Wider Ignoranz und Selbstbetrug
Unseren Vorschlag, den der vollständigen Freiheit, halten viele für richtig, wichtig und nötig. Noch indessen steht einer Mehrheit die Opportunität im Weg.
In der Einrichtung Staat die Verursacherin all unserer Verhängnisse sehen zu sollen, widerstrebt noch vielen.
Mir auch! Der "Staat" existiert nur in den Köpfen der Menschen, er ist ein "datum" - wie der Kalender, ein von Menschen Gegebenes.
Der "Staat" ist ein Werkzeug in der Hand derjenigen, die möchten, dass unsere "Vergesellschaftung" wie Freiheit aussieht, aber keine ist.
Zu tief ist der Irrglaube verwurzelt, der vom Staat die Schaffung und Bewahrung von Recht und Ordnung erhofft. Dabei ist nicht mehr zu übersehen, daß diese Erwartung vom Staat immer weniger erfüllt wird. Der unsrige verschafft uns zwar reichlich Recht, an die Tausend Gesetze. Dennoch werden wir fortgesetzt betrogen, zumeist ungesühnt.
Das ist auch nicht die Aufgabe des Staates. Sein Gewaltmonopol soll die Rendite sicherstellen, seine Sozialstaatlichkeit soll den Widerspruch zwischen Vols-Wirtschaft und Geldordnung übertünchen.
Und von Sicherheit vor Verletzung und Verlust kann nicht die Rede sein. Die Straßen füllen sich immer häufiger und immer mehr mit Protestierenden. In vielen Staaten herrscht blankes Chaos.
Unser "Gemeinwesen" kennt ein Tabu, die Protestierenden wenden sich immer wieder an den Staat, sie meinen, er sei dafür geschaffen, soziale Gerechtigkeit zu ermöglichen. Dafür ist er nicht da.
Aus der vollständigen Freiheit dagegen ist noch nie auch nur vorübergehend Wirrsal erwachsen – sofern der Staatsgedanke ausblieb. Statt dessen sind aus ihr die beständigsten und gedeihlichsten Ordnungen hervorgegangen.
Die wikingischen Haudegen, nachdem sie auf Island gelandet und aller Herrschaft ledig waren, schmiedeten ihre Schwerter zu Pflugscharen um. Dreihundert Jahre lang trotzten die dithmarscher Bauern unter ihren 48 „Regenten“ allen Unterjochungsgelüsten der dänischen Könige und holsteiner Herzöge. Ein halbes Jahrtausend vermochten die Eidgenossen ihrem Schwur treu zu bleiben (bis Napoleon ihnen eine staatliche Ordnung aufzwang). Ihre Jungmannen, wenn sie Kriegsluft schnuppern wollten, mußten sich beim Papst verdingen.
In der Paulskirche vor 160 Jahren manifestierte sich der Staatsglaube. Gut zwanzig Jahre später hatten wir das Reich. Dessen Folge waren zwei verheerende Kriege und die Vertreibung der Deutschen aus allen Ostgebieten.
Wer hinter die Kulissen der Geschichte schaut, wird dort immer monetäre Interessen erkennen. Das Geschäft der Politik ist die Politik des Geschäfts, ob nun beim US-amerikanischen Sezessionskrieg oder bei der Finanzierung Adolf Hitlers durch die Walstreet. Der Beispiele sind viele.
Die Kleinstaaterei vorher hatte ihre Übel – wie jede Staatlichkeit. Doch Kriege kannte sie nicht, jedenfalls keine zwischen den Kleinstaaten. Die vermeintlichen Großmächte aber (Preußen und Österreich) schlugen sich währenddessen fortgesetzt.
Demokratie sollte den Frieden bringen.
"Demokratie" war schon in ihrem Mutterland eine Herrschaftsform weniger über viele, die Griechen vergaßen schlicht Frauen, Kinder, Sklaven und Fremde. Selbst die Hamburger Bürgerschaft merkte erst, dass Arbeiter auch Menschen sind, als die Cholera die Häuser der Reichen erbarmungslos egalitär heimsuchte.
Doch die Musterdemokratie, die USA, befindet sich seit hundert Jahren fast fortgesetzt im Krieg, durchaus nicht immer erzwungenermaßen.
Da läßt sich famos Zaster abkassieren, oder?
Und deutsche Soldaten verlieren ihr Leben oder ihre Gesundheit am Hindukusch – in einem Krieg, in dem sie nichts zu suchen haben und den sie nicht gewinnen können, der lediglich schlimme Auswirkungen erbringt (erhöhte Gefahr von Terroranschlägen und, als Folge der Bemühung, solche Anschläge zu vereiteln, Freiheitseinschränkungen für jedermann).
Über dem Bestreben, ihre Staatsform zu verbreiten, verlieren die Demokratien ihre eigene.
Die "Staatsform" wird doch nur solange gebraucht, wie das Gewaltmonopol geordnete Rendite sichert. Haben Sie schon mal versucht, Steuern und Sozialabgaben zu verweigern, weil aus diesen Beträgen der reichtum gefüttert wird. Kein gericht schützt Sie vor der Kontopfändung - Rechtsprechung ist beim Vollzug auch garnicht nötig. Die Gesezte sind so.
Die wahre Anforderung im übrigen steht den Demokratien des Nordens noch bevor. Sie werden sich dem Ansturm der hungernden Massen aus dem Süden erwehren müssen.
Nicht nur dem Hunger aus dem Süden sehen wir entgegen, sondern der sozialen Ausgrenzung im eigenen Land. USA mit Tent-City plus Rezession! Paramilitärische Innenpolitik gibt es doch bereits in allen Ländern, in denen unser weltweites Geldsystem herrscht.
Besonders verhängnisvoll ist die enge Verflechtung von Staat und Wirtschaft. Denn es ist nicht nur so, daß die Wirtschaft den Staat nicht benötigte, sie erleidet Schaden durch ihn.
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Die Wirtschaft dirigiert den Staat, solange sie ihn braucht. Wenn dann nichts mehr zu holen ist, zieht "das scheue Reh" weiter - und der Bürger wundert sich, weil der "Aufschwung" nur soziale Verarmung hinterlassen hat.
Ein freier Mark hat seine eigenen Gesetzte.
Ein freier Markt hat keine Gesetze außer der "unsichtbaren Hand". Der Markt hat drei Arten von Akteuren: den Anbieter, den Nachfrager, den Markt-Beobachter. Letzterer kassiert ab, ohne sich zu beteiligen. "Abschöpfen von Differentialen - weltweit" so heißt das vornehm. Man sitzt daneben und kassiert, lat: para-sit.
Sie bedürfen keiner schriftlichen Festlegung. Alle Versuche in den vergangenen Jahrtausenden, die Regeln des ehrbaren Kaufmanns in Paragraphen zu gießen, haben lediglich den Betrug gefördert und den Einfallsreichtum der Verkäufer in bedenkliche Bahnen gelenkt. Selbst die Handelswege und die Sicherheit auf ihnen stellen die Produzenten und Händler wirkungsvoller selbst her (Lombardische und flämische Städte, Venedig, Hanse).
"Ehrbare" Kaufleute wie die Fugger finanzierten schließlich ein Reich, "in dem die Sonne nicht unterging" (Kaiser Karl V), Familie Rothschild hat viel von ihnen gelernt. "Gib mir die Macht über das Geldsystem, und mir ist es egal, wer in einem Staat die Gesetze macht". (Anselm Meyer-Rothschild)
Der freie Mark bestraft Fehlverhalten und Fehlkalkulation von sich aus. Er läßt, wer sich dessen schuldig macht, Verluste erleiden oder auf der Strecke bleiben.
Genau! Wer sich widersetzt, den holt der Teufel, die Kontraktion der Märkte dieser Art hinterläßt einen Holocaust der besonderen Art, weltweit.
Krisen aber, Wirtschaftszusammenbrüche kennt er nicht.
Die Krisen weren gebraucht, um das System voran zu bringen. Nur in der Krise lassen sich Produktionsmittel billig beschaffen.
Sie wären nur denkbar, wenn für eine zur Neige gehende Ressource oder einen schwindenden Bedarf nicht rechtzeitig ein geeigneter Ersatz entwickelt worden ist. Das aber dürfte auf einem wirklich freien Markt kaum passieren.
Auf diesem Planeten passiert das aber andauernd.
Läge alle hoheitliche Macht bei den Gemeinden, wäre auch der Ausbeutung durch Unternehmer ein Riegel vorgeschoben.
Man kann auch Gemeinden gegeneinander in Konkurrenz jagen. "Freiheit" auch dort! Entscheidend ist, wer die Regeln des geldwesens festlegt.
Wo die Stützung durch die Staaten entfällt, müssen sich Großgrundbesitzer und Manager mit den nunmehr politisch Mächtigen, ihren Arbeitern und Angestellten, arrangieren.
Der Staat ist ein Hilfsmittel zum Abkassieren. Der Staat stützt nicht, die reale Abgaben-Flüsse in unsrere Wirtschaftsordnung legen das offen zutage.
Das ungedeckte Staatsgeld hat besonders schlimme Auswirkungen. Gold-Dollar und Gold-Mark verloren über Jahrhunderte hinweg nichts von ihren Wert. Doch seit die Staaten in beliebiger Menge Münzen und Scheine drucken dürfen, muß der Bürger mit der fortlaufenden Inflation leben. Und in immer kürzeren Abständen verliert er seine Ersparnisse.
Die Schöpfung des Geldes, des sog. "fiat money", ist ausschließlich in privater Hand! Die staatliche Notenbank reicht gelegentlich mal einen Saldo der Geschäftsbanken für einige Tage heraus und ist für´s Bargeld zuständig. Die Privatbank macht aus +/-Null Giralgeld als Schuld, nimmt Zinsen (wie hoch ist der Zinssatz?) und druckt - falls die beliehenen Objekte überbewertet sind, Falschgeld. Die Blüten unterscheiden sich aber nicht vom Original. Der Staat - bitte nennen Sie mir einen! - hat doch dabei überhaupt nichts zu suchen. Er hätte doch sonst Macht. Der Verlust der Ersparnisse über eine "invisible tax" (Inflation) ist doch gerade der Trick dabei.
Die stattfindende Wirtschaftskrise ist allein der Tatsache zuzuschreiben, daß die Staaten sich verschuldet haben.
Staaten verschulden sich nicht freiwillig, sie werden verschuldet. Hätten sie Souveränität, wäre das nicht notwendig. Man kann das auch ganz anders machen, das alte kaiserliche China z. B. hat das schon vorgemacht - mit Papiergeld! Auch heute sind die Chinesen nicht so dumm, sie kennen ihre Geschichte und haben ausserdem Goethe´s Faust gelesen.
Das treibt die Steuern und die Geldentwertung in die Höhe, was wiederum die Kaufkraft der Bürger mindert. Und was die Staaten jetzt dagegen unternehmen, setzt auf einen Schelm anderthalbe.
Die Aktion der Staaten sind doch "systemrelevant" - ein Schelm, wer da Dummheit unterstellt. Das Volk merkt den Diebstahl doch garnicht.
Aus der Unterhöhlung des Marktes und des Geldes kann eine Erholung der Wirtschaft nicht erwachsen.
Das Geld unterhöhlt den Markt. Am Markt gilt ein Gesetz: Wer den Nutzen hat, trägt auch die Kosten. Und nun schauen wir mal auf unser Geld-System. Markt? Freier Markt und dises Geldordnung widersprechen sich so diametral, aber das Geld herrscht mit Hilfe des Staates über den Markt.
Wer heute den Staaten einen Kredit gibt, kann zusehen, wie sein Geld verschwindet. Der Bankrott der Staaten ist unvermeidlich.
Kredite an den Staat und seine Wirtschaft ist stets das Plazieren einer Forderung an das Kollektiv. Die Menschen, die dem Staat fälschlicherweise vertrauen, müssen Rendite erwirtschaften und aus ihren verbleibenden Erträgen auch noch Steuern und Sozialversicherungen bezahlen. Der Staat ist so teuer, weil er Schuldner ist, die Sozialabgaben sind so hoch, weil alle sozial Berechtigten die Rendite in ihren Preisen zahlen müssen. Jeder €uro Sozial-Geld trägt heute 40 Cent Rendite und 13 Cent Verbrauchssteuer, letztetere zur Subvention der sozial Berechtigten. Welch ein feudales Abgaben-System.
Der Sozialstaat ist alles andere als eine sozial verträgliche Erfindung. Er entwürdigt und enthemmt seine Bürger, ohne dem sozialen Frieden förderlich zu sein. Durch von oben erzwungene Umverteilung läßt sich, wie unübersehbar ist, Gerechtigkeit nicht herstellen. So wird in ihm die Kluft zwischen Arm und Reich immer breiter. Und mittlerweile gehen nicht nur die Arbeiter und Bauern auf die Straße, sondern auch die Ärzte.
Die Umverteilung geht von unten nach oben, täglich z. Zt. 1,9 Mrd. €uro (!) aus der BRD, nur dies erklärt die Schere zwischen arm und reich. Arbeiter, Bauern, auch Ärzte wissen nicht, wie unser Geld-System funktioniert. Die meisten Ökonomen auch nicht!
Daß sich die Dinge so verhalten, wie sie hier in Stichworten dargelegt sind, ist im Grunde unbestreitbar.
Das wird hiermit profund bestritten!
Doch ein bißchen Verdrängung, ein bißchen Selbsttäuschung macht die Sache auch Fachleuten erträglicher. Letzten Endes aber führt die Inkonsequenz dazu, daß dann, wenn der Fortgang der Entwicklung nach Gegenmaßnahmen schreit, es für deren Erfolg zu spät ist.
Das Geldsystem lebt von der Täuschung, das Umpacken von faulen Krediten in "innovative Finanzprodukte" schlägt nun wirklich dem Fass den Boden ins Gesicht. Und das alles absichtsvoll und mit gerisenem Kalkül. Armer Bürger, wer da auf den Staat schimpft.
Die mühsam erkämpfte Pressefreiheit, nie war sie nötiger, nie blieb sie mehr schuldig.
Wer ist denn Eigentümer der Presse(-Freiheit)?
Als könnten wir es uns heute leisten, eine Lösung des Problems der Menschheit (Inneren und äußeren Frieden als Voraussetzung für die Bewältigung der Zukunft) undiskutiert zu lassen. Wenn es sich dann noch um eine stimmige, vielfach erprobte handelt (kein Kunstprodukt der soziologischen Alchemie, auch kein kleingläubiges Sammelsurium politischer Pretiosen) verstößt das gegen alle Vernunft und Verantwortung.
So, nun genug für heute. Wer den Taschenrechner liebt, schaut mal bei
http://www.egon-w-kreutzer.de/Petschow/Einleitung.html
http://www.egon-w-kreutzer.de/Ressourcen/Verfassungsbeschwerde-neu-3.pdf
nach, wer richtig lesen will, dem empfehle ich den neusten Knüller:
"Die Herrschaft des Geldes" von K.H. Brodbeck (Rezension im Anhang)
Ganz liebe Grüße vonDr. med. Dieter Petschow
Schöpfungsgemeinschaft
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