Der Gedanke ist so entsetzlich, daß man ihn kaum zu denken wagt. Aber es sind nicht nur „unsichere“ Verschwörungstheoretiker, die so etwas glauben, sondern ernstzunehmende Fachleute, z.B. der Mikrobiologe und Lehrstuhlinhaber in Halle, Prof. Dr. Alexander Kekule, der gemäß „Welt Online“ darauf hinweist, man müsse bei der Ursachenforschung auch den „schlimmsten Fall“ einbeziehen, daß das Bakterium von Menschenhand ausgestreut wurde.
Aus der Flut von Meldungen werden Argumente und Gegenargumente gegen diese These zusammengetragen und bewertet. Es fällt auf, daß der Gedanke an einen „Bio-Anschlag“ von den „Bösen“ wie Taliban oder ähnliche Organisationen kaum ausgesprochen wird. Auch die Möglichkeit, daß der Keim aus einem Forschungslabor „entwischt“ ist, wurde offensichtlich nicht in die Ursachensuche einbezogen.
Da kann niemand den Verdacht verübeln, daß die Ursache gar nicht gefunden werden soll.
Einleitung
Wir kennen es ja schon, daß die Menschheit wellenweise mit Panik erzeugenden Warnungen überschwemmt wird. Dazu bringt News.de, 31.05.11, eine Reihe von Bildern, darunter BSE, das es anscheinend gar nicht mehr gibt(?!), die Vogel- und Schweinegrippe, an der nicht mehr Menschen erkrankten als an „normaler Grippe“, gegen die aber ein bedenklicher Impfstoff angeboten wurde, und schließlich der kürzlich hochgespielte Dioxin-Gehalt in Hühnereiern.
Im Falle des EHEC-Erregers sind nun aber eindeutig ernste Folgen eingetreten. Es hat zahlreiche Tote gegeben, und es sind bei der Erkrankung auch schwere bleibende Gesundheitsschäden zu befürchten. Somit kann man nicht von Panikmache sprechen. Aber ob die Ursachenforschung ohne Tabus erfolgt, ist mehr als fraglich.
Es ist selbstverständlich, daß Warnungen ergehen und Schutzanweisungen herausgegeben werden, wie die Gefahr des Infizierens verringert werden kann. Unzulässig sind aber voreilige Beschuldigungen, wer der Verursacher ist. Dadurch werden Berufsstände, die Gemüsebauern in Deutschland, vorzugsweise in Norddeutschland, und die auf Gurkenexport eingestellten spanischen Bauern geschädigt.
Kein Anrecht auf körperliche Unversehrtheit
Eine merkwürdige allgemeine Bemerkung in der „Mitteldeutschen Zeitung“ vom 26.05.11 zu EHEC sei vorangestellt, denn sie ist nur verständlich, wenn menschlicher Eingriff erfolgte:
Halle (ots) - Da fürchten wir uns neuerdings – völlig zu Recht – vor Mücken aus den Tropen, die Viren einschleppen könnten. Dabei lauert die Gefahr unter uns. EHEC-Bakterien kommen nicht aus Afrika oder Asien. Sie wohnen in unserem Darm. EHEC sind E.coli-Bakterien, die sich angeeignet haben, ein bestimmtes Gift zu produzieren. Und E.coli-Bakterien haben einen Stammplatz im menschlichen Verdauungssystem. Das wiederum zeigt: Totale Sicherheit ist eine Illusion. Die sieben friedlichen Jahrzehnte in Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben für eine so stabile Watteschicht aus Wohlstand, Frieden und Sicherheit gesorgt, daß viele von uns fälschlich meinen, körperliche Unversehrtheit stehe ihnen zu.
Es ist völlig richtig, daß uns „körperliche Unversehrtheit“ nicht einfach zusteht und nie völlig gesichert werden kann. Aber jeder kann und muß etwas für die eigene und die Unversehrtheit anderer tun, und er muß auch darauf achten, daß nicht andere diese Unversehrtheit fahrlässig oder böswillig gefährden. Was soll jedoch in diesem Zusammenhang der Hinweis auf die „sieben friedlichen Jahrzehnte in Deutschland“? Es war nicht die Entscheidung der Bakterien, daß sie uns 70 Jahre den Eindruck vermittelten, die „Watteschicht aus Wohlstand, Frieden und Sicherheit“ bleibe auf ewig bestehen. Es war das Werk der Meinungsformer! Unter dem Schutzschild des Wohlstands konnten die Weltmächtigen den verhängnisvollen Weg zu einer neuen Weltordnung beschreiten. Deren Kennzeichen ist die Massenversklavung der Menschheit an die Hochfinanz. Und die vollzieht sich, ohne daß die „freiheitsseligen“ Bürger die gefährliche Entwicklung durchschauen.
Und die pauschale Behauptung, die EHEC-Bakterien wohnen in unserem Darm, trägt den Erforschungen nicht Rechnung, daß es sich um eine bisher – jedenfalls in unseren Breiten – unbekannte Form des Bakteriums handelt, das der Auslöser für die schwere bis tödliche Krankheit ist.
Die Schlußfolgerungen aus diesem Artikel sind nicht leicht zu ziehen, aber wenn man das Gesagte logisch durchdenkt, kann man das mittelbare Eingeständnis eines „Angriffs von Menschenhand“ daraus erkennen. Und daher ist es wichtig. das Thema genauer zu verfolgen!
Wie fing alles an? – Mit Entsetzen, Rätseln und Beschuldigungen
Es traten Krankheitsfälle mit Blut im Darm und Nierenversagen auf. Man erkannte bald, daß der Erreger zum EHEC-Stamm gehörte. Das bekannte EHEC-Bakterium ist als ziemlich harmlos eingestuft, wenn seine Folgen auch unangenehm sind und es in schweren Fällen klinischer Behandlung bedarf (Tropf). Da jetzt aber eine epidemisch um sich greifende Krankheit vorlag, wurden die Entdeckung eines EHEC-Bakteriums auf spanischen Gurken und sein Vorkommen auch in Gülle vorschnell als „Auslöser“ der Krankheit angenommen.
So meldet „Spiegel Online“, 25.05.2011:
Ehec-Erreger: Behörde warnt vor norddeutschem Gemüse
Die lebensbedrohliche Darmerkrankung breitet sich immer dramatischer aus. Jetzt warnt das Robert-Koch-Institut davor, rohe Tomaten, Salatgurken und Blattsalate aus Norddeutschland zu essen – doch ob diese Gemüse der Auslöser sind, ist keinesfalls sicher.
Das RKI weist jedoch auf die Möglichkeit hin, daß auch andere Lebensmittel als Infektionsquelle in Frage kommen. Damit ist die Möglichkeit, sich zu schützen, erheblich verringert, denn essen muß der Mensch ja etwas, wenn er leben will.Der Hauptverdacht lag aber eindeutig auf Gemüse als Auslöser. Denn die Erkrankten in der Studie hätten diese Gemüsesorten deutlich häufiger gegessen als gesunde Studienteilnehmer.
Die Angaben zum Krankenstand
Am 25.05.11: In Norddeutschland hat es am Mittwoch zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Ehec gegeben. Eine 41 Jahre alte Frau aus dem Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen und eine 89jährige Frau aus Schleswig-Holstein starben. Insgesamt stieg die Zahl der Todesopfer in Verbindung mit Ehec damit auf vier. Auch die Zahl der Erkrankungen und Verdachtsfälle nahm am Mittwoch weiter zu.
Nach Angaben des RKI stieg die Zahl der schweren Fälle inzwischen auf 140, insgesamt sollen 600 Menschen erkrankt sein. Am Dienstag (einen Tag zuvor) waren es noch etwa 460. Es gebe so viele Erkrankte pro Woche wie sonst in einem Jahr. „An sich muß das jetzt abfallen, das kann nicht weitergehen“, sagte Burger weiter. Doch gilt das laut RKI nur dann, wenn nun ein Verursacher-Lebensmittel gefunden wird oder es sich eben um ein Lebensmittel von kurzer Haltbarkeit handelt.
Aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) waren sehr ernste Töne zu vernehmen: Man befürchtet, daß dort Ehec-Patienten sterben werden. „Wir müssen damit rechnen, Patienten zu verlieren“, sagte der Nierenspezialist Rolf Stahl. Es gebe einige schwer Erkrankte am UKE. Nach Angaben des Krankenhauses werden derzeit 33 Erwachsene und 14 Kinder behandelt. Der ärztliche Direktor Prof. Jörg Debatin sagte, es sei die größte Herausforderung für das Krankenhaus seit mehreren Jahren.
Vorwurf: Düngung des Gemüses mit Gülle ist schuld
Ist dieser Vorwurf haltbar? Dazu findet man unter NewsExperten, 25.05.2011, 12:29, den Beitrag:
„EHEC-Erreger im Gemüse – Bauern streiten Vorwürfe ab“
Der Vorwurf wird gleich in Frage gestellt, wenn es heißt:
Die genaue Quelle des EHEC-Erregers ist unbekannt. Also geht es hier um Vermutungen. Aber dann wird argumentiert: Das Darmbakterium stammt eigentlich von Nutztieren. Die Bauern stehen nun im Verdacht, EHEC mittels Gülle-Düngung in das Gemüse gebracht zu haben. Denn ungewaschenes Gemüse gilt derzeit als wahrscheinlichste Quelle für die Infektion.... Sind die Bauern also an der gefährlichen Infektionswelle schuld? Nach Meinung der Bauern eindeutig nein! „Da wird gemutmaßt, daß EHEC-Erreger über Gülle auf das Gemüse gespritzt worden sei. Dabei ist es total abwegig, Gemüse mit Gülle zu düngen. Gülle wird nur auf Getreide-, Mais- oder Rapsäckern versprüht, aber noch bevor ausgesät wird.”, sagte ein Sprecher der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Münster.
Die Bauern erhielten noch weitere Unterstützung in der Abwehr gegen die höchst vagen und schädigenden Vorwürfe:
Auch Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner nahm die Bauern in Schutz. Es gebe keinen belegten Zusammenhang zwischen Gülle und den Infektionen. Zudem seien die Berichte, wonach die unsachgemäße Düngung mit Gülle die EHEC-Erkrankungen ausgelöst haben sollen, reine Spekulation.
Als Quelle wird „© MartesiaBezuidenhout - Fotolia.com“ angegeben.
Der notwendige Rückzieher
Ab dem 01.06.11 ist der Blätterwald voll von Berichtigungen über die ersten Meldungen. Besonders im Vordergrund steht die Forderung nach Schadenersatz. Betrachtet werden die Meldungen von:
1. „Hamburger Abendblatt“, 01.06.11, „Spaniens Gurken doch nicht schuld an EHEC“ (1)
2. „NewsExperten“, 01.06.2011, 13:28, „Spanien will Schadenersatz für irrtümliche EHEC-Warnung“ (2)
3. „sueddeutsche.de“, 02.06.2011, 17:33, „Ehec: Wirtschaftliche und politische Folgen – Gurken gegen Europa“, ein Kommentar von Cerstin Gammelin (3)
4. „sueddeutsche.de“, 03.06.2011, 07:49,
„Darmkeim Ehec: Vorwürfe gegen Deutschland, Merkel verteidigt deutsche Behörden“ (4)
Aus den Überschriften erkennt man, daß der Schadenersatzgedanke immer mehr in den Vordergrund tritt. Natürlich steht die Gesundheit der Menschen an oberster Stelle, aber wenn bei Behörden-Warnungen die nötige Sorgfalt fehlte, dann ist das bedauerlich, denn es geht ja nicht nur um materiellen Vorteil, auf den man verzichten könnte, sondern um die Existenzgrundlage mancher Bauern. Und da scheint den spanischen Bauern, die ihre Regierung im Rücken haben, eher das Recht auf Schadenersatz zugesprochen zu werden als den deutschen „Salat-, Gurken- und Tomaten-Bauern“, die ebenfalls durch unausgegorene Warnungen in große Schwierigkeiten gebracht werden.
Vor allem ist zu beachten, daß der Widerruf mit dem Makel der Fragwürdigkeit belastet ist, wenn vorher von derselben Stelle ausgesprochene Warnungen gut begründet schienen. Der Widerruf beseitigt also keineswegs die erzeugte Furcht. Die anfängliche Verunsicherung wirkt sehr nach und damit bleibt das Meiden gewisser Gemüsesorten bestehen!
Unter (1) wird über die wissenschaftliche Erkenntnis berichtet, daß der gefährliche EHEC-Erreger nicht mit dem, der auf den spanischen Gurken gefunden wurde, übereinstimmt. Aber damit ist das Problem nicht gelöst, denn das Rätselraten um Auslöser der Epidemie geht weiter. Der Gedanke, daß auch Tiere und Menschen Überträger sein können, ist eigentlich eine Binsenweisheit, wenn ein Bakterium die Ursache der Erkrankung ist. Es heißt:
Hamburg. Die Suche nach dem Auslöser der EHEC-Epidemie beginnt wieder von vorn. An zwei aus Südspanien an den Hamburger Großmarkt gelieferten Gurken hat das Hamburger Hygiene-Institut den Durchfallerreger zwar entdeckt - doch nach weiteren Laboranalysen stellte sich jetzt heraus, daß es sich dabei nicht um den Untertyp O104 handelt, der für die aktuellen Krankheitsfälle verantwortlich ist. „Unsere Hoffnung, die Quelle der schweren Komplikationsfälle mit dem Hämolytisch-urämischen Syndrom zu entdecken, hat sich nicht erfüllt", sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD).
Das ist erst einmal eine bedauerliche Meldung, aber es ist trotzdem von Nutzen, daß nicht mehr ein falsches Bakterium als die Ursache für die sehr gefährliche Krankheit angesehen wird. So können wir der Ministerin nicht zustimmen, wenn gemeldet wird:
Sie verteidigte die Entscheidung, die Namen der spanischen Produzenten zu nennen: „Die spanischen Gurken trugen einen anderen EHEC-Keim und waren daher ebenfalls gefährlich." Wenn dieser Keim aber nicht nur zu diesem Zeitpunkt, sondern sehr viel häufiger auf Gemüse vorkommt und selten und nur vergleichsweise harmlose Erkrankungen erzeugt, ist die Verhältnismäßigkeit der Mittel bei der Warnung nicht gewahrt worden.
Unter (2) heißt es: „Spanien will Schadenersatz fürirrtümliche EHEC-Warnung“
Die Empörung in Spanien ist groß: Nachdem bekannt wurde, daß die spanischen Salatgurken doch nicht die Quelle des gefährlichen Darmkeims sind, wollen die spanischen Landwirte und Gemüsehändler den wirtschaftlichen Schaden ersetzt haben und stoßen bei der Regierung in Madrid auf offene Ohren. Dazu wird bemerkt: Es geht um viel Geld. Denn seit der Warnung vor spanischen Salatgurken als Quelle der EHEC-Infektionswelle würden die Landwirte und Gemüsehändler auf der iberischen Halbinsel wöchentlich 200 Millionen Euro verlieren. Dies behauptet deren Verband.In (3) wird die Angelegenheit von der sarkastischen Seite betrachtet:
Es ist faszinierend zu beobachten, wie eine simple Gemüsesorte ganz Europa aufmischen kann. Seit Jahren dient die Gurke als Beweis für europäische Bürokratie. Brüsseler Beamten wird gern vorgeworfen, sie hätten nichts Besseres zu tun, als den Krümmungsgrad der Frucht vorzuschreiben. Der Vorwurf hält näherem Hinsehen zwar nicht stand, aber trotzdem bleibt das hartnäckige Gerücht in der Welt. Und jetzt sorgt die Gurke sogar für ernsthaften Ärger. Hat die „EHEC-Bedrohung“ den Nebenzweck, in Europa Uneinigkeit zu vermehren? Sie besteht nämlich auf wirtschaftlichem Gebiet bereits, wie französische Anklagen gegen deutsche Exporte beweisen!
In (4) wird das ganze Ausmaß der Verstimmung und Verunsicherung zum Ausdruck gebracht. Eine gewisse Widersprüchlichkeit spricht aus der Überschrift: „Spanien fordert Schadenersatz, Rußland stoppt alle Importe“: Während sich die Westeuropäer über voreilige panische Sicherheitsmaßnahmen beschweren, stoppt Rußland seine Gemüseimporte nach der Meldung, daß der Erreger auf dem Gemüse nicht der Auslöser der schweren Krankheit war.
Nun kann die Entscheidung Rußlands aber auch darauf beruhen, daß es der deutschen Entwarnung nicht traut. Und daran ist wohl der Verdacht schuld, daß die BRD-Stellen nicht alles sagen, was sie wissen. (Siehe dazu EHEC als biologische Waffe absichtlich verbreitet?)
Zunächst aber noch ein Auszug aus (4)
Spanische Bauern sind wütend, Verbraucher in ganz Europa verunsichert - jetzt wird die Ehec-Krise auf höchster politischer Ebene verhandelt: Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigte in einem Telefonat mit dem spanischen Regierungschef Zapatero das Vorgehen deutscher Behörden. Auf der Suche nach einem Medikament gegen das gefährliche Darmbakterium erwarten Forscher einen Durchbruch – und zwar bald.
Merkel meinte nach dem Gespräch mit Zapatero, sie seien sich einig gewesen, daß es jetzt vorrangig darum gehe, die Infektionsquelle des Ehec-Erregers zu identifizieren, um weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergreifen zu können. Der spanische Innenminister Alfredo Pérez war da wohl nicht ganz der gleichen Meinung wie der Regierungschef. Rubalcaba äußerte: „Wir schließen ein Vorgehen gegen die Behörden, die die Qualität unserer Produkte in Frage gestellt haben, nicht aus.” Und Merkel erklärte auch, sie werde sich um die Entschädigung der Betroffenen auf europäischer Ebene kümmern. Ob der deutsche „EU-Nettozahler“ auch etwas von der Entschädigung abbekommt, ist fraglich. Auf jeden Fall wirken sich Fehler in der Behandlung dieses Themenkreises nicht nur für persönlich Betroffene, sondern auch auf die ohnehin angeschlagenen Staatsfinanzen ungünstig aus. Wie erwähnt heben wir die wirtschaftlichen Gesichtspunkte nur wegen des Verdachts so hervor, daß Staatsstellen mehr über die Ursache wissen und dieses Wissen aus politischen Gründen verheimlichen.
Dürftige Datenlage
Die Wissenschaftler bemühen sich sehr um eine Aufklärung, sind mit den Erfolgen aber nicht zufrieden. Es wurde auch von der hohen seelischen Belastung von Ärzten berichtet, die gerade junge, vorher ganz gesunde und körperlich leistungsfähige Mädchen und Frauen bei Befall mit dem Erreger dahinsiechen sehen. Dazu heißt es in der FAZ, 04.06.11, S. 11, „EHEC ist entziffert, aber noch längst nicht entschlüsselt“: Bis die Patienten ins Krankenhaus kamen, waren sie kerngesund und meist sportlich-fit und schlank.
In (4) hieß es u.a. auch: Auf der Suche nach Therapie und Schutz gegen das gefährliche Darmbakterium Ehec erwarten Forscher in der kommenden Woche konkrete Ergebnisse. „Wir erhoffen uns im Laufe der nächsten Woche Hinweise zur Verhinderung weiterer Infektionen“. sagte Professor Dag Harmsen vom Universitätsklinikum Münster in HR-Info.
Zunächst müsse geklärt werden, was den Ehec-Keim so aggressiv mache. Dazu liefen derzeit verschiedene Untersuchungen. „Wir rechnen damit, daß wir bald genügend Daten haben, um Hinweise auf die Ursache der Aggressivität dieses Klons geben zu können“, sagte Harmsen. Mit den bisherigen Erkenntnissen könne Patienten noch nicht geholfen werden.
Woher der Ehec-Erreger genau komme, sei noch nicht geklärt. Die genauere Kenntnis des mutierten Bakteriums und Vergleichsuntersuchungen an anderen Keimen werden aber Hinweise auf den Ursprung zulassen. Hieraus erkennen wir, wie sich die Ärzte in der Forschung bemühen, schnellstens Abhilfe schaffen zu können. Das aber ist wegen der dürftigen Datenlage schwierig. Dadurch wird bestätigt, daß es sich um einen Sonderfall handelt und die Ursachenermittlung in alle Richtungen ausgedehnt werden muß.
In der FAZ, 04.06.11, S. 35, dagegen schmäht Joachim Müller-Jung die Forscher. Unter „Wascht uns die Köpfe, aber auch den Salat“ lautet der Vorspann: „Bei der Bewältigung der EHEC-Krise spielen die Experten eine fragwürdige Rolle. Was wissen sie schon? Man kümmere sich besser um die eigene Hygiene.“ Ob der Kommentator auch so sprechen würde, wenn er infiziert auf der Intensivstation läge und die Ärzte nur mit den Schultern zuckten?
Im Text steht dann jedoch der Satz: Jetzt wissen wir, daß es sich um einen Hybrid-Klon handelt, eine Mischung aus unterschiedlichen EHEC-Coli-Stämmen mit genetischen Abweichungen, die den Erreger zum giftigen Superkeim verwandeln.
„Fragwürdige“ und „nichts-wissende“ Experten hätten diese Teilerkenntnis sicher nicht gewonnen. Die Forscher beklagen allerdings – wie erwähnt – die „dürftige Datenlage“. Das ist bereits ein eindeutiger Hinweis, daß die „Seuche“ nicht durch die bekannten EHEC-Erreger verursacht wird.
Angst vor einer objektiven Untersuchung?
Ein EHEC-Krisenstab wird zunächst abgelehnt. Wie ist das angesichts der tödlichen Gefährdung von mindestens einigen hundert Patienten erklärlich?
Untersuchungsausschüsse und Krisenstäbe werden oft einberufen, um einen unangenehmen Fall durch langes Hin-und-Her-Gerede für die Öffentlichkeit uninteressant zu machen. Aber Politiker können Krisenstäbe auch ablehnen, weil bei genauerer Betrachtung eines Falles etwas ans Licht kommen könnte, was man unbedingt verschweigen möchte. So ist die Ablehnung eines Krisenstabes für EHEC schon etwas ungewöhnlich. NDR Info, 25.05.2011, 19:15, meldete:
Berlin. Die Bundesregierung wertet die schnelle Ausbreitung des EHEC-Erregers als bedrohliche Situation. Gesundheitsminister Bahr sagte, es sei bemerkenswert, daß die Krankheit in so vielen Fällen einen schweren Verlauf nehme. In der aktuellen Lage halte er besondere Vorsicht für geboten. Die Einrichtung eines gesonderten Krisenstabes aus Anlaß der zahlreichen Erkrankungen mit EHEC lehnte der FDP-Politiker jedoch ab. Die bestehenden Einsatzmechanismen reichten aus, sagte Bahr zur Begründung. Das Robert-Koch-Institut registrierte inzwischen etwa 140 Fälle, in denen die Krankheit einen schweren Verlauf nahm. Die Quelle der Infektionen ist noch unklar. (Diese Meldung ist am 05.06.11 nicht mehr abzurufen.)
Daß die bisherigen Einsatzmechanismen nicht ausreichen, beweist die Unsicherheit bei der Ursachensuche.So wird von „stern.de“, 05.06.11, gemeldet: „Schwieriger Kampf gegen Ehec-Epidemie – In den Kliniken wird die Versorgung eng“.
Gesundheitsminister Bahr räumt ein: Die Kliniken im Norden sind bei der Versorgung der Ehec-Patienten überlastet. Bei Suche der Erreger-Quelle geraten nun auch Biogasanlagen ins Visier – also gibt es einen neuen Verdächtigen!
Arbeiten bis an die Belastungsgrenze: In vielen Kliniken Norddeutschlands herrscht wegen Ehec seit Wochen der Ausnahmezustand (© Bodo Marks/DPA). ...
Und dann wird es plötzlich doch für notwendig befunden, einen Ehec-Krisengipfel einzuberufen.
Bahr will sich im Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf (UKE) einen Überblick zur Versorgungslage von Ehec- und HUS-Patienten verschaffen. Im UKE werden zahlreiche an dem Darmkeim Erkrankte intensivmedizinisch versorgt. Für kommende Woche ist ein Ehec-Krisengipfel mit Bahr und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) sowie mit den Fachministern der Länder geplant. Wann genau und wo dieser stattfinden wird, wird laut Gesundheitsministerium noch geprüft.
Die SPD kritisierte unterdessen erneut das Krisenmanagement der Regierung zu Ehec. Ministerien, Bundesbehörden, Bundesländer, Kliniken und Gesundheitsämter arbeiteten unkoordiniert nebeneinander her, ohne daß eine klare Linie erkennbar ist, monierte der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann. Die SPD habe frühzeitig die Einrichtung eines Krisenstabs im Gesundheitsministerium gefordert. Dies sei abgelehnt worden.
Der Streit zwischen Regierung und Opposition verstärkt den Verdacht, daß etwas verschwiegen werden soll. Als Opposition kann man punkten mit Forderungen, die einem gar nicht so wichtig sind und die ohnehin nicht sofort erfüllt werden.
Der Virologe Prof. Dr. Alexander Kekule von der Universität Halle lenkte den Blick darauf, daß die Ursachenforschung sehr vielfältig sei. Er nannte den aktuellen Ausbruch im „Tagesspiegel“ ungewöhnlich und beunruhigend. Das heißt aber doch, daß eine naheliegende Erklärung nicht vorliegt. Die auch als HU-Syndrom (HUS) bekannte Erkrankung sei selbst bei betroffenen Kindern und bei gesunden Erwachsenen normalerweise eher selten. Als „Worst Case“ (als schlimmsten Fall) könne nicht ausgeschlossen werden, daß das Bakterium absichtlich in Umlauf gebracht worden sei.
Kekule drückt sich hier ganz vorsichtig aus, aber er zieht auch das absichtliche Verbreiten in Betracht, nicht nur, daß einem Forschungslabor etwas „entwischt“ sein könnte.
Inzwischen haben nämlich – nicht die großen Medien, sondern wache Einzelpersonen – darüber berichtet, daß das militärische Forschungslabor in Munster mit Bakterien-Identifizierung und -Züchtung beschäftigt ist, die in Deutschland praktisch nicht vorkommen, mit denen die deutschen Soldaten bei den zunehmenden Auslandseinsätzen jedoch in Berührung kommen könnten. (Ehec-Rätsel gelöst? Informationen über ein geheimes B-Waffen-Forschungsprojekt der Bundeswehr – Udo Ulfkotte. Zugehöriger Hinweis: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/ehec-raetsel-geloest-informationen-ueber-ein-geheimes-b-waffen-forschungsprojekt-der-bundeswehr.html)
Wir verlangen nicht, daß der Kopp-Verlag als zuverlässige Quelle anerkannt wird. Aber wir halten es angesichts der Gefahrenlage für unverzichtbar, daß zu diesen Aussagen offiziell Stellung genommen wird!
In diesem Zusammenhang sind die Berichte von „Short News“ 04.06.11 (5) und stern.de, 03.06.11, 23:14 Uhr, (6) zu beachten.
(5) meldet: „EHEC-Erreger: Forscher entdeckten eine Verbindung zu afrikanischem Bakterium“
Nachdem Forscher vor kurzem das Erbgut des EHEC-Erregers entschlüsselten, wurden nun auch weitere Details bekannt, die den Keim noch aggressiver als bisher gedacht machen. Professor Stefan Schreiber vom Uniklinikum Schleswig-Holstein berichtet jetzt, daß sich der EHEC-Erreger mit einem aus Zentralafrika stammenden gefährlichen Bakterium verbunden hat, welches Darmentzündungen auslöst. Der Professor sagte: „Der afrikanische Keim hat alle heimtückischen Eigenschaften, um sich im Darm zu verhaften, ihn maximal zu entzünden, zusätzlich produziert er Toxine, die HUS und schwere neurologische Nebenwirkungen verursachen.“ Die Ärzte prüfen nun die Antibiotika-Resistenz des Bakteriums. Dazu wird gemeldet, daß sich die Krankheit in einigen Fällen durch Antibiotika verschlimmerte. Eine Erklärung wäre, daß das Bakterium zwar abgetötet wird, aber im Todeskampf – verstärkt – Toxine ausstößt, die den menschlichen Körper in Bedrängnis bringen.
In (6) wird zusätzlich die Bemerkung eines Gastroenterologen angeführt: Wie sich das neue Bakterium gebildet hat, ist dem zufolge unklar. „Das ist ein Gen-Experiment der Natur.“
Nun kann der Mensch nicht alles, was die Natur kann, aber doch schon sehr viel. Und bei der wissenschaftlichen Erforschung von Keimen werden auch Kreuzungsmöglichkeiten untersucht, da sich dadurch – wie im vorliegenden Fall – ein ganz gefährlicher Vertreter bilden kann.
Der Schnellschluß der Behörden, daß die Erreger, die auf spanischen Gurken entdeckt wurden, für die schwere Krankheit verantwortlich sind, weil man sie in Norddeutschland gefunden hat, ist abwegiger als der Verdacht, daß aus einem in Munster gelegenen militärischen Hochsicherheitslabor etwas entwichen sein könnte, daß sich über nach Hamburg geliefertes Gemüse weiter ausgebreitet hat.
Ist so etwas denn überhaupt denkbar? Wir erinnern hier an einen Fall von vor 30 Jahren in Spanien. Dort war in einem US-Labor in Madrid offensichtlich ein Gefahrstoff entwichen. Es gab eine ganz unscheinbare erste Meldung, daß Experten aus den USA eilig eingeflogen wurden. Danach hörte man nur noch etwas von einer Speiseölvergiftung, durch die die Krankheitsfälle entstanden seien. Es handelte sich aber um eine stark ansteckende Krankheit. Also hätte das Speiseöl mit „sachfremden“ Bakterien vergiftet gewesen sein müssen. Beim „Vergammeln“ von Ölen und Fetten bilden sich u.W. nur gefährliche Schadstoffe, an denen der Mensch sterben kann, aber keine ansteckenden Keime. Entsprechend wehrte sich auch der verdächtigte spanische Ölproduzent!
Weitere Verdachtsmomente beleuchtet
Bei der Fahndung nach der Ehec-Quelle weist eine mögliche Spur nach Lübeck: Wie das ZDF berichtet, sind bei drei Gruppen, die in demselben Restaurant gegessen haben, später Ehec-Fälle aufgetreten. Das Lokal wurde von den Gesundheitsbehörden bereits untersucht - nach Angaben von Gastronom Joachim Berger jedoch ohne Befund.
Einige Veterinär- und Labormediziner halten eine Herkunft des tödlichen Ehec-Erregers aus Biogasanlagen für möglich. In den Gär-Behältern der immer zahlreicher werdenden Biogasanlagen entstünden Bakterien, die es zuvor noch nie gegeben habe, sagte Bernd Schottdorf, Gründer des mit 1500 Mitarbeitern größten privaten europäischen Medizinlabors Schottdorf MVZ in Augsburg, der „Welt am Sonntag“. Die Bakterien kreuzen sich Schottdorf zufolge in den Anlagen und verschmelzen miteinander. „Was da genau passiert, ist weitgehend unerforscht." Diese noch nie dagewesene Mischung aus Krankheitserregern werde dann als Düngemittel auf die Äcker gebracht.
Ein Sprecher des Verbraucherschutzministeriums reagierte zurückhaltend: „Das ist pure Spekulation.“ Es gebe keinerlei Ansatzpunkt für diese These.
Schottdorf hält es deshalb für dringend nötig, die Biogasanlagen in Deutschland schnell auf mögliche Krankheitserreger zu untersuchen. Sonst drohe möglicherweise die Gefahr weiterer Epidemien. Der Leiter der Agrar- und Veterinärakademie in Horstmar-Leer, Ernst Günther Hellwig, hält dies der Zeitung zufolge ebenfalls für vorstellbar. Financial Times,05.06.2011, 14:00
Gegen eine Untersuchung von Biogas-Abfällen ist nichts einzuwenden. Aber wenn es die Ursache für ein Bakterium zu finden gilt, das jetzt lebensbedrohend auftritt, dann sind Spekulationen über gefährliche Bakterien in Biogasanlagen, deren Abfälle schon länger zur Düngung verwendet werden, nur Ablenkung. Die Vermutung, daß der hoch gefährliche EHEC-Keim aus Biogas-Düngemitteln stammt, ist daher sehr unwahrscheinlich. Das kann natürlich trotzdem untersucht werden. Aber mit einer allgemeinen Erforschung der Bakterienlage in diesem Düngemittel muß gewartet werden, bis die jetzige Katastrophe überwunden ist, sonst liegt sträfliche Verzettelung vor.
Fragwürdige neue Erfolgsmeldung ohne Hinweis auf die Ursache
In der FAZ, 06.06.11, S. 1, wird verkündet: „Ursache der EHEC-Epidemie gefunden“. Anhaltspunkt für diese Meldung ist das Auffinden des Erregers für die schwere Krankheit in einem inzwischen geschlossenen Betrieb in Bienenbüttel im Kreis Uelzen. Schön wäre es, wenn man jedenfalls die sichere Quelle für die Verbreitung des Erregers gefunden hätte. Aber wichtiger ist noch die Erkenntnis, wie dieser Erreger in den Betrieb gekommen ist. Sollen wir an einen Zufall glauben, daß ein „Einwanderer“ aus Zentralafrika die eine Komponente eingeschleppt hat, mit der die Natur ihr – in diesem Falle tödlich gefährdendes – Wunderwerk mit einem hiesigen EHEC-Bakterium vollbracht hat?!
Bienenbüttel liegt Luftlinie knapp 40 km von Munster entfernt. Da sollte man wirklich einmal die Möglichkeit in Betracht ziehen, daß die militärische Forschungsstelle in Munster etwas damit zu tun hat. Damit wird keine Behauptung aufgestellt, sondern nur angemahnt, nach allen Seiten vorurteilsfrei zu ermitteln.
Natürlich kann angeführt werden, es handle sich um Untersuchungen höchster Geheimnisstufe, darum dürfe die Öffentlichkeit nicht darüber unterrichtet werden. Aber wenn es stimmt, daß dort verbotenerweise an B-Waffen gearbeitet wird – wenn auch nur zum Studium der Abwehrmöglichkeiten – dann würde „Geheimhaltungsrecht“ mißbraucht. Denn die Verletzung wichtiger Staatsverträge, auch dem Ausland gegenüber, erhält auch durch Geheimhaltungswünsche keine Berechtigung.
In den 19-Uhr-Nachrichten von NDR III am 06.06.11 wurde die „Erfolgsmeldung“ bereits wieder in Frage gestellt. Die bisher untersuchten 23 Proben aus dem Gemüsebetrieb in Bienenbüttel waren negativ, das Ergebnis von weiteren 17 Proben steht noch aus.
Bei der Berichterstattung und dem Außer-acht-Lassen von naheliegenden Spuren bei der Ursachenforschung braucht sich niemand zu wundern, wenn Gedanken aufkommen, die gern in abfälliger Beurteilung als Verschwörungstheorien bezeichnet werden. Und damit kommen wir zu dem Thema: EHEC als biologische Waffe absichtlich verbreitet?
Dazu vorweg ein Wort zu „Verschwörungstheorien“. Von einer Verschwörung spricht man, wenn Handlungen vorbereitet oder ausgeführt werden, von der die „Öffentlichkeit“ nichts weiß und die dieser dann meist auch ganz unerklärlich sind. Die Forschung nach geheimen Gefährdungen – also nach „Verschwörungen“ – wird als selbstverständlich angesehen, wenn sie vom äußeren Feind auszugehen scheint. Anzunehmen, daß die Taliban oder al Qaida im Westen Anschläge planen, wird als Vorsorge gelobt. Dabei werden dann sogar falsche Verschwörungstheorien aufgestellt, wie die Behauptung vom al Qaida-Anschlag auf das World Trade Center in New York beweist. Offiziell wird die Behauptung zwar immer noch aufrechterhalten, aber rein physikalisch ist sie eindeutig widerlegt. Dabei ist es von untergeordneter Bedeutung, ob Islamisten als „nützliche Idioten“ daran beteiligt waren oder nicht. Die Sprengungen, die eindeutig eine Planung beweisen, haben die Islamisten nicht zu verantworten!
Vermutungen dagegen, daß westliche Geheimdienste zum Zwecke der Machterweiterung der Herrschenden Attentate verüben, freien Völkern zu schaden, werden dagegen abfällig als friedensstörende Verschwörungstheorien hingestellt. Ganz besonders geschieht das, wenn eine Täterschaft des Mossad oder anderer jüdischer Organisationen unter die Lupe genommen werden. Dann wird der Antisemitismusvorwurf erhoben, als ob damit behauptet würde, alle Juden seien Verbrecher. Dieses zweierlei Maß muß beseitigt werden, wenn dem Unrecht in dieser Welt gewehrt werden soll.
EHEC als biologische Waffe absichtlich verbreitet?
Diesen Gedanken hatte der Virologe Alexander Kekule von der Universität Halle gemäß „Welt online” als den „Worst Case“, den schlimmsten Fall, bezeichnet. Er dürfe nicht ausgeschlossen werden. Als der wirkliche Erreger gefunden wurde, bestätigte Kekule seine Ansicht: „Jetzt, wo nach Information der Behörden die Quelle gefunden wurde, kann man es offen aussprechen: Genau derselbe Ausbruch hätte auch durch eine absichtliche Ausbringung verursacht sein können.” Er betonte aber, eine absichtliche Ausbringung sei zum Glück sehr unwahrscheinlich, aber deshalb dürfe man diese Möglichkeit bei der Ursachensuche nicht ignorieren. Soll sich ein Wissenschaftler noch deutlicher äußern, bis aus der Bevölkerung die Forderung kommt, auch die unwahrscheinliche Ursache genau zu untersuchen?
Diese Haltung sollte für Naturwissenschaftler ebenso selbstverständlich sein wie für Kriminalisten.
Jetzt geht die Meldung um: Bei der Frauenfußball-WM könnte es in Berlin zu einem gefährlichen Anschlag von Terroristen kommen, worunter im Westen meist die al Qaida als die wahrscheinlichste Verursacherin angesehen wird. Warum wird bei EHEC diese Möglichkeit nicht diskutiert?
Dann hätte man doch eine Möglichkeit, den Gedanken an ein absichtliches Ausbringen zu bestätigen oder zu entkräften. Als es um die Verfestigung des Überwachungsstaates ging, da wurden den Bürgern Schreckensszenarien vorgeführt, wie wir dem Terror ausgeliefert sind, wenn wir Vorsorgemaßnahmen ablehnen, weil sie die Freiheit des einzelnen einschränken. Oder haben die für unsere Sicherheit Verantwortlichen Angst, daß die Afghanistan-Politik unserer Regierung schärfer abgelehnt wird, wenn ein Terroranschlag überhaupt ins Gespräch kommt? Solange nur einige Bundeswehrsoldaten in Afghanistan sterben, trifft das hauptsächlich die betroffenen Familien und deren Freundeskreis. Würde aber eine Seuche, die jeden Bürger bedroht, als politischer Racheakt diskutiert, dann kommt schon eher die Frage auf, ob die Haltung unserer Regierung nicht die Ursache für die höchst bedrohliche Folge ist.
Die Überprüfung, ob ein Anschlag von al Qaida vorliegen könnte, sagt ja nichts über die Wahrscheinlichkeit dieses Verdachts aus. Merkwürdig ist nur, daß bei der sonst üblichen Verdächtigung dieser Terrorgruppe diese Möglichkeit gar nicht öffentlich in Erwägung gezogen wird. Außerdem gibt es doch auch andere Organisationen, nämlich die westlichen Geheimdienste, die ein absichtliches Ausstreuen verüben könnten. Zunächst könnte das in kleinem Rahmen geschehen als Warnung, z.B. für die deutsche Abstimmung am 18. Februar 2011 bei den Vereinten Nationen (gegen Israel) oder die Nicht-Teilnahme am Libyen-Krieg? Dann würde das derzeitige Geschehen ein Verängstigungsmittel sein. Eine Seuche könnte man aber viel flächendeckender herbeiführen, wenn man eine große Strafaktion inszenieren will.
Das sind entsetzliche Gedanken, aber finden wir dafür Beispiele in der Geschichte? Ja!
Zunächst ein sogar „verantwortungsvoll“ klingendes Unternehmen, die Überbevölkerung der Welt einzudämmen, damit das Dasein lebenswert bleibt. In diesem Zusammenhang kam in David Rockefeller 1991 der Wunsch auf:
„Wir stehen am Rande einer weltweiten Umbildung, alles was wir brauchen, ist die richtige allumfassende Krise und die Nationen werden in die neue Weltordnung einwilligen."
Wenn er meint, dazu sei eine Krise nötig, dann ist der Weg zur neuen Weltordnung wohl nicht so angenehm, daß er von den Menschen freiwillig gegangen wird. Und wer ist „wir“? Die Menschen oder Völker können es nicht sein, sonst brauchte man kein Druckmittel, um eine für erstrebenswert gehaltene „Umbildung“ durchführen zu können. „Wir“ kann in diesem Falle nur die Hochfinanz bedeuten. Und die „allumfassende Krise“ könnte durch das Zuklappen der Schuldenfalle – für die BRD z.Z. zwei Billionen Euro!! – eintreten.
Bekannt ist auch, daß einige Medikamente – insbesondere Herzmedikamente – bei Schwarz und Weiß nicht in gleicher Weise wirken. Diese Tatsache mögen die Gleichheitsapostel natürlich nicht gern hören, denn es beweist die Unterschiedlichkeit der Veranlagungen der Rassen. Im Zusammenhang mit der Forschung nach rassespezifischen Medikamenten kam aber in gewissen Kreisen der Wunsch nach rassespezifischen Bio-Giften auf. Die aber zielen eindeutig auf die Absicht biologischer Kriegführung mit verringertem Risiko für den Auslöser.
Weiterhin ist bekannt, daß Churchill vor dem Terrorangriff auf Dresden sinngemäß gesagt hat: Ich will nicht hören, wieviel Industrie zerstört wird, sondern ich will Menschen brennen sehen. Bei solcher Einstellung könnte auch ein Bio-Anschlag als Mittel zur Vernichtung gehaßter Menschen befürwortet werden. Und unmittelbar kamen solche Gedanken in Großbritannien in Versuchen mit Milzbranderregern zum Ausdruck, mit denen eine britische Insel bis heute verseucht ist.
Es gibt noch zahlreiche ähnliche Äußerungen, die in die menschenfeindliche Gedankenwelt der führenden „Eliten“ passen. Erwähnt sei nur noch die Völkermord-Theorie eines Nathan Kaufman in seinem Buch „Germany must perish“ (Deutschland muß untergehen).
Auch wenn diese Gedanken aus dem Bewußtsein der Massen durch den Vorwurf „Verschwörungstheorie“ verdrängt wurden, gibt es Menschen, die nach diesen Wunschvorstellungen handeln. Und das hat den Physiker, Philosophen und Friedensforscher Carl Friedrich Freiherr von Weizsäcker wohl ein verhängnisvolles Zukunftsbild malen lassen:
„Zum Zweck der Machterhaltung wird man die Weltbevölkerung auf ein Minimum reduzieren. Dies geschieht mittels künstlich erzeugter Krankheiten. Hierbei werden Bio-Waffen als Seuchen deklariert, aber auch mittels gezielten Hungersnöten und Kriegen. Als Grund dient die Erkenntnis, daß die meisten Menschen ihre eigene Ernährung nicht mehr finanzieren können, jetzt wären die Reichen zu Hilfsmaßnahmen gezwungen, andernfalls entsteht für sie ein riesiges, gefährliches Konfliktpotential.“ (Als Quelle wird im Weltnetz mehrfach Carl Friedrich von Weizsäcker: Der bedrohte Friede – heute, angegeben. In einer Ausgabe vom Hansa-Verlag 1994 ist dieses Zitat in dieser Form nicht gefunden worden. Vielleicht ist es – wie einiges in Sarrazins Buch – „entschärft“ worden. Dem Sinne nach entspricht es aber den Gedanken und Zielsetzungen des Buches, aufzurütteln, damit die Möglichkeit zu verbrecherischen Aktionen verringert wird.)
Ein Kommentator, der an diese Aussage im Zusammenhang mit dem „EHEC-Geschehen“ erinnert, bemerkt dazu: Carl Friedrich von Weizsäcker läßt keinen Zweifel daran, daß die Menschheit kaum eine Chance hat, diesem Szenario zu entgehen. Der Deutsche sei absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, leide aber an totalem Mangel an Zivilcourage!
Das ist leider ein weitgehend zutreffendes Bild, aber es ist damit nicht gesagt, daß die Verhältnisse so bleiben müssen.. Ob eine Änderung eintritt, liegt bei jedem einzelnen. Die Größe der Gefahr könnte eine gewaltige Triebkraft für einen Wandel sein!
Welt-online.de
Sehr geehrte Empfänger!
Empfinden Sie es auch als unheimlich, daß die Experten-Warnung Ursache für „EHEC“ nicht gefunden wird?
Prof. A. Kekule lenkt den Blick auf eine Möglichkeit, die im sonstigen Rätselraten über die Ursache
gar nicht beachtet wird. Ist das nicht merkwürdig?
EHEC-Ausbruch "Szenario für biologische Anschläge". Uns gibt das zu denken. Die Verantwortlichen nehmen es mit ihrer Pflicht, die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, nicht ernst genug. Daher halten wir es für wichtig, diese Gedanken weiter zu verbreiten.
Der renommierte Mikrobiologe Alexander S. Kekulé hält Terroranschläge mit EHEC-Bakterien für denkbar. Diese seien besonders in Entwicklungsländern leicht zugänglich.
Alexander S. Kekulé ist Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. In einem Zeitungsartikel schrieb er, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das tödliche EHEC-Bakterium absichtlich in Umlauf gebracht worden ist.
<= picture-alliance / ZB/Zentralbild Alexander
S. Kekulé Experte für Mikrobiologie
EHEC-Erreger auf Gurken aus Spanien gefunden =>
Welt Online: Hätte so ein Ausbruch auch durch einen Anschlag verursacht werden können?
Alexander S. Kekulé: Jetzt, wo nach Information der Behörden die Quelle gefunden wurde, kann man es offen aussprechen: Genau derselbe Ausbruch hätte auch durch eine absichtliche Ausbringung verursacht sein können. Biologische Anschläge sind zum Glück sehr unwahrscheinlich, aber deshalb darf man diese Möglichkeit bei der Ursachensuche nicht ignorieren.
Welt Online: Wie könnte so ein Anschlag ablaufen?
Kekulé: Die Verseuchung von Lebensmitteln mit EHEC oder einem anderen toxinbildenden Durchfallerreger gehört zu den typischen Szenarien für biologische Anschläge. Das liegt erstens daran, dass diese Erreger leicht zu beschaffen sind. Gefährliche Durchfallerreger liegen in fast jedem mikrobiologischen Labor und sind meist nicht besonders gesichert. Noch leichter zugänglich sind sie in Entwicklungsländern, wo gerade die gefährlichsten Bakterien vorkommen, weil wir in Mitteleuropa keine Immunität dagegen haben.
Welt Online: Wie leicht und einfach ist es, so einen Anschlag auszuführen?
Kekulé: Es gibt viele Wege, Krankheitserreger oder giftige Chemikalien in die Lebensmittel- oder Wasserversorgung einzuschleusen. Dazu genügen Grundkenntnisse in Mikrobiologie, ein kleines Labor und kriminelle Fantasie.
Welt Online: Welche Dosis braucht es dazu?
Kekulé: EHEC und ähnliche Keime sind unter anderem deshalb so gefährlich, weil bereits sehr wenige Keime, etwa 20 bis 50 Bakterien, für eine Infektion genügen können. Mit einem Reagenzglas voll Bakterien können theoretisch ohne Weiteres einige Tausend Menschen infiziert werden.
EHEC – Was Sie wissen müssen
Was ist EHEC eigentlich?
EHEC bezeichnet einen Darmkeim, der normalerweise bei Tieren vorkommt. Er ist eine Sonderform der wichtigen Kolibakterien, die im Darm Nährstoffe spalten und für die Abwehr von Krankheitserregern sorgen. Das Enterohämorrhagische Escherichia Coli-Bakterium (EHEC) setzt jedoch beim Menschen gefährliche Giftstoffe frei, die lebensbedrohliche Krankheiten auslösen können.
Welche Symptome bringt eine EHEC-Erkrankung mit sich?
Der Erreger kann sich zunächst durch blutigen und wässrigen Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und Bauchschmerzen bemerkbar machen. Zudem sind bei schweren Verläufen auch Blutarmut, Gefäß- und Nierenschäden möglich. Auch wenn die Krankheit überstanden ist, können Gesundheitsschäden wie etwa Nierenleiden zurückbleiben.
Wie wird die Krankheit übertragen?
Da sich der Erreger vor allem im Kot von Nutztieren findet, ist direkter Kontakt mit den Tieren ein Übertragungsweg. Aber auch verunreinigte Lebensmittel, die Kot-Partikel enthalten, können Ursache sein. Wird gedüngtes Obst und Gemüse ungewaschen gegessen, kann das die Krankheit auslösen. Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist über Schmierinfektionen möglich.
Was ist bei den aktuellen Fällen die Infektionsquelle?
Das ist noch nicht geklärt. Es gibt aber Hinweise, dass rohes Gemüse eine Rolle spielen könnte. Dies könnte auch den hohen Anteil an erkrankten Frauen erklären: Sie bereiten im Haushalt häufiger Lebensmittel zu und könnten sich dabei mit EHEC angesteckt haben.
Wie kann ich mich vor EHEC-Erkrankungen schützen?
Der beste Schutz vor dem Keim ist Hygiene. Dazu gehört regelmäßiges Händewaschen. Verbraucher könnten dem RKI zufolge das Risiko einer EHEC-Infektion weiter minimieren, indem sie alle Lebensmittel vor dem Verzehr mindestens zehn Minuten lang auf 70 Grad erhitzen. Es gibt keine Impfung gegen den Keim.
In der Berichterstattung ist auch von HUS die Rede. Was ist das?
HUS steht für hämolytisch-urämisches Syndrom, einen besonders schweren Verlauf der EHEC-Erkrankungen. Dabei kann es zu Nierenversagen und Blutarmut kommen. Das kann lebensbedrohlich sein.
Was muss ich tun, wenn ich betroffen bin?
Zunächst sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Außerdem sollen EHEC-Erkrankte viel trinken, um den Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen. Hygiene ist ein Muss, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Mit dem Bakterium infizierte Patienten sollten auf keinen Fall Antibiotika nehmen. Diese könnten die Situation noch verschlimmern, erklärte ein Arzt des Berliner Krankenhauses Charité. Wenn die Bakterien durch das Antibiotikum in großem Umfang zerfallen, werden vermehrt Gifte aus den Bakterien freigesetzt. dpa
Welt Online: Kann man bewusst einen so gefährlichen EHEC-Stamm aufbauen?
Kekulé: Spezialisten könnten das wohl, aber die kennen sich untereinander und kommen als Täter kaum infrage. Aber das ist gar nicht nötig, denn die bekannten, besonders gefährliche Toxine bildenden Bakterienstämme genügen vollkommen. Am wirkungsvollsten wäre ein Keim, der in Mitteleuropa in den letzten Jahren kaum vorkam, weil dagegen keine Immunität besteht. Genau so ein Keim ist übrigens der gerade ausgebrochene EHEC vom Typ O 104:H4 (HUSEC 41).
Welt Online: Wieso sind keine Kinder betroffen?
Kekulé: Dass viele Erwachsene ein HUS bekommen, ist eine der Besonderheiten dieses EHEC-Typs. Wahrscheinlich liegt es an einer Kombination spezieller Eigenschaften des Bakteriums, der sogenannten Pathogenitätsfaktoren, und der fehlenden Immunität. Kinder sind natürlich auch gefährdet, doch essen die bekanntlich nicht so gerne rohes Gemüse und Salate.
Welt Online: Was müsste man Ihrer Meinung nach in Sachen Lebensmittelsicherheit tun? Wo sind die größten Gefahrenherde?
Kekulé: Der aktuelle EHEC-Ausbruch hat einmal mehr vorgeführt, dass gefährliche Erreger und die Prozessierung und Verteilung von Lebensmitteln viel schneller sind als die Gesundheitsbehörden. Grenzen von Landkreisen und Bundesländern sind für Keime kein Hindernis, für Schutzmaßnahmen leider schon. Bei der Verfolgung von Ausbrüchen spielt es keine Rolle, ob die Bakterien von einer Ladung Gurken aus Spanien oder einem Reagenzglas aus einem Labor stammen. Bei Verdacht auf eine Straftat kann das Bundeskriminalamt ermitteln, bei natürlichen Ausbrüchen sind die Länder und Kreise zuständig. Da gibt es dringenden Regelungsbedarf.
[Nicht behandelt ist hier die Möglichkeit, daß der Keim aus einem Forschungslabor „entwischt“ sein könnte. In Munster, Lüneburger Heide, gibt es ein Militärforschungslabor. Es ist merkwürdig, daß ein solcher Fall nicht in die Ursachenforschung einbezogen wurde.]
Am 10.06.11, NDR 3, 15.00-Uhr-Nachrichten: Plötzlich gibt das Robert-Koch-Institut Entwarnung für Salat, Tomaten und Gurken und stellt definitiv „Bohnensprossen“ von Biohof in Bienenbüttel als Infektionsquelle fest. Nach anderen Meldungen sind es die Bohnensprossen nur sehr wahrscheinlich. Auf den untersuchten Bohnensprossen sind jedoch weiterhin keine Erreger-Bakterien gefunden worden!?
Plötzlich hört man gemäß „Welt Online.de“ 10.06.11 eine definitive Aussage, daß ein Anschlag ausgeschlossen ist. Warum erst jetzt, nachdem der dringende Verdacht von nicht beamteten Beobachtern des Geschehens geäußert wurde? Vorher haben wir noch nicht einmal die in undurchsichtigen Fällen übliche Aussage gehört: „Es wird nach allen Seiten ermittelt.“ Soll der Bürger die Verkündung des BKA nun glauben?!
E. u. G. Fuchs, Telsekamp 11, 25770 Hemmingstedt, 10.06.2011