Donnerstag 10. Feb. 2011, 22.00 Uhr

Mubarak vor dem Rücktritt! Wich er dem Volkwillen oder war der Aufstand fremdgesteuert?



Die Gerüchteküche brodelt. Die einen sagen die USA steuern den Aufruhr, die anderen meinen die Islamisten stecken dahinter.
Tatsächlich ist es schwer zu glauben, das sie Amerikaner einen so treuen Vasallen einfach fallenlassen, während man den Islamisten den Umsturz eher zutrauen möchte, besonders nach den Geschehnissen in Tunesien und den Unruhen in ganz Nordafrika. Hier böte sich doch die einmalige Chance die ganze Region in die Hand zu bekommen.
Andererseits sind sich die Amerikaner sehr wohl im Klaren darüber, daß Nordafrika kippen kann. Der massenhafte Zuwachs an Menschen, die nur schlecht ernährt werden können. Die extrem hohe Arbeitslosigkeit, auch gut ausgebildeter junger Menschen, schaffen Unzufriedenheit. Sollte das System kippen hätten die radikalen Islamisten wohl leichtes Spiel, denn die diskutieren nicht.

Man muß nur genau hinhören wenn unsere Qualitätsmedien berichten, dann weiß man schnell wo es lang geht. Sie reden unablässig von Demokratie und Menschenrechten und meinen natürlich Coca Cola, Mc. Donalds, Pornographie und Prostitution; und schon weiß man woher der Wind weht. Mubarak ist das Bauernopfer. Washington winkt mit dem Zaunpfahl, daß ein Militärregiem akzeptabel sei, angesichts der Anarchie im Lande. Marineeinheiten der USA kreuzen vorm Suez Kanal auf.

Hilfeaufrufe weltweit für das notleidende Ägypten; wir helfen, die EU hilft vor allen Dingen helfen die USA. Das Militär sorgt für Ruhe, wieder wird ein General Präsident und die westliche Wertegemeinschaft stellt die Bedingung, daß mehr Demokratie im Lande eingeführt wird (s. oben).
So wünscht sich die USA es, so wünscht es sich die EU und vor allem wünscht sich das Israel.

Wird es aber so kommen? Nordafrika brennt lichterloh, die Stunde Mohameds naht.

G.-U. Dahlmann
Vorsitzender der Deutschen Partei