Betr.: Der größte Bankraub aller Zeiten
Sehr geehrte Damen und Herren,
was treiben die „Mächtigen“ der Finanzwelt? Eine Frage, die uns alle betrifft.
Wen haben diese Burschen alle im Griff? Da verkündet unsere Bundeskanz-
lerin Frau Angela Merkel in einem Interview des ZDF (Berlin direkt) am
15. Februar 2009 vollmundig.: „Wir haben - (wer ist überhaupt „WIR???“) -
International versprochen, daß keiner mehr eine Bank, die andere mitreißen
könnte, insolvent gehen läßt.
Ja prima, verehrte Frau Merkel. Jetzt hören wir aus berufenem Munde, daß Staatsregierungen die kriminellen Machenschaften des internationalen
Bankgewerbes fördern und unterstützen. Bei diesen Verhältnissen ist die
etablierte Mafia noch ein unbescholtener Jungfrauenverein und kann hier
durch aus noch in die Schule gehen. Selbst der Innenminister dieses Landes,
Dr. Wolfgang Schäuble, stuft das Bankgewerbe höher ein als den Terrorismus.
Wie müssen sich wohl Jahr für Jahr rund 40.000 Selbständige mit ihren Familienangehörigen fühlen, die die Banken-Mafia und der Staat mit Hilfe
seiner vielen Erfüllungsgehilfen auf dem Gewissen hat ??? Da kommen
brutalste Methoden zum Einsatz, wenn zahlungsunfähige Schuldner, -
aus welchem Grund auch immer - nicht pünktlich zahlen können. Konto-
pfändungen kommen schneller als man gucken kann. Somit wird eine Handlungsunfähigkeit erzeugt, die die Betroffenen zur Verzweiflung bringt.
Werden und wurden in solchen Fällen Rettungsschirme aufgespannt? Wohl
kaum. Da wird wohl kalkuliert und vorsätzlich vorher schon die Reißleine
gezogen und das letzte aus den Menschen heraus gepresst, wo für sie oft
Jahrzehnte lang gebuckelt und malocht haben.
Und wenn man dann sieht, wie kriminelle Bankmanager mit Hilfe des mör-
derischen „Zins und Zinseszins“ ihre Honorare fordern, kommt richtig
Freude auf. Daraus sollten Lehren gezogen werden, bevor es endgültig
zu spät ist.
Also.: Schuldenmoratorium sofort !!!
Niemals mehr Neuverschuldungen !!!
Schluß mit den immer dreister formu-
lierten Lügen und Beschwichtigungen
von Seiten der Politik !!!
Sofortige Enteignung (Kontenpfändungen)
bei allen Bankern, die sich des Betruges
schuldig gemacht haben.
Wo bleibt die Justiz und deutsche
Staatsanwälte !!!
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Die Menschen haben die Schnauze
endgültig voll !!!
09. Februar 2009
Bank, Banker, Bankrott
Der größte Bankraub aller Zeiten
Von René Zeyer
Was treiben die Mächtigen der Finanzwelt? Wie sieht ihre Arbeit, wie ihr Leben aus?
manager-magazin.de präsentiert Auszüge aus dem Buch "Bank, Banker, Bankrott", in dem Autor René Zeyer
Eitelkeiten, Intrigen und Karrieresucht von Gelddealern entlarvt, die den Bezug zur Realität schon längst verloren haben.
René Zeyer, geboren 1955, arbeitete als Journalist und Reporter für diverse Zeitschriften, darunter "Wiener", "Stern", "Geo", "FAZ", "Das Magazin", "Schweizer Illustrierte" und war mehrere Jahre lang Auslandskorrespondent der "Neuen Zürcher Zeitung". Er ist langjähriger Berater für Kommunikation in der Finanzbranche. Sein Gastbeitrag ist ein Auszug des frisch erschienenen Buchs "Bank, Banker, Bankrott. Storys aus der Welt der Abzocker". Ich gebe zu: Als ich diese Storys schrieb, wusste ich nicht, dass alles noch viel schlimmer ist. Aber am allerschlimmsten ist: Wenn sich die Weltwirtschaft vom größten Bankraub aller Zeiten erholen wird, werden die Banker genauso weiter machen, wie hier beschrieben. Alle Storys sind aus dem wahren Leben der Finanzdienstleister gegriffen. Ich gebe auch zu, dass meine eigene Fantasie nicht ausgereicht hätte, um das zu erfinden. Natürlich wurden einige Namen und Örtlichkeiten verfremdet, um die nackte Wahrheit nicht durch dorniges juristisches Gestrüpp zu jagen.
Endlos ist das aktuelle Geschwätz über Reformen des Finanzsektors, neue Gesetze, Behörden, Regeln, Sicherheiten. Warum brauchen wir das alles? Brauchen wir es überhaupt? Wir brauchen gar nichts Neues. Nur den klaren Blick. Wie konnte es denn soweit kommen, dass ein paar Finanzakrobaten in den USA und ihre notorischen Mitläufer in Europa weit über 1000 Milliarden Dollar, vermutlich eher 2000, verrösten konnten, ohne auch nur den kleinsten Rauch aufsteigen zu lassen? Interessanterweise darum, weil nichts verbrannt wurde. Es wurde nur abgezogen. Jahrelang, massiv und am helllichten Tag. Denn man muss sich immer vor Augen halten: Geld verschwindet nicht, wird auch nicht vernichtet (außer durch eine galoppierende Inflation), sondern umverteilt.
Hat einer weniger, hat ein anderer mehr; so einfach ist das mit dem Geld. Das Ganze ist ein gigantischer, unverschämter, aber wohl orchestrierter Raub von ein paar Bankern am Vermögen von Millionen von Sparern und zukünftigen sowie aktiven Pensionären.
Die Werkzeuge waren nicht Dietrich oder Schweißbrenner, sondern "Finanzinstrumente", "Derivate", "Hedgefunds", "Financial Engineering", CDO, RLN, Alt-A, "Private Banking", "persönliche Vermögensberatung", um nur einige Stichworte zu nennen. Produkte, die so gestaltet waren, dass weder der Erfinder noch der Verkäufer und erst recht nicht der Käufer den blassesten Schimmer hatten, worum es ging und geht. Was steckt denn Neues, Innovatives hinter all diesen Derivaten, Abkürzungen und dem Fachchinesisch? Die Antwort ist einfach: Gar nichts! Und schon gar nichts Neues. Am Anfang steht ein ebenso mittel- wie arbeitsloser Ami im Mittleren Westen der USA, und der möchte auch einmal auf großem Fuß leben.
Zahllose Banken und Finanzinstitutionen ringen darum, ihm diesen Traum zu erfüllen. Bedingung: Er muss ein Haus auf sich eintragen lassen und den Kaufpreis von einer dieser "Banken", nennen wir sie Pleitebank, bezahlen lassen. Und versprechen, dass er dann irgendeines Tages mal einen Zins und das Darlehen zurückbezahlt, was kein Problem darstellen wird, als das Haus dannzumal ja das Doppelte wert sein werde und er dies aus dem Mehrwert bewerkstelligen könne und das Haus dann ihm alleine gehöre. Ein großartiges Versprechen, da kann eigentlich nichts schiefgehen.
Nun muss die Bank, die solch tolle Versprechungen macht, das entsprechende Geld von irgendwoher bekommen, im Banker-Talk: sich refinanzieren. Und da sie dies, basierend auf derartig windigen Darlehensnehmern, nicht bekommen kann, muss sie das Ganze "umpacken" respektive von Umpackspezialisten umpacken lassen. Sie hat aber noch einen anderen Grund, zu einer neuen Verpackung des unappetitlichen Happens zu schreiten: Die Boni ihrer Manager. Doch davon später. Diese Darlehen sind in ihrer neuen Verpackung nicht mehr als faule Kredite erkennbar und können im Gegenteil als "Finanz-Hightechprodukte" den gierigen Abnehmern angedreht werden; je fauler, desto mehr Hightech.
Dass die hoch dotierten Spezialisten der Rating-Agenturen dazu nicht nur ihren Segen gaben, sondern sogar Höchstnoten verteilten, gibt einen ersten Hinweis darauf, dass es hier um mehr geht als Dummheit oder Gerissenheit.
Am Schluss hat man die seit Tausenden von Jahren einfachste Transaktion - Kreditgewährung gegen Zinsen und die durch Sicherheiten gewährleistete Rückzahlung des Kredites - in einen komplexen, völlig undurchsichtigen Taschenspielertrick umgewandelt und als Resultat des neuen "Financial Engineering" verkauft - und das im Betrag von Tausenden von Milliarden von Dollars.
Interessanterweise funktionierte dieses Mal der übelste aller üblen Tricks; der mit den Immobilien. Diese Lüge hatte bisher immer kurze Beine, einfach deshalb, weil sich ja wirklich jeder Finanzlaie in etwa ein Bild machen kann, was eine Holzhütte wert ist und was definitiv nicht. Wie ist es dann möglich, dass Millionen von einfachen Sparern, aber auch hoch dotierte Bankdirektoren, Pensionskassenverwalter oder andere institutionelle Anleger einmal mehr auf den primitiven Trick hereinfallen?
Die Erklärung ist vielleicht verblüffend, aber einfach: Sie wurden dazu gezwungen. Wer in den letzten zehn Jahren sein sauer verdientes Geld als Sicherheit für das Alter, die Ausbildung der Kinder oder einen späteren Hauskauf auf die Seite legte, verlor jeden Tag Geld, und je mehr er sparte, desto mehr verlor er.
Die Zinsen kompensierten bestenfalls die Teuerung, sie lagen aber regelmäßig darunter, besonders, wenn man den Warenkorb mit mehr füllte als nur mit Eiern, Bratwurst und Makkaroni. Sie lagen auf jeden Fall immer darunter, nachdem der Fiskus seinen Anteil an den Zinsen und dem Kapital abgeholt hatte. Wer sein Geld einigermaßen vor diesem Wertzerfall schützen wollte, wurde von seiner beratenden Bank höflich, aber bestimmt in den Finanzmarkt mit all seinen attraktiven Anlagemöglichkeiten gelenkt. Der Treibstoff für diese Massenbewegung war der tiefe Zins, der sowohl in der Dollar- wie der Eurozone (und nicht zuletzt in der Schweiz) während über einem Jahrzehnt gepriesen und angewendet wurde.
Ohne diese Almosen an Zins hätte die Pleitebank ihrem Gringo das Darlehen auf seine Holzbude nicht jahrelang zinsfrei stehen lassen können, sie hätte auch gar kein De-facto-Gratisgeld bekommen; die Pensionskasse in 10.000 km Entfernung hätte keinen Hedgefund gezeichnet, sondern ihr Geld in die klassischen Instrumente wie Obligationen und ein paar Aktien investiert.
Der gigantische Kuchen wäre in sich zusammen gefallen, bevor auch nur die ersten Anzeichen von souffléartigem Aufgehen zu erkennen gewesen wären. Nun ist es aber nicht so, dass es der Pleitebank - oder nennen wir sie zeitgemäßer Investmentbank - je um Finanzierung von Häusern gegangen wäre oder um Investment, wie man aus dem Namen schließen könnte. Und schon gar nicht um diejenigen von mittellosen Gringos. Ihr Geschäft war das Umpacken. Das Haus des Gringos diente lediglich als Alibi; es hätte auch eine Hundehütte sein können. Bei diesem Geschäft flossen die Kommissionen und daraus die Boni. Aus dem oberlangweiligen Gewähren von Hypothekarkrediten war plötzlich eine hochrentable Angelegenheit geworden. Weil niemand sah, dass die Investmentbank offiziell hundert einpackte, der Käufer des Paketes dafür einhundertzehn bezahlte und nicht merkte, dass nur neunzig drin waren. Und das läppert sich zusammen:
Umpacker Goldman Sachs konnte alleine im Jahr 2007 seinen Kadern gut 20 Milliarden Dollar Boni ausbezahlen für ihre Bemühungen in Sachen Umpacken, die UBS immerhin noch über zehn Milliarden Dollar.
Alle Umpacker in den USA zusammen dürften in den letzten fünf Jahren sicherlich die Summe von 1000 Milliarden für ihre klammen Aktivitäten abgezweigt haben. Ohne umpacken wäre allenfalls ein Zehntel davon angefallen. Dazu haben die "Finanzingenieure" bei ihren kriminellen Machenschaften einen Kollateralschaden verschuldet, der ein Mehrfaches dieses Betrags ausmacht. Nun sind wir auch schon beim anzunehmenden "Schaden" angekommen.
Wohl 5000 Milliarden Dollar; genau weiß man es nicht, man wird es nie wissen. Um es deutlich zu sagen: Der Minderwert des Hauses des Gringos stellt nicht den großen Schaden dar. Es war einfach überbewertet, aber immerhin ist es noch da; den kleinen Schaden hat der Gringo. Er war pleite, jetzt ist er noch etwas mehr pleite, dafür nüchterner. Der große Schaden besteht in der gigantischen Vermögensverschiebung: von den Sparern zu den Managern der Finanzinstitute.
Der Witz dabei: Die Gangster haben das Ganze völlig risikolos und ohne Angst vor Strafe durchgezogen, und die ganze Welt schaute zu und feierte die Stars einer neuen Ökonomie.
Nun wurde ja Herr Alan Greenspan, vom 11. August 1987 bis zum 31. Januar 2006 Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve System, der wichtigsten Zentralbank der Welt, mehr als einmal und von mehr als einer Seite als wohl historisch intelligente Fachkraft gepriesen. Und es ist sicher so, dass er etwelche Mängel hat, sicher aber nicht den der unterdotierten Intelligenz.
Seine berühmte Ausrede, eine Blase könne man erst erkennen, wenn sie platzt, ist genauso lahm wie seine jüngsten gewundenen Entschuldigungen. Wenn man nicht annehmen will, dass man sich im meistgefeierten Chef des FED während zwei Jahrzehnten geirrt und dass in Tat und Wahrheit ein Obertrottel die Fäden der Weltwirtschaft gezogen hatte, dann muss es eine andere Erklärung für ein derartiges Verhalten geben. Die einzige stichhaltige Erklärung ist, dass es sich um einen gewaltigen Diebstahl handelte, bei dem Alan, wenn nicht die Strippen zog, so doch Schmiere stand. Es ist schlicht nicht erklärbar, dass man zehn Jahre lang in aller Offenheit ein Schmierenstück durchzieht, dieses mit sibyllinischen Tönen begleitet, zuschaut, wie die Milliarden im Multipack die Seiten wechseln, die ganze Finanzwirtschaft gegen die Mauer fährt und dies mit dem Wohl der Wirtschaft zugunsten aller rechtfertigt. Es ist offensichtlich, dass es sich hier um ein gigantisches Komplott handelt, bei dem einige Wenige ihre Macht über öffentliche Institutionen und das Volksvermögen in ungeheurer Art missbraucht haben, genauso wie Bankpräsidenten ihre Macht in den von ihnen geleiteten Banken schamlos ausgenützt haben.
Mit anderen Worten: Leute, die selbst weder investiert hatten in die Banken, die sie lenkten, noch irgendein Risiko an deren Schäden trugen, haben diese maßlos ausgelumpt und das Geld in ihre Taschen gesteckt - der größte Bankraub der Weltgeschichte …
Wall Street: 18,4 Milliarden Dollar Bonus - trotz Krise (29.01.2009)
Madoff-Skandal: Banken und Wirtschaftsprüfern droht Ärger (28.01.2009)
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© manager-magazin.de 2009
… und diesem Bankraub folgt jetzt die Atem-beraubende Fortsetzung der
Umverteilung von unten nach oben, indem die Regierungen aller
Industrienationen – Frau Merkel als "Vorreiterin" wird ja gerade abgelöst von Herrn
Obama, der stolz sein "Konjunkturprogramm" mit Billionen-"Hilfen" für amerikanische
Banken vom Senat hat absegnen lassen – die Steuergeld-Bündel wie die
Kamellen vom Karnevalswagen pfeffern … nur dass unten nicht die
Arbeitnehmer stehen, die diese Geldbillionen durch ihre Arbeit erwirtschaftet
haben, sondern einzig und allein ausgesuchte Herrschaften in Maßanzügen mit
Zigarre und Zylinder…
Ich darf Sie beruhigen:
Wenn Sie angesichts eines solchen Szenarios WUT in sich aufkommen spüren, so hat diese nichts mit "Sozialneid" zu tun, sie ist vielmehr ÜBERAUS BERECHTIGT.
Werden Sie sich diese unglaubliche Unverschämtheit gefallen lassen? Hoffentlich nicht – die Gier der ReGierungen und ihrer Sponsoren aus der Wirtschaft wird spürbar größer … ... und das einzige, was sie fürchten, sind Solidarität und Unruhe im Volk ... Überlegen Sie: Mit wem können Sie sich zusammentun?
Gemeinsam mit Gleichgesinnten geht alles leichter …
Für Recht und Gerechtigkeit in Politik, Staat und Wirtschaft
Mit freundlichem Gruß
Johannes Thiesbrummel