Grundsätzliches über „Ludendorff”
Dr. Gundolf Fuchs

 

Vorbemerkung

Diese Abhandlung ist weder eine Einführung in die Philosophie Mathilde Ludendorffs noch eine Darstellung des politischen Aufklärungswirkens und Abwehrringens. Sie hat sich zur Hauptaufgabe gestellt, die Decke aus Lug und Trug zu entfernen und den Widersinn der Verleumdungen darzulegen. Am Ende wird auf  „weiterführende Literatur“ hingewiesen.

Die heutige Lage und eine kritische Analyse

Wenn man in der veröffentlichten Meinung überhaupt etwas über „Ludendorff“ hört, dann ist das nämlich mindestens etwas Abträgliches oder gar haßerfüllt Verleumdendes. Das ist kaum eine Anregung, sich mit den Gedanken des Hauses Ludendorff zu beschäftigen. Daher sei zunächst einmal die Wertung der veröffentlichten Meinung kritisch unter die Lupe genommen.
Vor 1933 und nach 1925, als sich Ludendorff aus ernsten Gründen von Hitler und seiner Bewegung trennte, wurden Erich und Mathilde Ludendorff in gemeinsamer Front von Kirchen und Nationalsozialisten bekämpft. Die Kirchen taten das, weil sich Mathilde Ludendorff als Tochter eines freisinnigen Theologen mit dem Christentum ausführlich beschäftigte und aus moralischen Gründen zu einer Ablehnung gekommen war. Die Nationalsozialisten nannten die Ablehnung des Rassewahns und des Rassedünkels Verrat an der „Wiedergeburt deutscher Stärke“
Diese Vorwürfe waren so haltlos, daß die NS-Regierung während der Zeit des Dritten Reiches ihren Kampf gegen die Ludendorff-Bewegung verdeckter fortsetzen mußte, aber das Aufklärungswirken wurde trotzdem stark behindert. Das ist in einer Diktatur ja leicht möglich. Es wurden auch Mitkämpfer des Hauses Ludendorff wegen Gegnerschaft zum NS ins KZ gebracht. Das konnte allerdings ohne großes Aufsehen geschehen, denn die allgemeinen Säuberungsaktionen führten zu vielfachen KZ-Einweisungen hauptsächlich  von „Linken“ und auch von Juden.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute verbreiten die Kirchen, die Antifa und auch die Systempolitiker die wahrheitswidrige Behauptung, die Ludendorff-Bewegung vertrete Nazi-Geist und sei ein außerordentlicher Förderer des NS gewesen. An die gemeinsame Sache mit den NS-Leuten wollen die Kirchen nicht erinnert werden. Ihre nachträglichen Bußaufrufe sollten sich vorwiegend an die Gläubigen richten, die sich mit Schuld beladen haben, während sich die Kirchenführung als „moralische Instanz“ in der Abwehr des NS-Geistes darstellt.
Dieser geschichtliche Hinweis wurde an den Anfang gestellt, weil er zeigt, wie verlogen die öffentliche Meinungsmache ist. Besäßen die Feinde des Hauses Ludendorff wirklich stichhaltige Argumente gegen dessen Weltsich t, dann brauchten sie geschichtliche Tatsachen nicht auf den Kopf zu stellen und den „Nazi“-Vorwurf zu erheben.

Grobüberblick über die politische und weltanschauliche Überzeugung des Hauses Ludendorff
Erich Ludendorff forschte nach dem Ersten Weltkrieg, den er als Feldherr entscheidend leitete, nach den Ursachen des Niederganges trotz gewaltiger Leistungen des deutschen Heeres. Er erkannte, daß es „überstaatliche Mächte“ gibt, die weitgehend aus dem Hintergrund die Geschicke der Völker lenken, und zwar mittels eidlich zu Gehorsam verpflichteter Helfer, die in hohe Staatsstellen geschleust werden.
Bis nach dem Zweiten Weltkrieg gelang es den Hintergrundmächten ihr Wirken stark zu verschleiern und die Erkennenden als Fantasten oder böswillige Verschwörungstheoretiker für unglaubwürdig zu erklären. Inzwischen ist das Volksbewußtsein so weit durch pausenlose Propaganda zurückgedrängt, daß viele Menschen in ganz Europa den Superstaat EU für eine natürliche Entwicklung und auch das weitere Ziel, den Weltstaat, für notwendig halten. Die Hintergrundmächte konnten also die Warnungen lange Zeit durch den Vorwurf Verschwörungstheorie unwirksam machen, bis sie weitgehend vollendete Tatsachen


geschaffen hatten.
Heute kann man vielen Menschen schon erzählen, daß im Streben für eine neue Weltordnung blutige Kriege wie in Afghanistan und dem Irak geführt und Krisen erzeugt werden müssen. So verstieg sich der Multimilliardär Rockefeller zu der Aussage:

Der Nationalsozialismus als „Trojanisches Pferd“ für volksbewußte Menschen

Und damit kommen wir auf den Nationalsozialismus zurück. Er wurde von den Internationalisten gefördert, weil in den Völkern ¾ insbesondere im deutschen Volk ¾ nach dem ersten großen Völkermoden eine Rückbesinnung auf ihre Eigenart einsetzte. Die bolschewistischen Umsturzversuche scheiterten und das Unrechtsdiktat von Versailles wurde immer deutlicher als das Erwürgen deutschen Volkstums erkannt. Daher mußte der erwachende völkische Selbstbehauptungswille dringend in einer Partei eingefangen werden, die ihn zu Überheblichkeit, zu Rassismus verzerrte und sogar vor Verfolgung und Ermordung von Menschen um ihrer Rasse willen nicht zurückschreckte. Dadurch wurde es nach der Niederlage Deutschlands 1945 möglich, jede Kritik an jüdischen oder israelischen Maßnahmen als „Wiederbelebung von Holocaust-Stimmung“ in den Bereich des Verbrechens zu verweisen.
Einige Wesenspunkte „Ludendorffscher“ Anschauung:
Dem Wirken des Hauses Ludendorff liegt eine philosophische Erkenntnis zugrunde. Diese sieht den Menschen als ein unvollkommenes Wesen, das in eigener freier Entscheidung zu Freiheit und Würde bis hin zur Vollendung schreiten kann. Die Unvollkommenheit wird durch einen Willen hervorgerufen, der um jeden Preis Lust erleben und Leid meiden will, also auch auf Kosten höherer Werte wie Ehre, Treue, Wahrhaftigkeit, Freiheit und Menschenliebe. Die Gegenkraft in der Menschenseele ist das gottahnende, sich nach Höherem sehnende „Ich“. Dieser kurze Einblick in einen Grundgedanken der Philosophie kann natürlich keinesfalls überzeugen, sonder nur eine Blickrichtung aufzeigen. Die Gedanken sind aber die Voraussetzung, um die Bedeutung des Volkstums zu verstehen.
Im Widerstreit zwischen den beiden entgegengesetzten Antrieben in der Menschenseele besteht die große Gefahr, daß der bedingungslose Lustwille die Oberhand gewinnt, denn das Bestreben, Lust zu erleben und Leid zu meiden, ist etwas ganz Natürliches. Unvollkommen oder gar unwürdig wird es erst, wenn dem Bestreben ¾ wie schon erwähnt ¾ bedingungslos nachgegangen wird.

Die Bedeutung der Volkseigenart

Das Ruhen im Volk, das nun einmal eine erbbedingte Gemeinschaft ist, stärkt die Abwehrkraft gegen den unvollkommenen Willen. Wodurch das geschieht, würde eine sehr ausführliche philosophische Betrachtung erfordern, die den Rahmen sprengen würde. Daher wollen wir von dem eifrigsten Befürworter durchgreifender Rassemischung, dem Reichsgrafen Coudenhove-Kalergi hören, welche Folgen ein Verlust des Volkstums hat.
In seinem Buch „Praktischer Idealismus“, 1925, läßt sich Coudenhove-Kalergi über die Eigenschaften bzw. Veranlagungen aus: „Die Folge“ (des Aufeinandertreffens stark unterschiedlichen Rasseerbgutes) „ist, daß Mischlinge vielfach Charakterlosigkeit, Hemmungslosigkeit, Willensschwäche, Unbeständigkeit, Pietätlosigkeit und Treulosigkeit mit Objektivität, Vielseitigkeit, geistiger Regsamkeit, Freiheit von Vorurteilen und Weite des Horizontes verbinden.  ( S. 21)
Die erste Eigenschaftengruppe bis „Treulosigkeit“ entspricht ja den bedingungslosen Forderungen nach Lusthäufung und Meiden des Leides. Ist es wünschenswert, in solcher Welt zu leben? Das Gefährliche an einer Fehlentwicklung, die in die Würdelosigkeit, in die Verkommenheit weist, ist es, daß die Gewohnheit das Ausmaß des Abstiegs gar nicht recht bewußt werden läßt und manche Schwäche und Abartigkeit als selbstverständlich hingenommen wird. Von Menschen, die eine Abhandlung wie diese überhaupt lesen, kann wohl angenommen werden, daß sie sich ihr Gefühl für Sitte und Anstand noch nicht zerstören ließen und sich nach Änderung sehnen.
Offensichtlich will Coudenhove-Kalergi mit der zweiten Eigenschaftengruppe zeigen, wie vorteilhaft die Vermischung ist. Aber selbst wenn wir diese Eigenschaften im besten Sinne deuten, stellt sich die Frage: Gibt es überhaupt Vorzüge, die die furchtbaren Nachteile der ersten Gruppe aufwiegen könnten. Wir sagen eindeutig Nein! Denn „Charakterlosigkeit, Hemmungslosigkeit, Willensschwäche ...“ beschreiben einen menschlichen Tiefstand, der mit Würde unvereinbar ist. Übrigens können „Vielseitigkeit“ und „geistige Regsamkeit“ auch zum Verzetteln und Zerflattern führen. Als „Freiheit von Vorurteilen“ könnte auch das Abschließen von naturgegebenen Bindungen an das Volk in seiner Eigenart bezeichnet werden. Letzteres liegt bei Menschen besonders nahe, denen durch Mischung ihr innerer Halt an die naturgegebene Gemeinschaft: Volk geschwächt ist. Daher können durch die zweite Eigenschaftengruppe die schweren Nachteile der erstgenannten niemals ausgeglichen oder sogar überkompensiert werden.
Nun neigen Menschen aus einem an sich edlen Grunde, der Sehnsucht nach Gerechtigkeit, dazu, Erkenntnisse, die mit diesem Wunsch nicht vereinbar sind, einfach als nicht bestehend zu bezeichnen. Christian Morgenstern hat eine solche Haltung humoristisch mit den Worten beschrieben: „..., nicht sein kann, was nicht sein darf!“ Aber das ist nicht der Weg schwierige Probleme zu lösen.

Rassemischung ist keine Verdammung, nur Gefährdung

Coudenhove-Kalergi hat in seiner Eigenschaften-Aufzählung das kleine Wörtchen „vielfach“ stehen, ohne dazu nähere Erläuterungen abzugeben. Das „vielfach“, aber nicht immer, bezog sich auf seine Beobachtungen. Mathilde Ludendorff hat dafür die philosophische Begründung gegeben, nämlich daß jedem Menschen trotz Veranlagung und Umgebungseinflüssen, dem sogenannten Milieu, die letzte ureigenste freie Entscheidung gegeben ist, ungünstige Veranlagungen zu besiegen und den Weg zur seelischen Höhe, zur Vervollkommnung zu schreiten. Das kann etwas mit der harten Tatsache versöhnen, das ein Mensch ohne jede eigene Schuld mit ungünstigen Eigenschaften belastet wird. Denn für die Entscheidung seiner Eltern trägt das Kind überhaupt keine Schuld!
Um den Gedanken der freien Entscheidung noch etwas näher anzudeuten, seien die Freude und das Leid betrachtet. Wie bei Lust und Unlust gilt auch hier, daß das Streben nach Freude und das Bestreben Leid zu meiden, ganz natürlich sind. Aber mit dem Weg zur Höhe hat das Verhältnis von Freude zu Leid unmittelbar nichts zu tun. Es gibt nämlich auch unwürdige Freude und Leid kann erhebend sein. Unsittliche Freude liegt z.B. vor, wenn jemand über einen anderen Menschen lacht, weil diesem unverschuldet ein tiefes Leid getroffen hat. Das ist nämlich eine Charakterlosigkeit und Pietätlosigkeit.
Über die Antwort auf ein Leid ¾ überhaupt auf jedes Geschick ¾ gibt es von Mathilde Ludendorff den Ausspruch:
„Willst Du wachsen am Leide, so wird es Dir Wachstum;
Willst Du verbittern, vergrämen, so wird Gram Dein Weggefährte.
Allem, was je Dein Schicksal Dir bietet,
Gibt Deine Seele selbst erst den Sinn,
Denn ihr steht es frei, dem Geschick jedwede Antwort zu geben.“
Hier wird die herrliche Freiheit der Menschenseele von allem Unabänderlichen herausgestellt, allerdings nicht als Geschenk eines höheren Wesens, sondern in der Form der Möglichkeit freier Selbstgestaltung. Das es eine solche gibt, das nehmen viele Menschen ohne philosophische Untermauerung als gegeben hin, wenn sie über einen vom Schicksal schwer getroffenen aber nicht verbitterten Menschen sagen: Der hat sein Schicksal aber gut gemeistert.
Philosophische Erkenntnis kann Hilfe bei der Bewältigung schwerer Lebenslagen und auch beim Erkennen der Ursachen für unerwünschte Zustände sein. Aber es muß dringend vor dem Glauben gewarnt werden, daß die Philosophie eine Art Rezept für die richtig Lebensführung sein könnte, denn, wie schon deutlich gesagt, trifft der Mensch die letzte Entscheidung selbst. Dieses Entscheiden kann ihm kein anderer abnehmen. 

Hinweise auf den Wert der Volkserhaltung durch Dichter, aber auch durch Politiker

Kommen wir zurück zum Volksgedanken.
Philosophische Erkenntnis ¾ so es sich um eine solche handelt und nicht um reine geistreichelnde Gedankenspielerei ¾ wird intuitiv, d.h. aus sich heraus, gewonnen. Sie bedarf nicht des Beweises durch Lebenslagen. Aber das Nachvollziehen, das Nacherleben gebotener Erkenntnis wird erleichtert, wenn z.B. aus der Kulturgeschichte vielfältige Beweise für das Ahnen oder Erkennen der Bedeutung des Volkstums bekannt sind.
Friedrich Schiller ruft auf: Ans Vaterland, ans teure, schließ dich an ...“. Warum ergeht dieser Aufruf? Weil hier die „starken Wurzeln seiner Kraft“ liegen. Ohne diese ist der Mensch einem „schwanken Rohr“ vergleichbar, „das jeder Sturm zerknickt“.
Gottfried Keller mahnt: Achte jedes Mannes Vaterland, doch das deinige liebe.“ Diese Mahnung ist ebensoweit vom Rassismus, der andere Rassen nicht gelten lassen will, wie von der Volksvergessenheit entfernt, die die engere Bindung zu Menschen des eigenen Volkes nicht kennt oder verdrängt. Die Bindung ergibt sich aus der gleichen Grundeigenart des seelischen Erlebens.
Aus einem etwas anderen Blickwinkel behandelt Felix Dahn das Thema. Er läßt seinen von Jenseitshoffnungen freien aber von hohem Verantwortungsbewußtsein durchdrungenen Germanen Merowech sagen: „Der Mensch dient der Menschheit, indem er seinem Volke dient. Einen Menschen im allgemeinen hab‘ ich noch nicht gesehen.“ Das ist eine Absage an die Behauptung von der Gleichheit aller Menschen, ohne das die Verantwortung für die Menschheit verkannt wird.
Ähnlich drückt sich Bogislav von Selchow aus:
„Ich bin geboren deutsch zu fühlen,
Bin ganz auf deutsches Denken eingestellt.
Erst kommt mein Volk und dann die andern vielen,
Erst meine Heimat, dann die Welt.“
Wer diese Zeilen nur oberflächlich liest, könnte meinen, von Selchow sei ein engstirniger Nationalist. Liest man aber genau, dann erkennt man, daß nur der Vorrang der deutschen Heimat herausgestellt wird, der nach dem Ersten Weltkrieg von den bolschewistischen Umstürzlern bekämpft wurde. Aber „die anderen vielen“ werden auch beachtet.
Schließlich ist noch Johann Gottfried Herder zu nennen, der die Unterschiede zwischen den Völkern an Hand ihrer Lieder aufzeigt. Sein Buch trägt den Titel „Stimmen der Völker in Liedern“. Auch aus dieser Betrachtung geht hervor, daß die Völker in ihrem seelischen Erleben, das sich in Liedern besonders deutlich ausdrückt, als unterschiedlich erkannt werden.
Es waren aber nicht nur deutsche Dichter und Denker der entfernteren Vergangenheit, sondern auch ein deutscher Politiker der Weimarer Zeit, Gustav Stresemann, und der jüdische Philosoph Martin Buber, die auf die seelische Verschiedenheit der Völker hinwiesen und diesem Tatbestand in große Bedeutung zusprachen.
Gustav Stresemann stellte in seiner Rede vor der Vollversammlung des Völkerbundes 1926 fest:
„Der göttliche Baumeister der Erde, hat die Menschheit nicht geschaffen als ein gleichförmiges Ganzes. Er gab den Völkern verschiedene Blutströme, er gab ihnen als Heiligtum ihrer Seele ihre Muttersprache, ergab ihnen als Heimat Länder verschiedener Natur. Aber es kann nicht der Sinn einer göttlichen Weltordnung sein, daß die Menschen ihre nationalen Höchstleistungen gegeneinander kehren und damit die allgemeine Kulturentwicklung immer wieder zurückwerfen. Der wird der Menschheit am meisten dienen, der, wurzelnd im eigenen Volk, das ihm seelisch und geistig Gegebenes zur höchsten Bedeutung entwickelt und damit, über die Grenzen des eigenen Volkes hinauswachsend, der ganzen Menschheit etwas zu geben vermag, wie es die Großen aller Nationen getan haben, deren Namen in der Menschheitsgeschichte niedergeschrieben sind. So verbindet sich Nation und Menschheit auf geistigem Gebiet, so kann sie sich auch verbinden in politischem Streben, wenn der Wille da ist, in diesem Sinne der Gesamtentwicklung zu dienen.“

Die Frage nach der Echtheit der Meinungskundgabe

Stresemann war Freimaurer, so daß man den Schluß seiner Rede für ein Wirken auf einen Weltstaat hin deuten könnte. Denn die Freimaurerei erstrebt als Ideal die Verbrüderung aller Menschen in einer Einheitsmenschheit ohne „störende“ volkliche Bindungen. Dieser Gedanke mußte damals allerdings noch sehr vorsichtig vorbereitet werden, weil ihm noch ein starkes Volksbewußtsein entgegenstand. Aber wie auch unter gläubigen Christen nur ein kleiner Teil von dem Glaubenshaß beseelt ist, der aus Lukas 19, 27 spricht und ebensowenig die Wirtschaftsauffassung teilt „Wer da hat dem wird gegeben ...“ (Lukas 19, 26), so braucht auch in Freimaurern das Gefühl für den Wert des Volkstums nicht ausgelöscht zu sein. Aber selbst wenn die Worte Stresemanns nicht seiner wirklichen Überzeugung entsprungen ¾ was hiermit nicht behauptet wird ¾, wenn sie also nur ein Zugeständnis an die allgemeine Bewußtseinslage in den Völkern sein sollten, wird die Richtigkeit der klaren Aussage zur seelischen Verschiedenheit der Völker nicht widerlegt. Die Aussage zeigte dann nur, daß das Volksgefühl bei den Mehrheiten in den Völkern vorhanden war und daß man dem bei einer Vorbereitung auf den Weltstaat  Rechnung tragen mußte. Heute ist das Volksgefühl ¾ nicht zuletzt durch dessen Verzerrung zu Rassismus im NS ¾ so geschwächt, daß es die Volkszerstörer offen als rechtsradikal verdammen und sogar als Volksverhetzung werten und damit kriminalisieren können.
Auch Martin Bubers Auslassungen zum Thema Volk gehen weit über die Feststellung der Unterschiedlichkeit hinaus. Buber bezieht die Rechte, die jedes Volk besitzt, in seine Betrachtung ein.
„Jedes Volk hat sein eigenes Wesen und seine eigene Gestalt,
jedes Volk steht in seiner eigenen Art und darf keinem
anderen untertan sein, jedes Volk hat seinen eigenen Ort und
einen Anspruch, da zu leben, und jedem Volk muß gewährt sein,
sich seinen Gott nach seinen eigenen Gedanken zu wählen.“
Und damit kommen wir zu der Verbindung zwischen Weltanschauung und Politik. Der enge Zusammenhang geht aus Bubers Worten hervor, denn aus der Wesenserkenntnis der Besonderheit ¾ insbesondere des „Gotterlebens ¾ eines jeden Volkes, ergeben sich die politischen Forderungen nach Selbstbestimmung und Freiheit, in seiner Eigenart zu leben. Diese Freiheit wird nur durch den allgemeinen Rechtsgrundsatz begrenzt: „Was du nicht willst, das an dir tu, das füg’ auch keinem andern zu.“ Mit anderen Worten die Freiheit des Handelns endet für jeden da, wo die Rechte anderer durch das eigene Handeln verletzt würden.

Der Einfluß von religiösen und pseudoreligiösen Lehren auf das Weltgeschehen

Nun gibt es unzählige Einzelfälle, in denen dieser Rechtsgrundsatz wegen der Unvollkommenheit der Menschen nicht beachtet wird. Die Gesetze und die Gerichte sind dafür zuständig, solchem Unrecht Einhalt zu gebieten. Wer aber nicht Einzelfälle regeln, sondern Unrecht und Fehlhaltung vom Grundsatz her überwinden will, der muß schauen, ob es neben der nun einmal vorhandenen Unvollkommenheit auch noch andere abzuändernde Ursachen für die unheilvollen Zustände in unserer Welt gibt. Wie schon erwähnt stieß Erich Ludendorff bei seinem Forschen auf Hintergrundmächte. In Gemeinschaft mit Mathilde Ludendorff erkannte er, daß diese Mächte „Glaubensmächte“ sind, die ihre Rechte zur Umgestaltung dieser Welt aus ihrem „Gottesbild“ ableiten.
Eine dieser Richtungen beruht auf der mosaischen Lehre, die die Juden für Gottes auserwähltes Volk hält und daraus Sonderrechte für dieses Volk ableitet. Die katholische Kirche erhebt einen ähnlichen Absolutheitsanspruch und lehrt, daß es für das Seelenheil jedes Menschen notwendig sei, dem römischen Pontifex (Papst) unterworfen zu sein. Beide Religionslehren erkennen keine freien Menschen an. Bei der jüdischen Religion scheint das eigene Volk von der Unfreiheit ausgenommen zu sein. Berücksichtigt man aber den Zwang der Rabbinerherrschaft  und die flächendeckende Regelung des täglichen Lebens durch religiös befohlenen Handlungen, dann erkennt man auch hier das Prinzip der Unfreiheit. Schon im Alten Testament sind von Gott Jahweh schwere Strafen für die Nichtbefolgung von Jahwehs Geboten aufgeführt. Und wer nicht an ein „überidisches“ Wesen glaubt, der weiß, daß die „göttlichen Gesetze“ von Menschengeist ersonnen wurden und diese leider von unsittlichem Macht- und Herrschaftswillen zeugen.
Die Abänderung der jüdischen Lehre für Nichtjuden, also die christliche Lehre, läßt keinem Gläubigen Freiraum zur Selbstgestaltung. Die hohen Priester wollen ein Heer sich schuldig fühlender Menschen, die völlig auf die Gnade des von den Priestern gelehrten “Gottes“ angewiesenen sind.
Die Aufklärung über die Zielsetzungen und Handlungsweisen der zionistischen und an das Alte Testament und den Talmud gebundenen Rabbiner und deren weltweiten Vereinigungen hat also nichts mit „Feindschaft“ gegenüber jüdischen Menschen zu tun, sondern richtet sich gegen verhängnisvolle Glaubenslehren, unter denen auch die Gläubigen selbst leiden. Es genügt für den Abwehrkampf nicht, nur die schlechten Handlungen der Weltmächtigen aufzudecken, denn dann steht das ungläubige Heer der Betörten geschlossen dagegen und ruft mit dem Brustton der Überzeugung: Verschwörungstheorie. Werden die Ursachen beleuchtet, dann erheben die Eingeweihten natürlich weiterhin den Vorwurf der Verleumdung, aber Denkwillige können stutzig werden und sich um die tatsächliche Geschichte kümmern. Seit Honore Balsacs (1799 -1850) Feststellung: „Es gibt zwei Arten von Weltgeschichte: Die eine ist die offizielle, verlogene, für den Schulunterricht bestimmt ¾ die andere ist die geheime Geschichte, welche die wahren Ursachen der Geheimnisse birgt,“ sollte bekannt sein, daß der „offiziellen“ Geschichtsdarstellung nicht zu trauen ist. Nur wer meint, daß sich die Zustände in unserer „demokratischen“ Zeit grundlegend geändert haben, der kann die Aussage aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts für überholt halten. Geändert hat sich äußerlich gewiß einiges, aber ehrlicher ist die Politik in einer Demokratie wirklich nicht, wie die andauernd bekanntwerdenden Korruptionsfälle zeigen.
Und wenn schließlich Änderungen im Verhalten der beamteten Demokraten wegen des krassen Unterschieds zwischen den hochtönenden Worten von Denk- und Meinungsfreiheit einerseits und den Untaten der politischen Klasse andererseits erfolgen müßten, dann wird das „Zwischenspiel“ : Demokratie eben wieder abgeschafft. Innenminister Schäuble ist mit seinem „Überwachungsstaat“ auf dem besten Wege dazu.
Bei dem Abwehrkampf gegen den Weltmachtanspruch der römischen Kirche, einen Gottesstaat unter der Herrschaft des Papstes bzw. des Jesuitengenerals oder des „Opus Dei“ zu schaffen, in dem auch die Völker keine eigenständige Rolle spielen sollen, geht es ebensowenig darum, Menschen ihren Glauben zu nehmen, sondern den die Menschenwürde verachtenden Zielen entgegenzutreten. Zu einer Auseinandersetzung über weltanschauliche Fragen wird niemand gedrängt. Aber jeder Mensch hat das Recht, religiösen Lehren seine eigene Anschauung entgegenzusetzen. Mathilde Ludendorff hat bei Erscheinen Ihres Buches „Erlösung von Jesu Christo“ ausdrücklich betont, daß dieses Buch nicht für gläubige Christen geschrieben sei. Sie hat ihre Leser dringend aufgefordert, dieses Buch Gläubigen nicht aufzudrängen, sie hat sich jedoch verpflichtet gefühlt, denjenigen, die unter christlicher Beeinflussung aufgewachsen, aber von der Lehre nicht mehr befriedigt sind, ein anderes Bild von der Welt und dem Menschen zu übermitteln. Und wer die Veröffentlichung einer solchen anderen Auffassung für nicht zulässig erklären möchte, der müßte sich fragen, welche Bedeutung dem Grundgesetz dann überhaupt noch zukäme, in dem die Meinungsfreiheit und ganz besonders die Freiheit der religiösen und weltanschaulichen Überzeugung garantiert wird.
Die viel im Munde geführte „Toleranz“ bedeutet nicht, daß man keine andere Meinung äußern oder keine Kritik an anderen Anschauungen üben dürfte, sondern nur, daß einem anderen die eigene Anschauung nicht aufgezwungen werden darf und daß bei einer Auseinandersetzung die durch Sitte und Anstand gezogenen Grenzen nicht überschritten werden.
Fassen wir zusammen: Grundlage des politischen Abwehrkampfes sind die philosophischen Erkenntnisse Mathilde Ludendorffs
Wie Friedrich Schiller sieht Mathilde Ludendorff die „innere“ Freiheit als das unverzichtbare Gut des Menschen an. Schiller stellte heraus: „Der Mensch ist frei geboren, ist frei, und wär’ er in Ketten geboren“, und Mathilde Ludendorff erkennt die Möglichkeit des Menschen unnahbar für alle Schlechtigkeit verkommener Menschen zu werden, die oft große Macht besitzen. So mancher stolze Mensch hat gesagt: „Töten könnt ihr mich, aber ihr könnt nicht meine Seele versklaven.“ Erkennt man  diese Möglichkeit menschlicher Größe, dann ändert sich auch der Wertmaßstab für die Lebensgestaltung. Infolgedessen gibt es auch keine unmoralischen Mittel beim Abwehrkampf, wie ihn die Hintergrundmächte nach der Einstellung: „Der Zweck heiligt die Mittel“  betreiben. Mit Lug und Trug und den Machtmitteln: Furcht, Staunen und Gewöhnung fesseln die genannten Mächte die Mehrheit der Menschen an ihre Zielsetzungen. Den genannten Machtmitteln, so mahnte Erich Ludendorff, seien Denken und Freiheitswille entgegenzusetzen. Mit Denken wird das Staunen über falsche Leitbilder und die Gewöhnung überwunden. Und der Freiheitswille ist ein starker Bundesgenosse in der Überwindung der Furcht. Freiheitswillen kann man natürlich nicht befehlen, das wäre ein Widerspruch in sich. Man kann ihn höchstens durch Anmahnung wecken, wobei weniger die Worte als das eigene Vorbild Wirkung haben können. Aber die letzte Verantwortung für sein Handeln trägt jeder Mensch in sich.
Nun kann jeder entscheiden, ob er sich näher mit einer Richtung befassen will, die nicht Glück verheißt, sondern hohe Verantwortung auferlegt. Gewiß ist Verantwortung eine Bürde. Wenn sie  aber auf stolzen, unbeugsamen Schultern getragen wird, dann steht sie einem würdigen, erfüllten Leben nicht entgegen.

Weiterführende Literatur, in der auch eine  andere Beleuchtung von Grundsatzaussagen zu finden ist.  Je schwieriger ein Thema ist, desto eher kann es gelöst oder zur eigenen Überzeugung werden , wenn es von vielen Seiten beleuchtet wird.
„Triumph des Unsterblichkeitwillens“, das erste philosophische Werk Mathilde Ludendorffs. Das Werk ist gegliedert in die Abschnitte “Wie es die Seele erlebte“, ein Text in gebundener Sprache, und „Wie die Vernunft es sah“. Natürlich ist jede Wesenserkenntnis nur intuitiv, d.h. mit dem zweiten Erkenntnisorgan, dem zu Gotterkenntnis befähigten Ich der Menschenseele, zu gewinnen. Aber für die Übermittlung in Worten muß die in gewisser Weise an die Vernunft gebundene Sprache zu Hilfe genommen werden. Gedichte und Texte in gebundener Sprache übermitteln ein Erleben mit weniger vernunftmäßiger Hilfe als Texte, die soweit wie möglich mit der Vernunft nachvollziehbar sein sollen. Daher muß jeder für sich entscheiden, über welche Form er am besten Zugang findet.
Wenn die Vernunft auch für das Erkennen des Wesens der Erscheinung nicht zuständig ist, so hat sie doch eine „Überprüfungsfunktion“. Widerspricht ein Gedanke über das Wesen der Erscheinung den Vernunfterkenntnissen, dann handelt es sich nicht um eine Erkenntnis, sondern um eine Wahnvorstellung.

Bücherliste: „Triumph des Unsterblichkeitwillens“ von Mathilde Ludendorff
* „Aus der Gotterkenntnis meiner Werke“ von Mathilde Ludendorff
* „Deutscher Gottglaube“ von Mathilde Ludendorff
* „Einführung in die Gotterkenntnis" von Erich Weferling

*„Erich Ludendorffs Weg zur Erkenntnis“ von Gundolf Fuchs
*„Einführung in die Gedankenwelt der Gotterkenntnis“ von Gundolf Fuchs

 

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            Diese Behauptung wurde vom Bayerischen Verwaltungsgericht mit Urteil vom 19. Februar 1963 als falsch erkannt. (s. „Der verschwiegene Widerstand gegen die Nazi-Diktatur”, Harm Menkens, Lühe-Verlag, Postfach 1249, 24390 Süderbrarup, ISBN 3-926328-61-4)

            Diese Behauptung wurde vom Bayerischen Verwaltungsgericht  mit Urteil vom 19. Februar 1963 als falsch erkannt. (s. „Der verschwiegenen Widerstand gegen die Nazi-Diktatur“, Harm Menkens, Lühe-Verlag, Postfach 1249, 24390 Süderbrarup, ISBN 3-926328-61-4)

            Über Demokratie:
Unser demokratisches Zeitalter ist ein klägliches Zwischenspiel zwischen zwei großen aristokratischen Epochen: der feudalen Aristokratie des Schwertes und der sozialen Aristokratie des Geistes. Die Feudalaristokratie ist im Verfall, die Geistesaristokratie im Werden. Die Zwischenzeit nennt sich demokratisch, wird aber in Wahrheit beherrscht von der Pseudoaristokratie des Geldes. (Coudenhove-Kalergi, „Praktischer Idealismus“, S. 31)