaren finanziellen Auswirkungen ist für die Eurokraten die Signalwirkung. „Es reicht schon, wenn das ganze auf Deutschland überspringt, schrieb einer von ihnen.“ Und das ist wahr. Der Widerwille der Mehrheit der Bürger gegen die EU und den Euro ist so groß, daß eine Partei, wenn sie Klartext sprechen würde, auch in Deutschland einen Triumph feiern könnte.
„Wir waren zu weich gegenüber Europa“, sagte der Parteichef Timo Soini und trifft damit haar-genau die Schwäche der deutschen Opposition. Und dabei braucht man nur das zu machen, was die Mehrheit der Bürger will. „Das Volk weiß es besser“, das ist auch die Meinung der demokratischen Oppositionsparteien, die einen Volksentschied über die weitere Mitgliedschaft Deutschlands in der EU fordern. Also, wachen wir auf und handeln wie die „Wahren Finnen“.