Unsere Sprache erhalten                   

Die Väter des Grundgesetzes hätten sicher verwundert gefragt, weshalb im Grundgesetz die deutsche Sprache festgeschrieben werden soll? Heute, mehr als sechzig Jahre danach, sieht die Sache anders aus. Schon seit langem ist zu beobachten, daß die deutsche Sprache, das Fundament der deutschen Kultur, untergraben wird.

Die Sprache gibt den Menschen das tägliche Erlebnis der Zusammengehörigkeit, ermöglicht den gedanklichen und emotionalen Austausch, verwebt die Menschen eines Volkes zu einer Gemein-schaft mit gleichen Werten und Zielen und macht schließlich ein Volk handlungsfähig. Die fort-schreitende Durchdringung der Sprache mit Anglizismen unter dem Anstrich der Moderne, die mangelnde Pflege der deutschen Sprachkultur an den Schulen, in den Medien und durch die Politiker, die ihrem „Job“ nachgehen, ist dazu angetan, die Achtung vor der Sprache zu zerstören und damit das Selbstwertgefühl unseres Volkes zu beschädigen. Das ist mehr als grobe Nachläs-sigkeit, das ist ein hinterhältiges Kalkül, ein Kulturverbrechen. Mit welchem Zynismus vorge-gangen wird, mag folgendes Zitat belegen: „Wenn die Deutschen nämlich tatsächlich kurz vor dem Aussterben sind, braucht es ihre Sprache ohnehin nicht mehr.“ (Gideon Böss: Herr Ramsauer, das Englische gehört zu Deutschland! WELT-ONLINE, 29.12.2010) Offensichtlich gibt es noch Feinde des deutschen Volkes - und zwar im eigenen Land -,  die jeden nationalen Funken auslöschen möchten, um aus den Deutschen willenlose Sklaven für fremde Interessen zu machen. Insofern ist die Petition, der Bundestag möge die deutsche Sprache im Gundgesetz festschreiben, nur zu unterstützen.    

Aber die große Frage ist, ob diese Verankerung, gesetzt den Fall, der Bundestag würde eine entsprechende Erweiterung des Grundgesetzes beschließen, wirklich die erforderliche Sicherheit bieten würde? Das Grundgesetz ist längst für Bundestag und Bundesregierung kein verbindliches Normenwerk mehr. Dennoch, den Nutzen dieser Petition sehen wir darin, daß wir uns der Bedeut-ung der Sprache für die Erhaltung unserer nationalen Eigenart bewußt werden, mehr noch, daß wir ohne Pflege der deutschen Sprache und Kultur nicht die Kräfte für die deutsche Erneuerung ent-wickeln werden. Die Sarrazin-Debatte hat bewiesen, trotz Umerziehung und jahrzehntelanger Verteufelung des deutschen Volkes st es nicht gelungen, den Deutschen ihre Selbstachtung und ihren Überlebenswillen auszutreiben. Mit diesem Ergebnis hatten die Politiker nicht gerechnet.

Deutschland entwickelt ein neues Selbstbewusstseins. Jetzt  muss alles getan werden, diesen geistigen Aufbruch zu fördern. Das heißt nicht, selbstgefällig zurückzublicken und die eigene Geschichte zu verklären. Das zwanzigste Jahrhundert hat uns Deutsche geläutert. Dieses neue Selbstbewußtsein muß sich in der Erkenntnis widerspiegeln, daß eine neue Epoche deutscher Entwicklung vor uns liegt, eine Ära neuer Höchstleistungen in Wissenschaft, Technik und Kultur. Darin liegt unsere Berufung. Darin allein liegt auch der Ausweg aus der Krise. Zwischen dieser großen Aufgbe und dem völligen Versagen der gegenwärtiger Politik besteht der nationale Hauptwiderspruch: Aufstieg oder Niedergang unseres Volkes. Die Menschen wollen ein anderes Deutschland, ein Deutschland, in dem sich ihre großen Energien endlich frei entfalten können, zum Wohle Deutschlands und zum Wohl der ganzen Völkergemeinschaft.

Deutschland lebt, lebt noch und lebt wieder. Das beweist der zunehmende Widerstand gegen den EU-Wahn und die Euro-Manie. Die Einführung des Euro war eine Freiheitsberaubung größten Stils und muß daher rückgängig gemacht werden. Zurück zur DM, zurück zu den nationalen Werten ist heute ein Überlebensgesetz. Das betrifft unsere Sprache ebenso wie unsere demokratischen Traditi-onen(Schwarz-Rot-Gold, Nationalversammlung, Weimarer Verfassung) und eben auch unsere gute Deutsche Mark. Die Pflege der deutschen Sprache und Kultur, die Wiedereinführung unserer nationalen Währung, die Schaffung einer deutschen Verfassung, das Bekenntnis zur  Nationalhym-ne, das alles dient einem Zweck - den Weg in die Zukunft freizulegen. 

Unsere Sprache ist kraftvoll, klar und schön. Drücken wir mit ihr aus, was wir wollen. Die Mehrheit der Deutschen lehnt die gegenwärtige Regierungspolitik ab. Die Mehrheit wünscht sich einen schnellstmöglichen Austritt aus der Euro-Zone. Und die Mehrheit wendet sich gegen die weitere  Verhunzung der deutschen Sprache durch Anglizismen. Wohin man schaut, unser Volk erwacht aus dem Dornröschenschlaf und reibt sich die Augen.

Keine Regierung der Welt kann auf Dauer gegen die Interessen des Volkes regieren. Europa wehrt sich. Auch wir Deutschen werden unseren Beitrag leisten. Wir werden nicht zulassen, daß bei den eintretenden Veränderungen nur Personen ausgetauscht werden. Die  Weichen müssen neu gestellt werden. Als Demokraten wollen wir nicht den Crash, das Chaos. sondern den friedlichen und geordneten Übergang auf den Weg permanenter Reformen, an dessen Anfang die politische Reform steht - die Einführung der Volksabstimmung und die direkte politische Einflussnahme der Bürger auf die Politik auf allen Ebenen.

Das Volk will die Wahrheit, um die Not zu wenden. Sein Wille ist politisches Gesetz.
Alle demokratische Initiative hat nur diesem Zweck zu dienen.                                                                                                   

J. Hertrampf