Johannes Thiesbrummel:"Rechtsstaat steht auf dünnen Beinen" (Auszug aus einem Offenen Brief)
SachsensumpfVon Thomas Datt und Arndt Ginzel | © ZEIT online 16.11.2007 - 01:20 UhrIn Leipzig wurde ein Chefermittler kaltgestellt - womöglich, weil er in dem sächsischen Rotlicht- und Korruptionsskandal die falschen Fragen stellte. Denn vorzuwerfen ist ihm nichts. >Weiterlesen<Landtagsabgeordneter übt scharfe Kritik an Justiz:Einschüchterungsversuche und rechtswidriges Handeln.Ein Gespräch mit Karl Nolle: "...keine Arbeit für Leisetreter"Sie haben am Freitag Strafanzeige gegen Unbekannt wegender Verfolgung Unschuldiger und der Behinderung einesVerfassungsorgans gestellt. Was sind die genauenHintergründe Ihrer Strafanzeige?Der Untersuchungsausschuß »Sachsensumpf« hat am 17.Dezember den Leipziger Kriminalhauptkommissar GeorgWehling als Zeuge vernommen. Die Vernehmung wurde nachsieben Stunden unterbrochen und vertagt. Gegenspieler in der Affäre: Sachsens InnenministerAlbrecht Buttolo (l.) und der suspendierte ErmittlerGeorg Wehling Fotos: DPA, Arndt GinzelErmittlungsverfahren, die den offensichtlichen Zweck verfolgen, ihn als Zeugen mürbe zu machen,enormem Druck ausgesetzt ist. Er ließ sich auch nicht von inzwischen anhängigenDisziplinarverfahren seines Dienstherren, inklusive vorläufiger Dienstenthebung, daran hindern,umfänglich auszusagen. Seine Aussagen wurden von anderen Zeugen gestützt.Karl Nolle MdLJetzt ist die Legende der Staatsregierung vom durchgeknallten Kommissar als Urheber einer Märchensammlung zum Korruptionssumpf in Sachsen wie ein Kartenhaus zusammengebrochen. Diese Blamage ist der Grund für den Rechtsbruch der Staatsanwaltschaft, mit einem erneuten Ermittlungsverfahren, jetzt wegen Falschaussage, den mißliebigen Zeugen zu verleumden, auszuschalten und die Arbeit des Untersuchungsausschusses zu torpedieren.Eine Stunde nach Vorliegen meiner Strafanzeige bei der Generalstaatsanwaltschaft und
man gestand öffentlich den Rechtsirrtum ein. Dieser plumpe Versuch derEinschüchterung war eindeutig rechtswidrig. Die beiden verantwortlichen Staatsanwältehaben sich als "juristische Versager" entpuppt. Sie sind auf ihrer eigenen Schleimspurzum Justizministerium ausgerutscht. Ihr vorauseilender Gehorsam mit Schaum vor demMund führte zu einem bombigen Schuß in den Ofen. >Weiterlesen<