Die Rebellion der Völker - die Rebellion der Vernunft
Es war ein Aufstand der Völker gegen die westlichen Industriestaaten unter Führung der USA. Der Kopenhagener Klimagipfel wurde für diese zu einer grossen Niederlage. Nun stehen sie vor einem Scherbenhaufen. Es gelang den USA und der EU nicht, der grossen Zahl der Staaten und Völker ihre Vorstellungen von Klimapolitik aufzuzwingen. Die Völker haben die Klimaheuchelei durch-schaut und wehrten sich entschieden.
Kopenhagen war eine Zäsur, war ein friedliches Kräftemessen zwischen Raffgier und Vernunft, das zugunsten der Vernunft ausging. Es war gut, dass die westlichen Staaten verloren haben, denn ihr Triumpf hätte die Welt noch ärmer und schmutziger gemacht. Das Interesse der Völker an der Erhaltung der Welt mit ihrem natürlichen Reichtum und an einer sorgsamen Nutzung der Erde ist eine gewaltige geschichtsverändernde Kraft. Es zeichnet sich ab, dass das Ringen um das menschliche Lebensrecht auf der Erde der hauptsächliche Inhalt der Auseinandersetzungen im
21. Jahrhundert sein wird. Und zum Glück für die Menschheit wurde der erste frontale Angriff erfolgreich abgewehrt. Kopenhagen war deshalb nicht eine Niederlage für die Zukunft. Das Selbstbewusstsein der Völker hat einen starken Impuls erhalten.
Anstatt das Fiasko einzuräumen und die Ursachen zu benennen, ergehen sich die Merkel-Regierung und die Opposition in Schönrederei und oberflächlicher Schuldzuweisung. Der Regierung fehlt die Selbstüberwindung zu einem Rücktritt und der Oppsosition fehlt der Mut, diesen Rücktritt zu fordern. Das wäre konsequent nach den innenpolitischen Pannen und dem aussenpolitischen Versagen.
Die Zeiten haben sich geändert, die Völker tanzen nicht mehr nach der Pfeife der USA. Sie lassen sich nicht mehr Vorschriften machen und mit Almosen ködern, für die sie in finanzielle Ketten gelegt werden. Denn eines ist unbestreitbar: die Klimapolitik der westlichen Länder ist Bestannd-teil ihrer gesamten Globalisierungsstrategie. Doch diese greift nun nicht mehr.
Kopenhagen setzte ein wichtiges Zeichen für die Zukunft. Deutschland könnte bei der Erneuerung der Welt eine herausragende Rolle spielen, wenn sein Vasallenverhältnis zu den USA zu Ende käme. Welche hervorragende Rolle könnten wir hier spielen, wenn unsere Politik eine Politik des Aufbruchs in die Zukunft wäre. Es ist unsere Überzeugung: Der Kurswechsel muss erfolgen. Wir wollen dabei sein, aus eigenem nationalen Interesse und aus Verantwortung gegenüber der ganzen Weltgemeinschaft.
Deutschland könnte mit seinen geistigen und materiell-technischen Potenzen bei dieser neuen Ausrichtung eine bedeutende Rolle spielen. Dazu braucht es aber Handlungsfreiheit. Es musss die tödliche Last des staatlichen Schuldenberges ebenso abstreifen wie sein Vaasallenverhältnis zu den USA. Es muss sich politisch reformieren, damit der Wille des Volkes die Grundlinien der Politik bestimmt. Die Gewähr für seine neue Handlungsfreiheit liegt einzig und allein in der Herstellung einer höheren Stufe der Volkssouveränität.
Das Bestreben des deutschen Volkes und das Bestreben der anderen Völker stimmen in ihren Grundzügen überein. Wennn Deutschland diesen Weg einschlägt, ist ihm die Sympathie der Völker gewiss.
J. Hertrampf
Wieso ist diese Parole in Vergesseheit geraten? Sie passte nicht in das Konzept der Globalisten. Kopenhagen löste eine tiefe geistige Krise aus. Die Strategie der Globalisierung geht nicht mehr. Die Niederlage der Globalisierung ist das eigentliche positive Ergebnis von Kopenhagen. Wir brauchen nicht bloss technische Innovationen, sondern eine protektionistische Umkehr.
Also muss Frau Merkel eine neue Regierungserklärung abgeben, mit einer anderen Blickrichtung. Kein Wunder, dass sie mit gemischten Geühlen nach Hause gefahren ist