Kritik an Prof. Creveld
 
Vor einigen Jahren hat sich Prof. Creveld schon einmal mit ähnlichen Gedanken zu Wort gemeldet. Damals waren sie so formuliert, daß man nicht sicher erkennen konnte, ob er diese Gedanken für richtig hielt, die die israelische Führung hatte, oder ob er nur darüber berichtete. In seinen Äußerungen von Anfang dieses Jahres läßt er keinen Zweifel, daß er voll hinter diesen Gedanken steht. Neu ist der ungeheuerliche Gedanke, den man gleich zu Beginn des nachfolgenden Beitrags findet.


Übersetzung: 26.1.2009 (IAP News) Von Nadim Ladki
Ein israelischer Professor und Militärhistoriker deutete an, daß Israel sich wegen des Holocaust revanchieren könnte, indem es Millionen Deutsche und andere Europäer vernichtete.
Während eines Interviews, das in Jerusalem Freitag veröffentlicht wurde, sagte Professor Martin Van Creveld, daß Israel die Fähigkeit hätte, gegen die meisten europäischen Hauptstädte einen Atomschlag zu führen.
„Wir besitzen mehrere hundert Atomsprengköpfe und Raketen und können sie auf Ziele in alle Richtungen starten, möglicherweise sogar nach Rom. Die meisten europäischen Hauptstädte sind Ziele unserer Luftwaffe.”
Creveld, Professor der Militärgeschichte an der Hebräischen Universität in Jerusalem, unterstrich, daß die kollektive Vertreibung” bisher Israels einzige sinnvolle Strategie gegen die palästinensische Bevölkerung gewesen sei.
Die Palästinenser sollten alle vertrieben werden. Die Leute, die das anstreben (die israelische Regierung) warten nur auf den rechten Mann und den richtigen Zeitpunkt. Vor zwei Jahren waren nur 7 oder 8 Prozent Israelis der Meinung, daß dies die beste Lösung sei, zwei Monate später waren es 33 Prozent, und jetzt, entsprechend einer Gallup-Umfrage, sind es 44 Prozent.”
Creveld sagte, er sei sicher, daß der israelische Premierminister Ariel Sharon die Palästinenser vertreiben wollte.
„Ich denke, daß es absolut möglich ist, daß er das tun wollte. Er wollte den Konflikt auf die Spitze treiben. Er weiß, daß nichts anderes nützt.”
Gefragt, ob er sich nicht sorge, daß Israel ein Schurkenstaat würde, wenn es eine völkermörderische Vertreibung gegen die Palästinenser durchführe, zitiert Creveld den ehemaligen israelischen Verteidigungsminister Moshe Dayan, der sagte, daß „Israel wie ein verrückter Hund sein muß, zu gefährlich um ihn zu stören.”


Creveld argumentierte, daß Israel sich nicht sehr darum sorgen würde, ein Schurkenstaat zu werden.
„Unsere bewaffneten Kräfte sind nicht die dreißigststärksten der Welt, eher die zweit- oder drittstärksten. Wir haben die Fähigkeit, die Welt mit uns untergehen zu lassen. Und ich kann Ihnen versichern, daß dies geschehen wird, bevor Israel untergeht.“
Wenn berichtet wird, daß die Anzahl der Israeli, die eine erneute Vertreibung der Palästinenser befürworten, innerhalb von zwei Jahren von etwa 7 Prozent auf etwa 44 Prozent gestiegen ist, dann erkennt man, welche Macht die Kriegstreiber über die Bevölkerung haben. Das ist um so unheilvoller, weil bei mehrheitlicher Aufhetzung zu Völkerhaß der Pauschalvorwurf „die Juden“ begünstigt wird.
Auch diese Entwicklung unterstreicht die Wichtigkeit des Kampfes des Hauses Ludendorff gegen Priestermacht und -tyrannei, mit der die Bevölkerung zur Billigung ungerechten Handelns gebracht wird. Als Tyrannei kann man auch eine Handlungsweise bezeichnen, Menschen bei ihrer völkischen „Ehre“ zu packen, wenn es um die Umsetzung unsittlicher Machterweiterung geht.

Elke und Dr. Gundolf Fuchs, Telsekamp 11, 25770 Hemmingstedt,  d. 18.09.2009