Eine Meinung aus Athen Athen 20.5.2010
Wohin treibt uns die Globalisierung ?
Die Amerikaner gehen sehr methodisch vor, wenn sie ihre Ziele verwirklichen.
Sie schrecken auch vor nichts zurück. Völkermord, Terrorismus, Bombardierungen, KZs und Folterungen, sogar das Aufhängen von früheren Freunden, sind an der Tagesordnung. Deutschland und zum Teil Europa spielten lange Zeit mit. In Serbien, im Kosovo und in Afghanistan, überall macht Deutschland willig mit, oft zu Lasten des Deutschen Volkes.
Es scheint so, als haben in den USA die Gangster und die bösen Juden Oberhand gewonnen.
Sieht denn kein Europäer wie dort aus den Arbeitnehmer-Familien, Leute ohne Unterkunft und Bleibe geworden sind?
Ist es uns egal, dass die Banken mit Vorliebe Kredite an jene gaben, die sie gerade noch bezahlen konnten und dann später, über ständige Zinserhöhungen der Zentral-Banken, diese Kreditnehmer finanziell zahlungsunfähig machten, so dass diese ihre zum Teil bezahlten Häusern an diese Banken abtreten mussten? Berührt es uns so wenig, dass unsere amerikanischen Verbündeten Folter-KZs in Guantanamo betreiben und dort jahrelang Leute foltern und umbringen. Sind das nicht Taten, für welche gerade diese Weltverbesserer die gesamte Deutsche Nation vor 60 Jahren verurteilt hatten?
Vor einigen Jahren hat Präsident Kennedy in Berlin gerufen: “Ich bin ein Berliner“ und mit uns allen (Studenten damals) gegen die Mauer protestiert, die sie, heute und die heutigen Regierungen bei anderen Ländern akzeptieren, so z.B. auf Zypern oder in Palästina.Auch bei der Globalisierung und bei der Weltwirtschaftskrise haben sich die Deutschen Politiker kooperativ mit den USA gezeigt.
Wir wollten doch alles besser machen nach dem zweiten Weltkrieg und haben uns heute zu einer genauso aussichtslosen Situation hintreiben lassen, aus welcher weit schlimmere Folgen zu erwarten sind. Das Resultat ist eine weltübergreifende Stagnation der Produktion und des Wohlstandes Deutschlands, das die Politiker dem Deutschen Volk vererben. Auch Griechenland ist nicht davon gekommen. So versuchen z.B. Übersee-Politiker und –Banken seit über 30 Jahren alles Mögliche, damit Griechenland finanziell ruiniert wird. Dadurch können sie ihre politischen Vorhaben leichter verwirklichen und gleichzeitig die europäische Währung und Gemeinsamkeit in Frage stellen.
Heute wird Griechenland mit dem Ziel in die Armut gedrängt, Teile des Landes und die Erdölvorkommen in die Hand zu kriegen und die kurzfristigen politischen Ziele der USA leichter durchzusetzen. Diese betreffen z.B. die Emigration aus Albanien, die Benennung des FYROM (nun bereits Mazedonien), die Anerkennung der türkischen Invasion am nördlichen Teil von Zypern und eine eventuelle Teilung von Thrazien und Aegean zu erzielen.
Über die Presse und durch kurzsichtige oder korrupte Politiker bildet sich nun ein Klima, das diese Entwicklung vorantreibt. Man übersieht aber leicht, dass bald auch andere europäische Nationen folgen werden, wodurch ein weiteres Vorhaben der USA verwirklicht wird, nämlich die Zerstörung der EU-Verbundenheit, die Entkräftung des €URO und die Rettung der $-Herschaft.
Deutschland sollte für uns die führende Nation Europas sein. Dies wurde fast von allen akzeptiert, bis dann, mit Hilfe Englands, das den USA näher steht als den Europäern, die Führungsrolle Deutschlands, die Europäische Union und Wirtschaft, aber auch die Sozialleistungen, welche über Jahre hinweg erkämpft wurden, binnen Monaten in Frage gestellt wurden. Man hat uns zielsicher und stufenweise soweit gebracht. Die USA haben Jahrzehnte lang daraufhin gearbeitet. Die Methoden sind ihnen seit sehr langem nicht fremd. So haben sie z.B. Perl Harbor bombardieren lassen, damit ihre Nation mit Begeisterung am 2. Weltkrieg teilnimmt. Sie haben im Vietnam-Krieg jede unmoralische und oft verbotene Kriegsführung angewandt, und keiner hat sich getraut zu protestieren. Wir haben Jahrzehnte lang zugeschaut, als Kinder mit Steinen gegen israelische Panzer gekämpft haben und dabei den Mund gehalten. Wir haben Diktaturen in Europa geduldet, sogar heimlich unterstützt, so z.B. in Griechenland. Und wir haben weggeschaut, als wir festgestellt hatten, dass in diesem Land, Leute vorgeschoben wurden, welche den finanziellen Ruin und die Verschuldung des Landes (das ein Teil Europas ist) vorangetrieben haben. Es waren führende Europäer die dabei geholfen haben, dass diese Leute ihre Ämter mit dem Wohlwollen der USA-Managern bekamen. Wir haben geduldet, dass über die Türkei Emigranten aller Nationalitäten nach Griechenland, d.h. nach Europa durchgeschleust wurden. Wir haben Griechenland, welches unsere Europäische Ostgrenze ist, dabei nicht geholfen. Wir waren still, weil dies den USA gerade passte. Wir haben auch geduldet, dass die Türkei in Zypern einmarschierte, das Land teilte, eine Mauer (wie die Berliner) erbaute, genauso wie auch die Juden in Palästina, und haben zugeschaut, als die Eindringlinge Häuser und Grundstücke der griechischen Bevölkerung an Engländer verkauften. Wir waren beteiligt am Demokratisierungskrieg (!) im Irak (der immer noch andauert). Wir waren beteiligt an der Bombardierung Serbiens mit radioaktiven Bomben, haben aber zugleich gegen die Umweltverschmutzung Maßnahmen ergriffen. Und wir kämpfen als Helfer der USA gegen die armen Afghanen, welche seit dem Einmarsch der Russen nichts wie Krieg und Elend kennen. Nicht einmal über die Russen haben wir uns empört, wenn sie Leute foltern und verfolgen, wenn sie Journalisten ermorden und wenn sie mit radioaktiven Pillen oder Pulver Leute vor unseren Augen langsam umbringen.
Nun haben unsere Überseefreunde Griechenland finanziell ruiniert. Es folgen Portugal und Spanien, womöglich auch Italien. Damit sollte die Vorherrschaft des US-Dollars aufrecht erhalten bleiben. Das Ziel ist erreicht. Der Dollar hat seinen alten Wert gegen den EURO zurückgewonnen. Arm ist dabei Europa geblieben. Arm sind die Europäer geworden. Ärmer sind vor allem die bisweilen reichen Deutschen geworden. Zum zweiten Mal. Das erste Mal war es nach dem 1. Weltkrieg, während der Weimarer Republik, als die Großmächte das Land, wie heute Griechenland, über finanzielle Transaktionen und Kriegsentschädigungen an den Rand der Pleite getrieben haben, bis dann Hitler kam.
Soweit und noch schlimmer wird es kommen. weil die Völker einen Wendepunkt besitzen, eine Grenze, nach welcher, wenn sie überschritten wird, es nichts mehr zu verlieren gibt. Das ist die Grenze jeder Revolution, der Französischen gegen die Großgrundbesitzer, der Griechischen gegen die Türken, die Afghanen gegen uns alle, der Schwarzen in Afrika gegen den Weißen, der Thailänder heute gegen ihre Diktatoren, der Kamikaze-Terroristen im Irak gegen den amerikanischen Befreier (!) und der Schwarzen Witwen gegen den Russen.
Die Amerikaner haben einen Teufel erfinden, den Terrorismus, damit sie ihre Waffenproduktion weiterhin aufrechterhalten. So sind am 11. September Flugzeuge gegen die zwei Türme geflogen, und die Schuldigen waren damit personifiziert. Genau wie Hitler den Reichstag angezündet hatte und die Schuld den armen Juden auferlegt hat. Bei den Türmen sind fast 4.000 Menschen umgekommen. Keine besonders hohe Anzahl, wenn man sie mit der vergleicht, die die USA-Kriege täglich an Menschenleben kosten. Und ihre Landsleute sind so verängstigt, dass sie nichts unternehmen, obwohl bereits über 40 Gelehrte zusammengekommen sind und Beweise und Dokumente veröffentlicht haben, welche den Verdacht einer Inszenierung begründen.
Die Amis wollen ein schwaches Europa haben, das sie unterstützt, wenn es sein soll, und ihre Waren und Waffen kauft. Nur das und nichts mehr. Deshalb haben sie uns dazu gezwungen, alle armen Balkanländer in die EG zu nehmen. Dies hat uns viel gekostet und die erste Spaltung gebracht. Sie war aber nicht stark genug, deshalb kam die finanzielle Krise dazu. Der amerikanisch-griechischer Finanzmann Stavrou hat erzählt, dass diese Pläne bereits seit dem Jahr 1990 existierten. Hat dies niemand außer ihm gewusst?
In Europa waren alle großen Institutionen, wie die Elektrizitätsgesellschaft, die Bahn, die öffentlichen Verkehrsmittel, große Banken und Schulen, staatlich. Nun wird alles privatisiert, wie es in den USA üblich ist, mit verheerenden Folgen. Unsere Politiker, als gute Jasager, haben auch das ohne Einspruch akzeptiert. Das dürfte nicht sein.
Wo führt das alles hin? Mit Sicherheit zu einer Globalen Revolution. Die Verantwortlichen wollen nichts dagegen unternehmen, außer der Tilgerung dieser Bewegungen durch rohe Gewalt. Aber diese führt genau zum Gegenteil, sie verstärkt den Willen zum Widerstand. Solche Gewalt ist nur bei kleineren Revolten wirksam. Genau wie man durch Blasen eine Kerze löscht, aber einen Brand verstärkt.
Allen voran aber sollten in ganz Europa einheitliche Gesetze gelten. Solange alle europäischen Länder zusammenhängen, darf es nicht geduldet werden, dass die finanzpolitische Gesetzgebung in jedem Land unterschiedlich ist. Heute wird zwar die freie Wahl des Berufsstandortes garantiert, es kann aber passieren, dass beim Wechseln des Landes jemand eingesperrt wird für etwas, was in seinem Herkunfts-land legal ist. So geht es natürlich nicht.
Und die Moral von der Geschichte? Europa sollte sich fern von all diesen Globali-sierungsfolgen halten. Es sollte seine Grenzen absichern, sollte Güter nur von den Ländern einführen, welche die gleichen Sozialleistungen wie wir Europäer haben und nicht seine Produktion dorthin verlagern, wo die Löhne niedrig sind und wo Kinder arbeiten müssen. In solchen Ländern wird über kurz oder lang die europäische Produktion in andere Hände wechseln und damit auch das europäische know how. Dann allerdings wird es bereits für uns zu spät sein.
Wenn das alles geschehen ist, wird Deutschland seine natürliche Vormachtstellung, als die Europa-Führende Nation, bereits verspielt haben, und sich, unter Umständen, sogar außerhalb der EU befinden. Über diese Entwicklung wird Europa sich endgültig vom weltpolitischen Geschehen entfernen und sich mit einer zweitrangigen Produktion- und Wirtschaftsebene zufrieden geben müssen.
Und noch schlimmer wird es werden, wenn Asien gegen Amerika antritt. Dann kommt ein Tsunami über Europa und wir sind weg von der Landkarte. Bedenken Sie: das Jahr 2012, das Jahr der angeblichen Weltkatastrophe ist nahe und deshalb ist die deutsche Vorherrschaft mehr als notwendig, wenn wir überleben wollen. Mit seinen Denkern, Philosophen und Sozialisten war Europa immer politisch und kulturell führend, mit Deutschland und Frankreich voran.
Europa sollte dies überdenken, solange noch Zeit ist.
Linos Kountouras, ein Grieche