Sehr geehrte Herren, liebe Freunde im Geiste!

 

Der Achtzigjährige überreicht Ihnen hier seinen Schwanengesang. Die beiden angefügten Pamphlete sind die Quintessenz seiner Beurteilung der Lage und dessen, was dagegen getan werden muß.

Sein Buch (Parousia. Angekommen in der Freiheit) gewinnt zwar immer mehr an Aktualität – wie die, die es gelesen haben, feststellen - bleibt gleichwohl mangels geeigneter Werbeträger weitgehend unbekannt.

Ich bitte um Nachsicht, daß ich Ihnen das erste der beiden Schriftstücke („Ausblick“) zumute. Es soll weniger informierte Zeitgenossen darauf hinweisen, daß das Gesetz von Ursache und Wirkung (gerade eindrucksvoll in Erscheinung getreten) nicht außer Kraft gesetzt ist.

Angesichts der Ursachen, die wir registrieren, und der Tatsache, daß sie nicht beseitigt werden, sondern sich fortgesetzt verstärken, will ich auf die Gefahren hinweisen, die daraus erwachsen.

Viele von Ihnen haben sich wissenschaftlich einigen Vorgängern verpflichtet, die, wenn ich diese richtig verstanden habe, das gleiche als richtig und nötig erkannten, was wir Föderalisten - zunächst von anderen Protagonisten beeinflußt – zum Gegenstand unseres Programms gemacht haben. Ihre Vorkämpfer mußten noch einige Zugeständnisse machen, ihre wahren Erkenntnisse verschleiern, weil die Zeit mit den Weltkriegen und dem wundersamen Aufschwung danach das ratsam erscheinen ließ. Jetzt indessen gibt es nicht nur keinen Grund mehr, nicht aufs Ganze zu gehen, jetzt ist auch keine Zeit mehr für Kompromisse. Die spontane, die natürliche, die freiheitliche, die föderalistische, die Werteordnung muß jetzt geschaffen werden – oder es ist für jede Form von Ordnung zu spät.

Ich bin kein Phantast. Mir ist klar, wie wenig Aussicht wir haben, uns gegen den Mainstream und das, was sonst noch alles dagegen steht, durchzusetzen. Zu denken allerdings gibt, daß Parteien, die nicht viel zu sagen haben (die Piratenpartei, die Partei der Gabriele Pauli), innerhalb kürzester Zeit Aufmerksamkeit und Gefolgschaft finden. Angesichts dessen ist ziemlich unerklärlich, warum das Richtige, Wichtige und Nötige keine Chance haben soll.

Meine Möglichkeiten sind erschöpft. Ob Sie wollen oder nicht, es liegt in Ihrer Hand, ob das höhere Leben auf der Erde erhalten bleiben darf. Ich hoffe für Sie und für uns alle, daß Sie der Verantwortung, die Sie tragen, gerecht werden.

Zuvorderst ist nötig, daß wir an einem Strang ziehen. Er muß ja nicht Föderalismus (Föderalistische Partei) heißen. Aber er muß sich erzwungenermaßen aus der vollständigen Freiheit zusammensetzen.

Wir dürfen keine Einschränkung zulassen, weil erstens es dafür keine Notwendigkeit gibt. Wir dürfen unseren befreiten Mitmenschen zutrauen, daß sie selbständig imstande sind (ggf. mit unserer Hilfe) zu regeln, was zu regeln sich als nötig erweist. Zweitens widerspricht jede Vereinheitlichung der Vielfalt menschlicher Lebensformen. Was den heute das Maß Setzenden heilig ist (die von ihnen formulierten Menschenrechte), den Libertären das Recht auf Eigentum, kann anderen Menschen völlig gleichgültig oder gar verabscheuungswürdig sein und umgekehrt. Drittens würde die Zulassung e i n e r Einschränkung der Ablehnung jeder weiteren die Begründung entziehen, der Regelungsgier Tür und Tor öffnen. Und viertens folgt die Gewähr der vollen Freiheit logisch aus des Menschen Wesensart und ist als Ordnungsgrundlage erfolgreich erprobt. Letztlich ist nur sie, weil unsere gemeinsame Basis, imstande, uns zu einen.

Wenn jeder von Ihnen auf seinem Wenn und Aber bestehen bleibt, hat nicht nur die Freiheit keine Chance, Ihr separates Anliegen noch weniger.

Ich stehe einer Einigung nicht im Weg. Ich werde sie stützen, so weit mir dazu die Kraft bleibt. Aber ich werde keine Aufgabe, kein Amt übernehmen. Und ich verzichte auf alle Ansprüche, die sich aus meinen öffentlichen Aktivitäten herleiten ließen. Es kommt darauf an, daß auch jeder von Ihnen hinter die Sache zurücktritt.

Mit freundlichem Gruß

Karl-August Hansen

 

 

Das Gebot der Stunde.


Wissen und Können des Menschen bedingen einen Wandel im Denken und Handeln.
Was immer er vormals unternahm, die Erde ertrug es. Jetzt sind ihm Einschränkungen
auferlegt. Diese im erforderlichen Umfang auf sich zu nehmen, zeigt er sich unfähig.
Das hat bedenkliche Folgen.
Hinzu kommt, daß die Menschheit sich in dem geschlossenen Lebensraum, den der von
ihr bewohnte Himmelskörper darstellt, rasant vermehrt. Das führt zu einer Verknappung
der Nahrungsquellen und benötigten Rohstoffe.
Dennoch nimmt sich ein Teil der Menschen (unbedacht und ungehindert) heraus,
wesentlich mehr zu verbrauchen, als ihm zusteht, und mehr zu anzurichten, als ihm
nachgesehen werden kann. Dagegen steigt der Anteil der Menschen, denen die
Nahrungs- und Erwerbsquellen genommen sind, unaufhörlich.
Der Mensch hat sich auch die Möglichkeit geschaffen, alles, was in seinem Lebensraum
geschieht, von innen und außen zu betrachten. Und er verfügt über Datensammler und
Rechenmaschinen, die festhalten und bewerten, was sich aus den Beobachtungen und
Geschehnissen ergibt. So bleibt ihm nicht verborgen, wohin die Fortsetzung dessen, was
er unternimmt und unterläßt, führt.
Die 150 Wissenschaftler, die die UNO am Beginn dieses Jahrtausends beauftragte, zu
ermitteln, wohin sich das Leben auf der Erde entwickelt (Millennium Projekt), kamen
zu dem Schluß, daß von allen möglichen und denkbaren Entwicklungen die Selbstvernichtung
der Menschheit in einem Krieg der Benachteiligten gegen die Bessergestellten
die höchste Wahrscheinlichkeit hat.
Es bedarf nicht der Wissenschaftler, um umständlich darzulegen, daß die Fortsetzung
dessen, was gegenwärtig auf der Erde geschieht, in eine existenzbedrohende Katastrophe
münden muß. Wer, mit gesunden Sinnen ausgestattet, nicht wahrnehmen wollte,
daß die Menschheit im Begriff ist, ihre Lebenschance zu überreizen, muß ein gewaltiges
Maß an Ignoranz und Verdrängung aufbieten.
Soll die destruktive Entwicklung aufgehalten werden, gilt es, eine umwelt- und menschengerechte
Form des Zusammenlebens zu finden. Das ist eine Bedingung, ohne die
nichts mehr geht.
Maßgebend ist der Mensch. Von seinem Wesen, von seiner Natur hängt ab, ob auf der
Erde Leben erhalten bleibt.
Nach Übereinstimmung aller großen Geister, die der Befindlichkeit des Menschen nachspürten,
wird dieser von Grundbedürfnissen geleitet, denen ein hohes Maß an Unverzichtbarkeit
innewohnt. Es sind dies Unabhängigkeit und Freiheit, Selbstachtung und
ein Vorschuß an Vertrauen, Geborgenheit und Schutz vor Verletzung und Verlust durch
das Wirken anderer.
Die gegebene Ordnung auf der Erde steht diesen Grundbedürfnissen entgegen.
Staat und Freiheit sind ein Widerspruch. Die repräsentative Demokratie soll ihn auflösen.
In welchem Ausmaß das fehlschlägt, wird an vielen Aufständen, Krawallen und
Protesten deutlich. Das liegt zum Teil an der Unzulänglichkeit der Repräsentanten. Im
Grunde jedoch will sich der Mensch selbst vertreten, sein Verhältnis zur Gemeinschaft
selbst bestimmen, selbst Einfluß nehmen auf das, was er beachten und vollziehen soll.
Die Staaten verstehen sich als Mehrer des Glücks ihrer Bürger. Dazu müssen sie ihnen
Vorteile gegenüber anderen verschaffen. Daraus erwächst ein naturgegebener Gegensatz
zu den anderen Staaten, der nicht selten nur kriegerisch abzugelten ist.
Die Staaten neigen zu Empfindlichkeit und Selbstüberschätzung. Das nötigt die Staatenlenker,
untereinander eigentümliche Verrenkungen und Verguckchen zu vollführen.
Auch verletzte Eitelkeit kann sich zur Kriegsbereitschaft auswachsen.
Ihre besondere Fürsorge gilt dem dominierenden Volk. Von Minderheiten wird das Aufgeben
ihrer Eigenheiten, wird Anpassung verlangt. Und Bürger, die gegen ihren Staat
aufbegehren oder ihm die Gefolgschaft verweigern, trifft die Unerbittlichkeit seiner
Gesetze, nicht selten die Todesstrafe.
Die Staaten erheben Ansprüche. Sie fordern Achtung und Gehorsam. Doch sie leisten
nicht, was zur Rechtfertigung ihrer Existenz und dieser Ansprüche ansteht. Sie vermitteln
keinen Schutz vor Verletzung und Verlust. Die Gefahr, einem Terroranschlag oder
einem Verbrechen anheimzufallen, ist so groß, daß viele Gemeinden dagegen eigene
Vorkehrungen treffen. Und der Betrug ist gängige Praxis. Der Bürger betrügt den Staat
und er wird betrogen, nicht nur von windigen Mitbürgern, sondern auch vom Staat.
Der Abbau von Moral und Rücksichtnahme wird überwiegend durch die Eigenart der
Staaten hervorgerufen. Die Anonymität und die Gesetzeskälte führen zum Verlust an
Geborgenheit und Selbstachtung, erzwingen Selbstsucht und fördern die Unbedenklichkeit
und Gewaltbereitschaft.
Obendrein gelingt es den Staaten nicht, unter ihren Bürgern Gerechtigkeit herzustellen
und soziale Konflikte zu vermeiden. Es gibt keinen Staat, in welchem die Bildung und
Ausbildung, die Krankenheilung, die Hilfe für in Not Geratene, die Betreuung der Alten
und Pflegebedürftigen auf zufriedenstellende Weise (ohne Dauerreform) gelöst sind.
Das darf auch nicht verwundern. Die persönlichen Bedürfnisse einer Vielzahl von
Menschen lassen sich von oben nicht regulieren. Das Leben ist zu vielfältig. Es entzieht
sich einer umfassenden, vereinheitlichenden Lösung.
Sämtliche Gefährdungen, denen die Menschheit heute ausgesetzt ist, gehen auf die
Existenz und Eigenart der Staaten zurück. Das Pochen auf Souveränität und Gebietserhalt
führt Kriege, Bürgerkriege und Fluchtbewegungen herbei. Ihre Regelungswut läßt
das Recht zum Unrecht entarten. Der Gigantomanie, die ihr entwächst, fallen die Natur,
die Ressourcen und Möglichkeiten zur Eigeninitiative zum Opfer.
Inzwischen bricht die staatlich geförderte und gegängelte Wirtschaft zusammen. Die
Banken haben das Spiel gespielt, das die Staaten vorgaben (jeder ist sich selbst der
Nächste - frisch gewagt, das Risiko trägt der Staat). Der Markt (nicht staatliche Kontrolle)
ließ die Blase platzen. Jetzt häufen die Staaten Schulden an, die jedes gesunde Maß
übersteigen. Sie entwerten ihre Währungen, treiben den Mittelstand in den Ruin. Das
muß zu einem Kollaps führen, der die Bevölkerung ins Mark trifft.
Autoritäten, jüngst erneut der Papst, mahnen Friedfertigkeit an und das Einhalten moralischer
Grundsätze – wohl wissend, daß sie in den Wind reden. Die gegenwärtigen Verhältnisse
laufen dem guten Willen zuwider. Sie stürzen die einen in Not und Verzweiflung,
regen die anderen zu Ichbezogenheit, Gleichgültigkeit und Unbedenklichkeit an.
Wut und Haß bekommen ständig neue Nahrung.
Die Staaten aufzulösen, sie durch eine Ordnung zu ersetzen, welche die Grundbedürfnisse
des Menschen befriedigt und damit Frieden verbürgt, ist die Notwendigkeit
schlechthin, ist das Gebot der Stunde.
Statt Achtung vor dem Staat ist Achtung vor dem Leben gefordert.
Frieden und Freiheit sind keine Utopie. Um Recht und Ordnung dauerhaft zu gewährleisten,
muß keine neue Gesellschaftsform erfunden werden. Was aus der Bedrängnis
hilft, ist seit langem bekannt und erfolgreich erprobt.
Stets, wenn Menschen sich in Freiheit eine eigene Ordnung geben konnten, haben sie
eine gewählt, die ihren Bedürfnissen entsprach. So geschehen auf Island. Die rauhbeinigen
Wikinger, nachdem sie dort Fuß gefaßt hatten, schmiedeten ihre Schwerter zu
Pflugscharen um und lebten fortan im Einklang mit sich und der Natur. Desgleichen die
Stedinger und Dithmarscher – bis die benachbarten Staatsgewaltigen, wie es ihre Art ist,
der Idylle ein Ende setzten. Die Eidgenossen vermochten über ein halbes Jahrtausend
hinweg ihre freiheitliche Ordnung aufrechtzuerhalten – bis Napoleon sie Zwang, ihren
selbständigen Grundgliederungen einen staatlichen Rahmen überzustülpen.
Kennzeichen der selbstgewählten Ordnungen ist die Gemeindeautonomie. Wobei
Gemeinde ist, wer Gemeinde sein will. Es gibt keinerlei Festlegungen, etwa hinsichtlich
Gebietsgröße oder Bevölkerungsanzahl. Und was in ihr gilt und geschieht, bestimmen
ihre Mitglieder ohne jede Vorgabe von oben oder außen. Zur Lösung der Probleme, die
sie selbst nicht bewältigen können sowie zur Schlichtung von Streitigkeiten unter ihnen,
schließen sie sich aus selbst erkannter Notwendigkeit zu Zweckbündnissen zusammen
oder richten Gerichte ein.
Schon Kant vermutete, daß aus selbständigen Gemeinden eine freie Föderalisierung
erwüchse, die bis zum Weltbund führe. Dieser hätte – zwangsläufig – das Gemeingut
der Menschheit (die Weltmeere, die Pole, das Erdinnere, den Weltraum) zu verwalten
und die Lebensbedingungen auf der Erde zu erhalten.
Nur Menschen, die nicht mehr in Notlagen geraten, die andere verschuldet oder verursacht
haben, nur Menschen, die sich in die eigene Verantwortung für sich und ihr
Umfeld gestellt sehen, sind fähig und bereit, sich die Einschränkungen aufzuerlegen, die
das Miteinander und die Natur verlangen.
Die Forderung nach Selbstorganisation (eben und gerade auch auf gesellschaftspolitischem
Feld) ist alles andere als außergewöhnlich.
Überall in der Welt entstehen gated, intentional und lifeboot-communities. Allein in den
USA gibt es über 50 000 Gemeinden, die sich der staatlichen Ordnung und Gesetzgebung
entziehen. Und ihre Zahl nimmt ständig zu.
3sat berichtete in seiner Sendung „nano“ am 29.1.2009: Im indischen Mumbai will die
Stadt für die etwa eine Million Einwohner des Elendsviertels „Dharavi“ im Herzen der
Megacity Häuser bauen und ihnen mietfrei zur Verfügung stellen, dazu Schulen, Sportstätten
usw. Die Bewohner weigern sich. Ihr Sprecher, Joaquim Arputham, sagt: „Nichts
sollte von oben nach unten geschehen. Alles sollte von unten nach oben kommen.“ Sie
wollten kein von oben verfügtes und gestaltetes Dasein. Sie wollten selbst bestimmen
über ihr Umfeld und ihr Leben.
Inzwischen unterstützt auch die Technik die Eigenständigkeit. Jede Gemeinde, viele
Betriebe, vielfach sogar jeder Haushalt, kann sich selbst mit der benötigten Energie
versorgen. Auch die Entsorgung von Abwässern und Müll wird zunehmend dezentral
und naturverträglich möglich.
Der gesamte soziale Bereich wird von einer selbständigen Gemeinde besser bewältigt,
als dies der treusorgendste Staat vermöchte, wobei gleichgültig ist, ob die Gemeinde
eine kapitalistische oder kommunistische, eine tiefreligiöse oder völlig freisinnige Form
des Zusammenlebens wählt.
Die Wirtschaft schließlich kommt sehr gut ohne den Staat aus. Auf sich gestellt bleibt in
ihr Fehlverhalten und Fehlkalkulation nicht ungestraft. Und ohne die Mißtrauen ausdrückenden
Regelungen von oben dürfte der ehrbare Kaufmann wieder in Erscheinung
treten.
Auch das Tausch- und Aufbewahrungsmittel Geld bedarf des Staates nicht. Eine freie
Wirtschaft brächte selbsttätig Privat- oder Freigelder auf den Markt, deren Konkurrenz
gewährleistet, daß es zu Wirtschaftszusammenbrüchen nicht mehr kommt.
Die Entwicklung, die der Mensch genommen hat, verlangt, daß er Ordnung in seine
Verhältnisse bringt. Logik und Konsequenz sind gefragt. Für Halbheiten und Kompromisse
ist nicht mehr die Zeit. Jetzt muß das Ganze gewagt und gewollt werden.
Das, was sich über uns zusammenbraut, ist kein Verhängnis. Wir rufen es hervor. Wir
haben auch in der Hand, es abzuwenden. Doch viel Zeit bleibt uns nicht dafür.

Soyons realistes – demandons l'impossible!
www.foedpd.de Karl-August Hansen

 

 

Ausblick


Die Stunde gebietet, mehr als jemals zuvor, nüchtern und unvoreingenommen zu begutachten,
was vorliegt und was dies für Folgen hat. Dabei ist, wenn es mehrere wahrscheinliche
Entwicklungen gibt, nicht die günstigste, sondern vor allem die ungünstigste
in Augenschein zu nehmen.
Es sind im wesentlichen vier Problemfelder, die das weitere Geschick der Menschheit
bestimmen: Die zunehmende Schädigung der Hülle und Oberfläche ihres Planeten, das
Anwachsen der Zahl ihrer Mitglieder, das Überhandnehmen von Ungereimtheiten und
Ungerechtigkeiten bei der Güterversorgung und die Steigerung der Gegensätze.
Die Suche nach einem Ausweichplaneten für die Menschheit (nachdem sie ihren eigenen
ausgeplündert und verseucht hat) hat sich erledigt, wegen der Entfernungen, die wir
inzwischen kennen. Ohnehin stellte die Umsiedlung auf einen anderen Planeten bei der
zu bewältigenden Menge Menschen, samt Huhn, Schwein und Kuh, vor schwerlich zu
überwindende selektive oder technische Schwierigkeiten. Deshalb muß die Menschheit,
will sie als Gattung überleben, ihren Heimatplaneten wirtlich erhalten.
Gegen dieses Gebot verstößt die Mehrheit der Menschen gegenwärtig in erheblichem
Umfang. Dies im einzelnen darzulegen, ist hier nicht der Ort. Festzuhalten ist lediglich,
daß es bisher nicht gelungen ist, die von Menschen verursachte Schädigung der Umwelt
zu beenden.
Die Natur ist bedrohlich erinnerungsfähig und wird immer rachelüsterner, meint Peter
Sloterdijk.
Bemerkenswert an diesem Sachverhalt ist, daß Völker, die sich noch auf althergebrachte
Weise verhalten, der Natur wenig oder gar keinen Schaden zufügen. Je „entwickelter“,
hochtechnisierter eine Gesellschaft lebt, um so mehr Schaden richtet sie an.
Der Mensch braucht die Technik, um den Unbillen der Natur zu trotzen. Doch bisher hat
er verabsäumt, sie naturverträglich zu gestalten.
Gegenwärtig, nach einer Untersuchung des britischen Ökonomen Pavan Sukhdev, verliert
die Welt jedes Jahr zwei bis fünf Billionen Dollar an Naturkapital.
Trotz Kriegen und Katastrophen vermehrt sich die Menschheit. Früher als seinerzeit die
Meadows hochrechneten (in Grenzen des Wachstums), durchbrach die Menschheit die
sechs Milliarden-Marke. Erwartet wird, daß die nächste Generation auf neun Milliarden
anwachsen wird.
Nach Berechnungen des WWF werden 2,1 „globale Hektar“ benötigt, um einem Menschen
das Leben zu ermöglichen. Zur Verfügung stehen gegenwärtig nur 1,8 Hektar.
Verbraucht werden im Mittelwert 2,7 Hektar, wobei die Amerikaner mit 9,5 Hektar die
größten mißbräuchlichen Nutzer sind.
„Wenn wir so weiter machen wie jetzt, bräuchten wir im Jahr 2035 zwei Planeten, um
unseren Bedarf zu decken“, schreibt James Leape, der General-Direktor von WWF
International.
Zugleich gehen jedes Jahr weltweit landwirtschaftlich nutzbare Flächen von der Größe
der Schweiz durch Wüstenbildung verloren (nach Berechnungen des Umwelt-Programms
der Vereinten Nationen – UNEP). Darüber hinaus werden in den Industrieländern
Acker- und Waldflächen durch Bauten versiegelt, allein in Deutschland täglich
eine Fläche von 129 Hektar (dem Statistischen Bundesamt zufolge).
Der Maschineneinsatz in der Landwirtschaft verdichtet den Boden. Das tötet in ihm
viele nützliche Lebewesen. In einer herkömmlich beackerten Krume außerdem versickern
25 Millimeter Regen pro Stunde. Ein industriell genutzter Acker nimmt nur mehr
10 bis 15 Millimeter Wasser auf. Das fördert die Erosion durch Wind und Wasser und ist
zugleich eine von mehreren Ursachen für Hochwasserkatastrophen und geringere Ernteerträge.
Nach Aussage von Robert Watson, des Direktors des Weltagrarrates, hungern derzeit
850 Millionen Menschen. Jedes Jahr kämen vier Millionen dazu. Von Gentechnik und
zunehmender Industrialisierung sei keine Besserung zu erwarten. „Die Landwirte müssen
nachhaltig mit natürlichem Dünger und traditionellem Saatgut arbeiten, um Böden
und Grundwasser zu schonen“, so Watson. Diesem Urteil schließt sich der Bericht der
Weltbank und der UN-Ernährungsorganisation FAO vom April 2008 an.
Viele setzen auf die Fähigkeit zur Problemlösung. Bisher allerdings hechelt diese
Fähigkeit des Menschen dem Wachstum der Probleme mit großem Abstand hinterher.
Viele angebliche Problemlösungen außerdem erweisen sich binnen kurzem als
Problemvermehrer.
Die Wirtschaft lahmt, wobei noch nicht deutlich ist, ob es sich um eine vorübergehende
Krise handelt oder einen anhaltenden Abschwung.
Die Politiker weisen die Schuld an der Entwicklung den Banken zu. In der Tat haben
einige Institute Fehler begangen, Fehler, die sie um viel Geld brachten.
Der wahre Grund jedoch wurde von Anbeginn in den Hintergrund gedrängt: Die Banken
sitzen auf Krediten, die nicht mehr bedient werden und deren Sicherheiten die Schuldsumme
nicht abdecken. Man spricht von „faulen Krediten“. Die Staaten unterstützen die
Gründung von „Bad Banks“, die den Instituten die Schrottpapiere abnehmen.
Wie konnte es dahin kommen?
Im allgemeinen verlangt ein Gläubiger, bevor er sein Geld aus der Hand gibt, Auskünfte
von seinem Kunden. Dazu gehört, ob der Bittsteller eine feste Anstellung hat, ob er
anderweitig verschuldet ist und welche Sicherheit er bietet für den Fall, daß er seine
Schuld nicht begleichen kann.
Nach neuesten Untersuchungen des Wall Street Journal haben einige Banken in den
USA gegen diese Regeln verstoßen.
Bei den Kreditnehmern, um die es hier geht, handelt es sich überwiegend um Käufer
von Grundstücken oder Immobilien oder Erbauer von Häusern. Als Sicherheit gaben sie
die Grundstücke oder die Gebäude.
Für gewöhnlich kann einem Gläubiger, wenn er so verfährt, kein Schade erwachsen.
Denn platzt der Kredit, veräußert er die Immobilie - ein Vorgang, der normalerweise
nicht zu nennenswerten Verlusten führt – solange Rechtschaffenheit im Geldgeschäft
den Rahmen setzt.
In den USA freilich haben viele Kreditvermittler die zur Frage stehenden Immobilien
absichtsvoll überbewertet, um höhere Provisionen zu kassieren.
Gleichwohl darf man davon ausgehen, daß die Mehrheit der Debitoren sich nicht höher
verschuldete, als für den Kauf oder Bau nötigt war, sowie durchaus bereit und fähig
war, ihren Kredit abzuzahlen, damit wohl auch schon begonnen hatte. Die Mehrheit der
Banken dürfte darauf auch vertraut haben.
Dennoch konnten plötzlich massenhaft Schuldner ihre Raten nicht mehr begleichen.
Und die Banken fanden für die angebotenen Immobilien keine Käufer mehr. Zwar gab
es nach wie vor genügend Interessenten für Wohneigentum, aber es gab immer weniger
Leute, die sich den Kauf leisten konnten - selbst nicht zu den rapide gefallenen Preisen.
Das wirft die Frage auf, was die Kaufkraft derart dramatisch einbrechen ließ. Dafür
kommen nur geminderte Einkünfte oder erhöhte Kosten in Betracht. Arbeitsplätze aber
waren (dank Bush's Kriegen) genügend vorhanden, auch Lohnkürzungen blieben aus.
So kommen als Ursachen nur vermehrte oder erhöhte Steuern und/oder Geldentwertung
in Betracht.
An dieser Stelle ist festzuhalten, daß der Markt funktionierte. Er ließ die Blase platzen,
nicht etwa die staatlichen Aufsichtsbehörden.
Die Hauptschuld an der Ursache des Geschehens aber trägt der Staat, der entweder die
Steuern erhöht oder das Geld entwertet hat oder beides.
Über die Steuerprogression während der Bush-Präsidentschaft habe ich eine Zusammenstellung
in der wissenschaftlichen Literatur nicht gefunden.
Die Geldentwertung dagegen ist reichlich dokumentiert: In den USA betrug die Teuerung
2007 angeblich (dargelegt vom Bureau of Labor and Statistics (BLS), aufgrund
eines willkürlich gefüllten Warenkorbs) CPI-U 2,9 Prozent. Die nicht nur gefühlte,
sondern tatsächliche Geldentwertung (Differenz aus vermehrter Geldmenge M3 und
Bruttoinlandsprodukt), berechnet vom Shadow Government Statistics (SGS), betrug
jedoch für den gleichen Zeitraum 10,5 Prozent. Für Februar 2008 stellten sich die unterschiedlichen
Werte wie folgt dar: CPI-U ca. 4 Prozent, SGS-Alternate CPI ca. 11,8 Prozent.
Der Verlust der Kaufkraft führt inzwischen zu einer Verbilligung vieler Waren. Daran ist
folgendes bemerkenswert. Auf dem Markt befindet sich erheblich mehr Geld als
geschaffene Produkte. Das müßte normalerweise zu Teuerung führen. Doch offensichtlich
befindet sich das viele Geld nicht in der Hand der Kaufinteressenten.
Mit manchem Dollar wird Krieg geführt. Die meisten freilich dürften in den Tresoren
und schwarzen Kassen derer verschwunden sein, die aus den Kriegen und Wetten der
Banken Nutzen zogen. Viel Geld jedenfalls wird dem Wirtschaftskreislauf entzogen,
weil es, hervorgeholt, deren Besitzer vor den Kadi brächte. Einige Billionen Dollar
überdies hortet der chinesische Staat, vielleicht als Faustpfand dafür, daß die USA
Taiwan nicht länger schützen.
Das geparkte Geld ist nicht ohne Brisanz. Es stellt eine ständige Bedrohung dar. Denn
würden die zurück behaltenen Scheine auf den Markt geworfen, führte das zu einer
Hyperinflation.
Einstweilen also muß noch mehr Geld auf den Markt gebracht werden, damit die Kaufkraft
anspringt. Das Fed vergibt es zu null Prozent, die EZB zu einem Prozent Zinsen.
Noch nie waren Kredite so billig.
Dennoch greifen die Banken nur zögernd zu. Ihnen fehlen potente Kreditnehmer. Die
Produktion muß zurückgefahren werden. Der Absatz kommt nicht in Schwung.
Denn den potentiellen Käufern gehen weiterhin zunehmend die Mittel aus. Sie werden
auf Kurzarbeit gesetzt oder verlieren ihren Arbeitsplatz. An Lohn- und Gehaltserhöhungen
ist nicht zu denken. Die Versicherungen dagegen heben ihre Beiträge an. Die Steuern
bleiben hoch.
Das ist ein Teufelskreis. Die Staaten versuchen, ihn zu durchbrechen, indem sie noch
mehr Geld auf den Markt werfen.
Dadurch aber nimmt das Mißverhältnis zwischen produzierten Gütern und im Umlauf
befindlichem Geld immer bedrohlichere Ausmaße an. Schon vor der Krise ermittelte
Eberhard Hamer, daß sich die Gütermenge in der Welt in den letzten dreißig Jahren vervierfacht
habe, die Geldmenge jedoch vervierzigfacht (Nixon mußte 1971 die Golddeckung
des Dollars aufgeben, weil ohne freie Geldschöpfung der Vietnam-Krieg nicht
mehr zu finanzieren war).
Da steht eine drastische Geldentwertung ins Haus.
Die bevorstehende Inflation hat Auswirkungen auf die Möglichkeit der Staaten, sich mit
weiterem Kapital zu versorgen. Sie veranlaßt die Geldgeber der Staaten, vorzugsweise
Banken und Versicherungen, ihr Geld lediglich mit kurzer Laufzeit und hoher Verzinsung
zu vergeben.
Über kurz oder lang werden auch die großen Industriestaaten keine Geldgeber mehr finden.
Auch ihr Bankrott rückt in den Bereich der Wahrscheinlichkeit.
An einer Währungsreform jedenfalls führt kein Weg vorbei. Nur indem sie sich der
Ersparnisse ihrer Bürger bemächtigen, können die Staaten sich ihrer Schulden entledigen.
Wenn man es recht bedenkt, ist diese Lösung auch aus einem weiteren Grund geboten.
Denn der nächsten Generation neben einer arg demolierten Umwelt eine Unmenge
an Schulden aufzubürden, ist alles andere als verträglich.
Allerdings erbringt das neue Geld nur eine kurzfristige Entlastung. Denn solange das
Finanzsystem unverändert bleibt, muß der Markt Inflation, Spekulation und Staatsschulden
weiterhin verkraften. Eine Besserung könnte nur eintreten, wenn das in Umlauf
gebrachte Geld wieder an einen Sachwert oder an die Güterproduktion gebunden würde.
Des weiteren haben wir es heute mit einer Steigerung der Gegensätze zu tun. Wobei sich
erschwerend bemerkbar macht, daß die Ungerechtigkeiten nicht verborgen bleiben, sondern
durch die Medien jedermann kundgemacht werden.
Da ist zunächst die Verbreiterung der Kluft zwischen den Armen und den Reichen. Die
Politik versucht auf zwei Wegen diesem Mißstand abzuhelfen.
Der erste Weg erhält durch den Kollaps mehrerer Staaten und Banken besondere Wertschätzung.
Es gilt, dem Markt Regeln zu verpassen. Das ist ihm schon in reichlichem
Maß zuteil geworden. Momentan wird zusätzlich für nötig erachtet, den Banken gewisse
Manipulationen zu verbieten und die Höhe der Gehälter der Bosse zu begrenzen.
Ein freier Markt indessen hat seine eigenen Gesetze. Diese bedürfen nicht nur keiner
Festlegung, sie vertragen sie auch nicht. Überläßt man den Markt sich selbst, bestraft er
Fehlverhalten und Fehlkalkulation von sich aus.
Regeln dagegen fordern den Betrug heraus und die schamlose Ausnutzung der Lücken.
Sie enthemmen die Teilnehmer am Markt, setzen Moral und Gewissen außer Kraft und
liefern letzten Endes die Grundlage für die Verarmung der einen und die Gewinnmaximierung
der anderen.
Der zweite Weg ist mit dem Bemühen der Umverteilung beschrieben. Der ganze Marx
ist in Verruf geraten. Der halbe kommt in Gestalt der sozialen Marktwirtschaft daher.
Als erhielte man mit dem entmündigten, seiner Selbstachtung beraubten Bürger ein
wertvolles Glied der Gemeinschaft. Und als könne man die Tüchtigen und Fleißigen
unter Zwang zum einsichtsvollen Teilen und die Weniger-Tüchtigen durch Alimentierung
zu mehr Fleiß veranlassen.
Wie dem auch sei, das herrschende System macht die Reichen immer reicher und die
Armen immer ärmer (wie die damit befaßten Institute vermelden).
Sodann erweist sich das Verlangen nach Selbstbestimmung als unausrottbar Es gibt
kaum einen Staat auf der Erde, in welchem nicht eine Minderheit mehr Freiheiten oder
die völlige Eigenständigkeit einfordert. Einige Bürgerkriege schwelen seit über vierzig
Jahren. Und dort, wo ein Aufstand gewaltsam niedergeschlagen wurde, dürfte der innere
Friede nicht von langer Dauer sein. Denn die geweckte Wut wird von den Eltern an die
Kinder weitergegeben.
Die Auseinandersetzung mit der größten Ausstrahlung findet im nahen Osten statt. Der
Mainstream-Meinung zufolge könnte ein Palästinenser-Staat sie beenden. Als würde
sich dieses Volk, das seinen Stolz täglich unter Beweis stellt, mit einem zusammengestückelten
Staatsgebiet zufrieden geben, das obendrein durch eine Anzahl israelischer
Siedlungen unterbrochen wird, die auch noch gesicherte Versorgungswege zum Stammland
benötigen.
Gepriesen wird der Rechtstaat. Doch in allen Demokratien hat das Recht inzwischen
einen Umfang angenommen, daß es niemand mehr durchschaut. Wer sein Recht sucht,
muß viel Geld und Geduld aufbringen. Es kann fünfzehn Jahre dauern, bis er ein nicht
mehr anfechtbares Urteil erhält. Und ob er das dann als gerecht empfindet, ist sehr die
Frage.
Frank Fahsel schrieb in der Süddeutschen Zeitung vom 9.4.2008:
Ich war von 1973 bis 2004 Richter am Landgericht Stuttgart und habe in dieser Zeit
ebenso unglaubliche wie unzählige, vom System organisierte Rechtsbrüche und
Rechtsbeugungen erlebt, gegen die nicht anzukommen war/ist, weil sie systemkonform
sind. Ich habe unzählige Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte
erleben müssen, die man schlicht "kriminell" nennen kann. Sie waren/sind aber
sakrosankt, weil sie per Ordre de Mufti gehandelt haben oder vom System gedeckt
wurden, um der Reputation willen..... In der Justiz gegen solche Kollegen vorzugehen,
ist nicht möglich, denn das System schützt sich vor einem Outing selbst - durch
konsequente Manipulation. Wenn ich an meinen Beruf zurückdenke (ich bin im
Ruhestand), dann überkommt mich ein tiefer Ekel vor meinesgleichen."
Nicht von ungefähr wird jedermann fortgesetzt betrogen, nicht nur von Neppern,
Schleppern, Bauernfängern, sondern auch von ehrenwerten Einrichtungen, wie etwa
Banken und Versicherungen, sogar von staatlichen Behörden. Und zu Sühne oder
Wiedergutmachung kommt es nur selten.
Die „Risikogesellschaft“ (Ulrich Beck) ist durch „organisierte Unverantwortlichkeit“
gekennzeichnet. Sie überfordert auf die Dauer selbst den wohlmeinendsten Bürger. Aus
Verstörtheit wird Verzweiflung, am Ende Wut und Haß. Auch in den ehrwürdigen
Demokratien steigt die Gefahr unkontrollierter Gewaltanwendung.
Bedauerlicherweise finden Warnungen und Vorschläge zur Systemänderung kaum
Gehör, solange der äußere Anschein noch einen geregelten Gang vorgaukelt. Erst ein
Zusammenbruch, die Katastrophe bringt die Mehrheit der Menschen dazu, nach einem
Weg aus der Bedrängnis zu suchen.
Zu hoffen ist, daß Umweltschädigung und Bevölkerungswachstum, Wirtschaftsruinierung
und Ressourcenvergeudung bis zum absehbaren Umsturz nicht so weit fortgeschritten
sind, daß selbst eine neue Gesellschaftsform nichts mehr bewirken könnte.