Henrik Ibsens gate 51
NO-0255 Oslo
Norway
Sehr geehrte Damen und Herren,
heute möchten wir uns im Namen unserer Organisationen ... mit einer Bitte an Sie wenden.
Am 19.3.2011 erfolgte ein völkerrechtswidriger Überfall auf Libyen unter Federführung der Staaten Frankreich, Großbritannien und USA. Wie nun offenkundig wurde, handelt es sich bei diesem Angriff entgegen den Beteuerungen der NATO sowie der Regierungsvertreter dieser drei Staaten nicht um einen spontanen Einsatz zum Schutz von Zivilisten, sondern um ein lange geplantes Unternehmen zum Regimewechsel, welches im Pentagon konzipiert wurde.
Wesley Clark, Vier-Sterne-General der USA spricht in einem Interview vom 2.3.2007 (geführt mit Amy Goodman von "democracy now") daß unter der Regierung von George W. Bush geplant war, innerhalb von 5 Jahren Krieg gegen 7 Staaten zu führen, darunter Libyen, Syrien, Sudan, Libanon, Somalia, Iran.
Die in der deutschen Wochenzeitung "FREITAG" berichtet der ehemalige Oberstleutnant der Bundeswehr Jürgen Rose ( http://www.freitag.de/politik/1116-operation-misslungen-patient-tot )daß bereits im November 2010 Frankreich und Großbritannien beschlossen hatten unter dem Code Southern Mistral vom 21.-25. März 2011 ein Manöver ihrer Luftwaffen im Mittelmeer abzuhalten. Zu diesem Zeitpunkt brach der libysche Bürgerkrieg offen aus. Im Übungsseznario von Southern Mistral wurde ein Krieg gegen ein imaginäres Land namens "SOUTHLAND" geprobt, welches eine Diktatur darstellen sollte, die nationale französische Interessen verletzt hat.
Diese und viele weitere Fakten belegen die Tatsache, daß es sich bei dem Angriffskrieg gegen Libyen um eine geplante Aktion handelt, an deren Durchführung auch der US-Präsident Barack Obama maßgeblich beteiligt ist. Dies steht allerdings in massivem Widerspruch zu der Verleihung des Friedensnobelpreises an Obama im Jahre 2009.
Die aktive Rolle Obamas als Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in diesem Angriffskrieg widerspricht dem Sinn und dem Geist des Friedensnobelpreises und entwertet diesen für künftige Preisträger.
Wir möchten daher das Nobelpreiskomitee bitten, US-Präsident Barack Obama aufzufordern, die Aggression gegen Libyen, welches schon mehrfach um Waffenstillstand ersucht hatte, umgehend zu beenden oder Obama zu bitten, den Friedensnobelpreis zurückzugeben.
Wir sind der Meinung, daß das Nobelpreiskomitee eine sehr große moralische Autorität in der Welt darstellt und sein Wort Gewicht hat. Dies darf nicht ungenutzt bleiben, um den Frieden in der Welt zu bewahren.
Mit vorzüglicher Hochachtung
i. A. Kay Hanisch
(Sprecher der Bürgebwegung Neue Richtung)