Rede von Dr. med. vet. Eleonore Rau, Löbau,  am Volkstrauertag, 14. November 2010, in Eibau/Walddorf auf einer Gedenkveranstaltung der Vertriebenen.

Lassen Sie uns gemeinsam unserer Toten gedenken.
All derer, die als Soldaten ihre Angehörigen, ihre Heimat und ihr Vaterland verteidigten und ihr Leben verloren oder nach Ende des Krieges in Gefangenenlagern oft auf grausamste Weise hingerichtet wurden, an Menschen, die durch Bombenterror ums Leben kamen, ohne den dafür Verantwortlichen je ein Leid zugefügt zu haben.

Doch besonders gedenken wir derer, die in der Heimat verblieben, oder nach der Flucht in diese zurückgekehrt waren, in menschenverachtender Weise nach grausamen Mißhandlungen durch würdelose Kreaturen abgeschlachtet und irgendwo verscharrt wurden, und denen bis heute durch geist- und würdeloser Politiker eine Gedenkstätte versagt wird, weil durch diese die geschichtliche Wahrheit ans Tageslicht käme und die grausamsten Verbrechen des letzten Jahrhunderts - Rasssismus in höchster Potenz und geplanter Völkermord, gezielt begangen an wehrlosen Greisen, Frauen und Kindern, um ganze Volksgruppen auszurotten und die Überlebenden ihrer gesamten Habe und ihrer Heimat zu berauben.

Wie erschreckend geschichts-, geist- und würdelos müssen Politiker sein, die sich kniefällig von den Massenmörder- und Vertreiberstaaten bestimmen lassen, ob den Opfern des eigenen Volkes, die nach Ende des 2. Weltkrieges bewußt und geplant - wie z.B. in Marienburg und einigen anderen Städten  - auf grausamste Weise zu Tausenden ermordet und mit Baggern verscharrt wurden, eine Gedenkstätte errichtet werden darf und wie geist- und gewissenlos ein Volk, das sich
nicht dagegen wehrt, entgegen aller Tatsachen noch über Generationen als Kriegsverbrecher vorgeführt und entsprechend dem gut funktionierenden Morgenthau-Plan in gezielter Volksverdummung bis zu seiner geplanten Auslöschung als Zahlmeister der Nationen benutzen läßt.

Für ein friedliches Zusammenleben der Völker sollte Vergessen und Verzeihen mit Anstand und Würde und dem Mut zur Wahrheit praktiziert werden. Der Frieden unter den Völkern kann nicht auf Geschichtslügen basieren. Wer ständigen Völkermord verhindern will, muß, so er geistig dazu in der Lage ist, bereit sein, zur geschichtlichen Wahrheit zu stehen und Menschenrechte anzuerkennen.

Dafür zu kämpfen, sind wir unseren ermordeten Landsleuten schuldig!