Sehr geehrter Herr Deiniger,
mit großem Interesse hat die HMF – Offensive e. V. (Handwerk – Mittelstand – Freiberuf) Parteien unabhängig und neutral, nicht nur das Haberfeldtreiben beobachtet, sondern auch die dadurch entstandenen Reaktionen genau unter die Lupe genommen. Wie Sie zweifelsfrei sehen können, haben wir am 20. 11. 2008 einen 2-seitigen Brief an den Kammerpräsidenten der HWK München, Herrn Heinr. Traublinger in Sachen „Haberfeldtreiben“ geschrieben. Wer nur noch ein bisschen Anstand und Ehrgefühl besitzt, wird dieses Anschreiben verstanden haben.
Wenn wir uns nun Ihren Kommentar bezgl. Herrn Schneiderbauer auf Ihrer Internetseite ansehen stellt sich uns die Frage, von wem Sie geschmiert und bezahlt werden. Welcher Teufel hat sie geritten, damit Sie einen so unqualifizierten Blödsinn zu Papier bringen konnten? Machen Sie sich erst mal kundig und setzen sich mit den Problemen der Bauern und Selbständigen auseinander, bevor sie hier dumme Sprüche klopfen. Mit fairer Berichterstattung hat das nichts mehr zu tun. Das ist eher übelster geschmierter Hintertreppenjournalismus.
Sie stellen dann glasklar fest, daß es in den kommenden Jahren ein weiteres Hofsterben geben wird. Bingo, Herr Deiniger. Was Sie nicht alles wissen. Sitzen jetzt schon einige „Schädlinge“ in den Startlöchern und warten nur darauf, bis der eine oder andere Hof über die Kante geht, um dann schnell ein billiges Immobilienschnäppchen machen zu können? Diese Aussage ist ja wohl an Zynismus nicht mehr zu übertreffen. Wissen Sie eigentlich, was es heißt, den Tod vor Augen zu haben? Nicht nur die Milchbauern schuften bis zum Umfallen und haben immer weniger Geld in der Tasche. Der gesamte Mittelstand, besonders Kleinbetriebe, sind in diesem Land Vogelfrei und zum Abschuß frei gegeben. Diese Menschen arbeiten nur noch für ihre eigene Beerdigung.
Und dann schreiben Sie, daß Sie die Vorgehensweise des Herrn Schneiderbauer nicht verstehen können. Dann lesen Sie sich unser Anschreiben an die HWK München 2 oder 3 mal durch, dann werden Sie es kapieren. Wenn Sie dann noch meinen, die Keule aus dem III. Reich schwingen zu müssen und das von Herrn Schneiderbauer gebrauchte Wort „Schädlinge“ dazu benutzen, ihn die in die rechte Ecke stellen zu wollen, könnte eine solche Vorgehensweise verdammt ins Auge gehen. Wir warnen Sie. Und nicht nur Sie . Allen, die diese Zeilen zu Gesicht bekommen, sei eindeutig ins Gebetbuch geschrieben, daß die, die sich ihrer Haut wehren, weder rechts noch links oder oben oder unten sind. Diese verzweifelten Menschen folgen nur ihrem Gewissen Ihren Familien gegenüber. Sonst nichts.
Und was die Sprache betrifft, verehrter Herr Deininger, ist diese immer noch deutsch. Und viele verstehen nur die deutsche Sprache. Merken Sie sich das. Die Zeit der Quasselrunden ist vorbei.
Frohes Fest.
Hoffentlich kommen auch Sie mal über die Feiertage zum Nachdenken und beschäftigen sich mit der Gegenwart und nicht mit der Vergangenheit.
Heinz Hörter
HMF – Offensive eV, Büro Wuppertal